Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 18 (1935)
- Issue
- Heft 10 (Oktober 1935)
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1935-10-01
- Page
- Seite 562 (sequence 1)
- Language
- German
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Palästina-Kalender 5696* Die Zionistische Vereinigung für Deutschland, redigiert von Dr. Joachim Prinz, Bilder von Dr. N. Gidal, Verlag Jüdische Rundschau, Berlin 5696. — Dieser Wochenabreißkalender ist mit besonders schönen neuen Palästinabildern geschmückt, jedes Blatt enthält ein Zitat aus dem zionistischen Schrifttum oder eine ^erläuternde Erklärung über Zionismus und Aufbauwerk. Polska a Palestyna w dobie obecnej (Polen und Palästina in gegenseitiger, 8e-.- Ziehungen). Von Dr. Samuel St endig. Sonderdruck vom »Przeglad Wspö!cze$fiy«<, Herausgeber: Jüdische Handelsschule zu Krakau. Verlag J. Neumann, Krakau/ Sira-r dorn 13. 48 Seiten. — Seit dem Jahre 1926 hat die polnische Regierung wiederholt ^ii-r tische Enunziationen über den Zionismus veröffentlicht. Sie hat gleichzeitig . dftn Sympathien Nutzen zu ziehen begonnen und Polen ist ein wichtiges Importiere* for Palästina geworden. Es wurden in Polen Palästina-Handelskammern gegründet, d*e bis nun sehr vieles geleistet haben und auch den Zitrusimport steigerten. In der Presse erschienen unzählige Artikel und Aufsätze über Palästina, seine Schönheiten und Möglichkeiten, man begann Palästina zu besuchen, es wurde ein Pro-Palästina-Komitee gegründet. Über all diese Beziehungen berichtet Prof. Dr. Stendig in seinem Buche. In zwei großen Abschnitten stellt er die geistigen und materiellen Beziehungen zwischen Polen und Palästina dar. Er bearbeitet das Probelm wissenschaftlich und führt die ganze Literatur in mehreren Sprachen an. Dr. Artur Färber. GL N* Bialik. Dwarim schebeal pe* (Gesammelte Reden und Ansprachen), Band I, Verlag Dvir, Tel Aviv, 5695, S. 237. — Daß dieses Buch in so verhältnismäßig kurzer Zeit nach dem Tode des Dichters erscheinen konnte, zeugt von der Liebe, mit der sich die — ungenannten — Herausgeber ihrer Aufgabe unterzogen haben. Allerdings konnte dadurch wahrscheinlich der kritische Apparat nicht genügend gehandhabt werden. Die verschiedenen Referate über Bialiks Reden hätten verglichen werden müssen, wodurch manche Fehler hätten vermieden werden können, die Stilisierung ist nicht gleichmäßig. Quellen sind nicht angegeben. Trotzdem gibt das Buch einen guten Eindruck von der Originalität und Spontanität Bialiks als Redner. Bei jedem Anlasse und sei er auch äußerer Natur, bricht sein Temperament hervor und die sein Innerstes bewegende Unruhe teilt sich noch in dieser oft sehr mangelhaften Form mit, in der die Referate seinerzeit abgefaßt worden sind. Manches, wie die Ansprache bei Eröffnung der Universität — deren Aufzeichnung von ihm selbst redigiert wurde — gehört zu dem Schönsten, was Bialik je gesagt oder geschrieben hat. m. e. Jwrith lekol isch, Hebräisch für jedermann von Dr. S. K a 1 e k o, zweiter Lehrgang: für Fortgeschrittene, Verlag »Jüdische Rundschau«, G. m. b. H., Berlin 1935, 103 Seiten. — Wir haben den ersten Teil dieses Werkes, das eine Zusammenfassung der in der »Jüdischen Rundschau«, Berlin erschienenen Unterrichtsbriefe ist (in Heft 11, 1933), bereits angezeigt. Dieser Lehrgang ist nicht nur in seiner Methodik ganz vorzüglich, sondern die vorliegenden Hefte stellen auch einen ausgezeichneten Nach^ehlagebt-helf vor. Insbesondere ist der Anhang von Konjugations- und Deklinationstabellen .m begrüßen, woran es bisher in all den zahlreichen erschienenen Lehrbüchern gefehlt hat, so daß man gezwungen war, sich zum Nachschlagen der wissenschaftlichen Grammatiken, etwa der von Strack, zu bedienen. Die Auswahl des Lesestoffes — alte und neueste Literatur —~ ist die eines vorzüglichen Kenners. Was die beiden Büchlein besonders geeignet zum Selbstunterricht macht, ist, daß der Verfasser nie trocken wird, sondern immer lebendig bleibt, sich einfühlt in die Nöte und Bedürfnisse des Lernenden und hohe didaktische Begabung zeigt, indes solche Lehrbücher gewöhnlich daran kranken, daß der Autor oft vergißt, daß er es mit Lernenden zu tun