Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 18 (1935)
- Issue
- Heft 11 (November 1935)
- Article
- Der Moschaw Kfar Jecheskel und seine Wirtschaftsstruktur
- Date
- 1935-11-01
- Page
- Seite 582 (sequence 3)
- Language
- German
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COO daß die gesamtdurchschnittliche Zahl die Bedeutung dieses Nebeneinkommens für die einzelnen Chawerim nicht zu illustrieren vermag. Es gibt Mitglieder, bei denen die Einkommen aus Außenarbeiten eine nicht untergeordnete Rolle gegenüber den eigentlichen Wirtschaftserträgen spielen. Man ersieht dies deutlich, wenn man den Anteil der Einnahmen aus Außenarbeiten am Gesamteinkommen der Chawerim, die auch Außenarbeiten verrichten (45 Mitglieder) ermittelt; Man erhält dann folgende Gegenüberstellung: Für 2 Chawerim beträgt die Quote der Einnahmen aus Außenarbeiten an deren Gesamteinkommen noch nicht einmal 3%, für 2—3 bis 5%, für 4—5 bis 7%, für 6—7 bis 10%, für 15-10 bis 15%, für 6-15 bis 20%, für 3-20 bis 25%, für 4-30 bis 40%, für 3—40 bis 60%. Bei 7 Mitgliedern schwankt also der Anteil der aus Außenarbeiten resultierenden Einnahmen zwischen 30 und 60%. Es handelt sich hier um Chawerim, die in wirtschaftlichen Institutionen (Tnuva, Kooperative des Moschaw) tätig sind und ein festes Angestellteneinkommen beziehen, zum Teil um Chawerim, die zeitweilig gewerkschaftliche oder öffentliche Funktionen ausüben. Bei manchen Mitgliedern arbeitet der Angehörige mit. In absoluten Größen ergibt die Aufgliederung der Einnahmen aus Außenarbeiten, daß bis 50 £P jährlich die überwiegende Mehrzahl der Chawerim verdient (nämlich 33 Mitglieder), von 51 bis 100 £P verdienen aus Außenarbeiten 7 Chawerim, über 100 bis 200 £P 5 Chawerim. Wirtschaftsertrag. Die überwiegende Bedeutung kommt dem Ertrag aus der Eigenwirtschaft zu, der einen Anteil am Gesamteinkommen von 88.3% beansprucht. Während die Aufgliederung des Gesamteinkommens, wie sie oben vorgenommen wurde, uns zwar einen Einblick in die Einkommensdifferenzierung gewährt, jedoch keine Erklärung hiefür abzugeben vermag, bietet die Graduierung des Wirtschaftsertrages nach Höhe und seine Aufteilung nach Quelle die Möglichkeit, die Grundfaktoren, aus der diese Einkommensschichtungen herrühren, herauszuschälen. Aus diesem Grunde haben wir den Wirtschaftsertrag als Grundbasis in der Materialverarbeitung gewählt und sämtliche anderen Daten in Beziehung zu seiner Höhe gesetzt. Für das letzte Rechnungsjahr 5694 ermittelten wir einen Gesamtbetrag der aus den 59 erfaßten Betrieben fließenden Bruttoerträge in Höhe von 17.908}/£ £P. Diese Summe verteilt sich wie folgt: 7425 £P (41.5%) auf Milch und Milchprodukte, 1060H£P ( 5.9%) auf den Verkauf von Kühen, Kälbern, Fleisch, 1321H£P ( 7.4%) auf Geflügel, 1542M£P ( 8.6%) auf Eier, 737 £P ( 4.1%) auf Obst, Früchte, Gemüse, 1947 £P (10.8%) auf gemeinschaftlichen Ackerbau (»Falcha«), 1770 £P ( 9.9%) auf Grünfutter. Es verbleibt noch ein Rest in Höhe von 2105 £P (11.8%), der auf die aus der Eigenwirtschaft für den Eigenbedarf entnommenen Produkte (Milch, Eier, Geflügel usw.) entfällt. 17908H £P(100.0%). Der letztgenannte Posten erscheint ebenfalls als Aufwandposten im Ernährungsaufwand auf der Ausgabenseite, worauf noch unten eingegangen wird. Der Ertragshöhe aus der Eigenwirtschaft entsprechend, teilen wir die Betriebe in folgende Kategorien ein: Bruttoertrag bis 150 £P..........Betriebskategorie I von 151 bis 200 £P...... „ II „ 201 „ 250 £P...... „ III „ 251 „ 300 £P...... „ IV