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Palästina · 1936-02-01 · Heft 2 (Februar 1936) · p. Seite 105

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
19 (1936)
Issue
Heft 2 (Februar 1936)
Article
Die Bohrmethoden [Nachricht]
Date
1936-02-01
Page
Seite 105 (sequence 2)
Language
German
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Alle diese schwierigen Schichten kann man natürlich nicht mit Handbohrgeräten durchteufen und deshalb werden auch schon seit längerer Zeit maschinelle Bohrmethöden angewandt. Die Maschinen, die sich hier am besten bewährt haben, sind Seilschlagkrane, mit welchen man trocken oder mit Spülung bohren kann. Die Spulbohrmethode, eine alte und erprobte Bohrmethode, wird nur dann bei Wasserbohrungen mit Erfolg angewandt werden können, wenn man die sogenannte indirekte Spülbohrmethode in Anwendung bringt. Diese hat den Vorteil gegenüber der direkten Spülbohrmethode, daß sie vor allem die kleinsten Wasserhorizonte durch die entstehenden Wasserverluste sofort anzeigt und außerdem das Bohrgut sofort zu Tage fördert, so daß man während des Bohrbetriebes fortwährend über <"ie Art der Schichten orientiert ist. Die anderen Bohrmethoden (direkte Spülbohrmethode, pennsylvanische Bohrmethode usw.) sind hier nicht überall geeignet, so daß Bohrungen mit diesen Methoden in manchen Schichten nur mit großen Schwierigkeiten zum Ziele führen. Die Emekbohrungen wurden unter sehr schwierigen Verhältnissen von der Continental Steel Trading Co. mit obengenannter Bohrmethode abgeteuft und haben fast überall übereinstimmend mit den geophysikalischen Angaben die Wasserhorizonte angetroffen. Inzwischen hat sich die Wasserproduktion auf der Bohrung Beth-Alfa durch tieferes Einbauen der Pumpe so vergrößert, daß die Menge von 90 cm3 auf 150 cm* gestiegen ist. Die Produktion der anderen Bohrungen hat sich nicht verändert. Insgesamt wurden also im Ostemek von der ausführenden Bohrgesellschaft in vier Bohrungen zirka 300 mm3 erbohrt. Die Möglichkeiten der Dattelpalmenkultur. In Nummer 33 von »Boustnai« schreibt der bekannte Pflanzungsfachmann Assaf Grasovsky über dieses Thema: Palästina hatte eine bedeutende Dattelpalmenkultur. Es wäre wichtig und möglich, diesen Zweig der Landwirtschaft wieder zu beleben. 1934 wurden 335 Tonnen frische und 3256 Tonnen getrocknete Datteln im Gesamtwerte von 29.000 £P importiert, Mengen, die im Lande leicht hätten erzeugt werden können. Wenn man annimmt, daß eine Palme 100 kg frische Frucht (oder 33 kg getrocknete Frucht) gibt und daß die Bevölkerung Palästinas und damit der Bedarf an Datteln wächst, so kann man damit rechnen, daß man den Ertrag von 200.000 neu zu pflanzenden Dattelpalmen im Lande absetzen kann. Dazu braucht man eine Fläche von 20.000 Dunam. Außer jenen Böden, die schon jetzt Dattelpalmen tragen (in der Gegend von Jericho,. Beitschan, Tiberias und Gaza), wären auch solche zu bepflanzen, die jetzt nur spärliche und unsichere Ernten geben. In Gaza, in Berschewa, im Jordantal, bei Beitschan und rings um den Tiberiassee gibt es Flächen, auf denen sich nur alkalisches oder salziges Wasser findet, der daher für Zitruskulturen unbrauchbar ist. Man sollte in allen diesen Gegenden Versuchsflächen mit Dattelpalmen bepflanzen um die Bedienungen zu erproben. Neue Versuchsstation für Obstkultur. Die Regierung hat im Gebirge Juda in 800 m Seehöhe, an der Straße Jerusalem—'Hebron eine neue Versuchsstation zur Förderung der Aprikosen- und Birnenkultur in Gebirgsgegenden eröffnet. Beilegung eines Bodenkonflikts. Im Emek Chef er wurde ein Streit um ein im jüdischen Siedlungsgebiet liegende Grundstück dadurch in freundschaftlicher Weise beigelegt, daß der Keren Kajemeth den Beduinen 250 Dunam in einer anderen Gegend überließ. Landwirtschaftliche Hypothekenbank der Regierung. Die landwirtschaftliche Hypothekenbank der Regierung hat mit ihrer Arbeit begonnen.

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