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Palästina · 1935-12-01 · Heft 12 (Dezember 1935) · p. Seite 636

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
18 (1935)
Issue
Heft 12 (Dezember 1935)
Article
Zur Hydrologie der Küstenebene Palästinas
Date
1935-12-01
Page
Seite 636 (sequence 8)
Language
German
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636 Chlorgehalt (CT) in mg/1 (Teile per Million) Wasserhorizont Gehalt an H2S 23. IL 1932 36 Küstenebenenhauptgrundwasser 4.1. 1926 127 - 25. III. 1932 104 *» Herbst 1928 189 tt Herbst 1928 462 Saqie-Schichten 1. VII. 1928 955 » 6. III. 1932 88 Grundwasser der Vorberge 7. III. 1932 116 M 20.1. 1932 144 Wadischotter 6. III. 1932 41 Wadischotter? Herkunft Datum Mr. R's Pardess, zwischen Benei Beraq und Petah Tiqva . Hersteliya .... Nathanya, Koloniebrunnen A . . . . Gh 2b...... Gh 2b...... Tiefbohrung östl.Saqye Wadi es Sarar, Bahnhof ...... Umra Kalkha . . . Sajad, Dorfbrunnen . Bir Abu Tawata, nahe Bahnhof Wadi es Sarar..... Ausgezeichnet ist das Gebirgsgrundwasser ferner meist durch starken Schwefelwasserstoffgehalt. Nur die zwei nördlichsten Bohrungen westlich von Deir Tarif haben Wasser ohne H2 S. H2 S macht das Wasser jedoch nicht für Bewässerung ungeeignet, falls es vorher genügend belüftet wird. Im westlicheren Teile der Küstenebene ist das Gebirgsgrundwasser wahrscheinlich in der alten Bohrung des Wilhelmaer Koloniebrunnens angetroffen worden. Chemische Eigenschaften siehe Tabelle. Gebirgsgrundwasser ist möglicherweise auch das Wasser, welches in der Tiefbohrung Glaubmann, Ein Gannim (Eg 1) 1928 erschlossen wurde (Analyse siehe Tabelle). Ferner wurde Gebirgsgrundwasser erbohrt in dem neuen Brunnen von »Haqovesh« in der Nähe von Miske, nahe dem Scheitel der Aufwölbung des Turon2. Der Ursprung des Gebirgsgrundwassers ist im Gebirge zu suchen, wo entweder das Cenoman-Turon als durchlässiges Gestein zutage tritt oder von durchlässigen Schichten überlagert ist, durch welche das Niederschlagwasser unter Benutzung der Poren, Klüfte, Verwerfungen in die porösen bis klüftigen Partien des Cenoman-Turon gelangt, welche von undurchlässigen Schichten unterlagert sein müssen, die eine weitere Versickerung des Wassers verhindern und es zu einem mehr horizontalen Abfluß zwingen. Im östlichen Teile der Küstenebene und im westlichen Teil der Vorberge ist das Gebirgsgrundwasser relativ leicht zu finden. Es befindet sich in nicht sehr großer Tiefe (wechselnd von 40 bis etwa 250—300 m) und ist nicht schwer zu erbohren. Will man es dagegen aus irgendeinem Grunde im westlichen Teile der Küstenebene erbohren, so sollte man sich vorteilhafterweise in der Nähe der im geologischen Teile beschriebenen Aufwölbung halten. Weiter nach Westen zu wären die immer mächtiger werdenden überlagernden tertiären Tone und die bituminösen Kalke zu durchsinken. Wegen der chemischen Zusammensetzung des Wassers sollte man sich möglichst weit nach Norden 2 Vgl. hiezu (7), p. 9, »Liegendes der Saqye-Schichten ... anscheinend wasserführend«.

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