Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 19 (1936)
- Issue
- Heft 1 (Januar 1936)
- Article
- [Rezension] / a. b.
- Date
- 1936-01-01
- Page
- Seite 57 (sequence 2)
- Language
- German
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semitismus. Von Graf ECoudenhove^Kalergi. In einem Band. Paneuropaverlag, Zürich 1935, 332 Seiten. — Coudenhove hatte schon 1932 das Buch seines Vaters herausgegeben und mit einer Einleitung aus seiner Feder »Antisemitismus nach dem Weltkrieg« versehen (siehe die Anzeige Jahrgang 1933, Nr. 5/6). Angesichts der Ereignisse in Deutschland hat er diese Einleitung bedeutend erweitert. Er befaßt sich ausführlich mit dem Rassenwahn, mit den »Weisen von Zion« und geht dann auf das Wesen der Judenfrage ein. An dieser Stelle interessiert hauptsächlich seine Stellung zum Zionismus. Er meint bei aller Wertschätzung seiner Leistungen, daß seine Zukunft ungewiß sei (79), als ob das ein Augument wäre! Prophezeiungen haben kurze Beine. Die Zukunft der deutschen Juden hätte sich zum Beispiel noch 1932 kein Mensch als unhaltbar gedacht. Coudenhove sieht ferner im Zionismus nur ein Problem der Ostjuden. Aber an welch andere Lösung der Judenfrage denkt Coudenhove? An keine, denn wenn er am Schluß des Buches sagt: »Der Antisemitismus wird fallen — weil die Wahrheit siegen wird«, so ehrt das seinen Idealismus und sein sittliches Niveau, aber die Juden haben nach allen Erfahrungen mit dem »Fortschritt« der Menschheit aufgehört, sich mit vagen Hoffnungen darauf über ihr wahre Lage zu täuschen. Hier kann nur durch Aktion, also durch Politik, etwas geändert werden und diese Politik kann nur eine jüdischnationale und zionistische sein. a. b. Die Hebräische Universität Jerusalem* Mitteilungen für Studierende. Herausgegeben vom Palästina-Amt, Berlin 1935/36, 25 Seiten. — Das Heft gibt eine Übersicht über die derzeitigen Studienmöglichkeiten und die Aufnahmsbedingungen an der Hebräischen Universität in Jerusalem. (Zu beziehen von dem genannten Amt, Preis RM 1.—.) Reschith Dikduk* Hebräische Grammatik für Anfänger. Von Nahum Levin. Verlag Omanuth, Tel Aviv 1935, 77 Seiten. — Immer neue Methoden für das Erlernen des Hebräischen werden ersonnen. Beinahe jedes der immer zahlreicher werdenden Lehrbücher verfolgt eine andere. Das vorliegende kleine Büchlein, für Deutschsprechende berechnet, gibt eine einfache, klare Übersicht der Formen. Eine angefügte Tabelle der Verbalformen der einzelnen Konjugtionen ist eine sehr willkommene Neuerung, die zur Orientierung in diesem für die meisten Schüler schwierigen Bereich erleichtern. Neuhebräisch altbekannt* Von Dr. E. H i r s c h f e 1 d. I. Teil. Verlag Joachim Goldstein, Berlin 1935, 71 Seiten. — Auch dieses Büchlein verfolgt eine ganz eigene Methode. Es wird durchaus an Bekanntes angeknüpft und besonders häufig werden Gedächtnisstützen gegeben. Es ist oft sehr reizvoll zu sehen, wie der Autor den Schüler führt und mit Humor es ihm fast spielend ermöglicht, die Anfangsschwierigkeiten zu überwinden. m. a. . Schluß des redaktionellen Teiles. Wir bitten dringendst, alle Zuschriften, die die Administration betreffen, an diese und nicht an die Redaktion zu senden. Herausgeber und verantwortl. Redakteur: Adolf Böhm, Wien XVI., Wilhelminenstraße 28. — Eigentum: Hersl'Klub, Wien I., Elisabethstraße 1. — Verlag u. Administration: Fiba'Verlag, Wien VI., Gumpendorfef straße 10. — Druck: C. Schneid, Wien VIII., Lerchenfelderstraße 146, Telephone B'43'0-35 u. B'43'0'36.