Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 19 (1936)
- Issue
- Heft 1 (Januar 1936)
- Article
- Kapitalserhöhung der "Nir" [Nachricht]
- Date
- 1936-01-01
- Page
- Seite 51 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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und gewöhnlichen Aktien von 30.000 £P beschlossen. Damit erreicht das eingetragene Gesellschaftskapital die Summe von 145.000 £P. Ein neuer Siedlungspunkt am King-George-Wald. Bei der Anpflanzung des King- George-Waldes, der 2000 Dunam bedecken wird, werden etwa 40 Arbeiter 5 bis 7 Jahre durch 7 Monate im Jahr Beschäftigung finden. Dies ermöglicht die An- Siedlung von 50 Familien bei Intensivwirtschaft mit je 20 Dunam Boden. Boden stellt die Kolonie Nahalal bei, dessen Bearbeitung die Bne Nahalal, die zweite Generation der Siedler von Nahalal übernommen haben. Entwicklung der Siedlung Jadjur. Die für 25 Familien gegründete Siedlung hat heute eine Einwohnerzahl von 660, darunter eine Jugendalijahgruppe aus Deutschland. Unter der Leitung jüdischer Fachleute aus Deutschland wurde eine Keramikwerkstätte mit zwei Brennöfen zur Herstellung von Pflanzentöpfen, die im Lande gebraucht werden, errichtet. STÄDTE* Tel Aviv* Das Gemeindewahlrecht« Das aktive Wahlrecht ist an die Erreichung des 21. Lebensjahres und an die Bezahlung eines halben Pfundes Gemeindesteuer im Jahr gebunden; Das Gesetz sieht vor, daß auch Untermieter auf Grund einer Bestätigung des Hauptmieters, daß in dem Mietzins der verhältnismäßige Steuerbetrag eingerechnet ist, das Wahlrecht erhalten. Außerdem muß der Wähler einen Aufenthalt von 12 Monaten vor dem Zeitpunkt der Anlage der Wählerliste nachweisen. Frauen und Ausländer sind bei der Erfüllung obiger Voraussetzungen gleichfalls wahlberechtigt, zum Unterschied von anderen Städten. Das passive Wahlrecht wird mit dem 25. Lebensjahr erlangt. Von 100.000 Wahlberechtigten, die am Stichtag in Tel Aviv wohnten, waren bloß etwa 25.000 in der Wählerliste, da die Wahlkommission erst durch Gerichtsurteil zur Anerkennung des Wahlrechts der Untermieter gezwungen wurde und ein großer Teil der Reklamationen deshalb nicht vor dem Wahltag erledigt werden konnte. Außerdem konnte das Wahlrecht nur mit einer von der Wahlkommission zugestellten Legitimation ausgeübt werden.- Gewählt wird nach dem Pröporzsystem mit Listenkoppelung. Die Listen müssen von mindestens 200 Wählern eingereicht werden und dürfen nicht weniger als drei Namen enthalten Die Berechnung der Wahlzahl, die Verwertung der Reststimmen und die Zuteilung der Mandate erfolgt nach der üblichen Methode des Verhältniswahlrechtes am Kontinent Ergebnis der Wahlen« Die Wahlen in den Stadtrat von Tel Aviv, bei der 15 Stadtratsmandate zu besetzen waren, wurden unter 90% Wahlbeteiligung in voller Ruhe durchgeführt. 21.677 Wahlberechtigte stimmten über 24 Listen mit 105 Kandidaten ab. Es erhielten: die Arbeiterpartei 8709 Stimmen und 6 Sitze, das Zentrum 8651 Stimmen und 6 Sitze, die Liste Dizengoff 2007 Stimmen und einen Sitz, die Liste Dr. Felix Rosenblüth (deutsche Einwanderer) 1632 Stimmen und einen Sitz und der sephardische Listenführer Benvenisti einen Sitz. Innerhalb des Zentrums erhielt die Hausbesitzergruppe zwei Sitze, die Misrachi, die Revisionisten und die Gruppen der Herren Rokeach und Schatzoff je einen Sitz. Die ersten vier Listen erhielten zusammen 20.999 Stimmen, alle übrigen 20 Listen 678 Stimmen. Wohnungsverhältnisse* Von der Wasserwerksverwaltung des Stadtrates von Tel Aviv wurden 6000 Häuser mit 60.000 Zimmern registriert; Nach einer Zählung des Arbeitsdepartements der Jewish Agency gibt es in Tel Aviv 132 leere Wohnungen