Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 19 (1936)
- Issue
- Heft 1 (Januar 1936)
- Article
- Das Wirtschafts-Barometer: Dezember 1935
- Date
- 1936-01-01
- Page
- Seite 41 (sequence 8)
- Language
- German
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- Haifa 1× ep/1047930
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-stehenden Aktiengesellschaften insgesamt 3,432.585 (846.887) £P an neuem Kapital gebildet. Es zeigt sich also, daß die Investierung von Geldern in Aktienform, die sich 1935 auf im Ganzen 6,685.302 (1934: 2,956.282) £P belief, mit 51.3 (1934: 28.6) Prozent zum Ausbau schon vorhandener Aktiengesellschaften diente. Was die offenen Handelsgesellschaften betrifft, so hatten von den Neugründungen im Jahre 1935 ihren Sitz: 302 (1934: 367) in Tel Aviv, 151 (106) in Haifa, 121 (89) in Jerusalem, 39 (32) in Jaffa, 81 (83) im übrigen Palästina. Es entfielen also auf Tel Aviv 43.5 (1934: 54.2) Prozent, auf Haifa 21.8 (15.7) Prozent, auf Jerusalem 17.4 (13.1) Prozent, auf Jaffa 5.6 (4.7) Prozent und auf das übrige Palästina 11.7 (12.3) Prozent der Gesamtzahl. Mithin ist in dieser häufigsten und in Anbetracht der wesentlich mittelständischen Struktur des städtischen Wirtschaftslebens wohl wichtigsten Unternehmungsform der palästinensischen Gründungstätigkeit der Anteil Tel Avivs relativ und absolut gesunken, vor allem zugunsten Haifas und Jerusalems. Es wird interessant sein, ob dieser Zug zu einer gewissen Dezentralisation der städtischen Entwicklung auch im Jahre 1936 anhalten wird. Hinsichtlich der Gliederung nach Wirtschaftszweigen entfielen im Berichtsjahr von sämtlichen 1175 (1934: 1072) neu registrierten Firmen Palästinas auf die Industrie (einschließlich der Baustoffindustrie) 290 (1934: 326) Firmen, auf die Boden-, Siedlungs-, Agrar- und Bauwirtschaft (einschließlich des Baustoffhandels, jedoch ausschließlich der Baustoffindustrie) 287 (217) Firmen, auf sonstige Erwerbsgruppen (Handel, Verkehr, Bankwesen, Gastwirtschaftsgewerbe usw.) 598 (529) Firmen. Der Anteil der Industrie an der gesamten registrierten Gründungstätigkeit hat sich somit von 30.4 Prozent in 1934 auf 24.7 Prozent in 1935 vermindert. Jahresrückschau« Von Rita Hinden, Tel Aviv. Gegensätzlichkeit war der Grundton der Wirtschaft Palästinas in den letzten zwölf Monaten. Aufbauende und zerstörende Kräfte standen gegeneinander. Auf der einen Seite unkontrollierte Bodenspekulation, auf der anderen Bemühungen um einen organisierten Bodenkauf; der Zug zur höher bezahlten Arbeit in der Stadt gegenüber den Bemühungen, den landwirtschaftlichen Sektor des Jischuw zu stärken; die defaitistische Einstellung zur. Zitruskultur wettgemacht durch die steigende Begeisterung für die gemischte Wirtschaft, alles das sind Symptome des Kampfes zwischen nackter Profitsucht und der Entschlossenheit, im neuen Palästina eine gesündere Wirtschaft aufzubauen. Der Kampf ist noch nicht entschieden, doch in einer Beziehung war das letzte Jahr ein Wendepunkt, denn mit Palästina wird in Zukunft sicher als Faktor auf den Weltmärkten gerechnet werden. Das Jahr begann mit einem Rekord von glänzenden Errungenschaften und Aktivität Aber plötzlich wurden die Aussichten durch schwere Kriegsangst getrübt, die sich zu einer Panik zu entwickeln drohte, als der italienische Angriff auf Abessinien unvermeidlich wurde. Mangel an Vertrauen, ob berechtigt oder unberechtigt, ist der Beginn aller Krisen und die Gefahr einer ernsten Krise stand Palästina bevor. Der rasche Übergang von Konjunktur zur Panik hat zwei Dinge bewiesen: die vollständige Abhängigkeit des Landes von der Lage der übrigen Welt und besonders vom Weltfrieden und die nervöse Labilität einer Gemeinschaft, die Gerüchte so leicht aus der Fassung bringen können. Diese unangebrachte Empfindlichkeit ist nicht schwer zu erklären. Im letzten Jahr, besonders im ersten Teil desselben, tobte sich die Spekulation aus. Das gesunde Verlangen eines Teiles der Einwanderermassen, sich am Spekulation