Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 18 (1935)
- Issue
- Heft 10 (Oktober 1935)
- Article
- Zuckerindustrie [Nachricht]
- Date
- 1935-10-01
- Page
- Seite 554 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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sind in Palästina sehr günstige. Wir behalten uns vor, darüber näheres zu veröffentlichen. — Die Red.) Die Regierung ermäßigte bekanntlich den Zuckerzoll von 10 auf 5 Mils. Solange keine Eigenproduktion besteht, ist diese Maßnahme zu begrüßen. Neue Unternehmungen» Eisenfabrik »Sarah« in Rischon le Zion, Glaskachelfabrik in Tel Aviv, Brotfabrik »Sova« (nach österreichischem Muster) in Tel Aviv, Kapital £ 30.000.—, Automobilbatterien in Tel Aviv. Neue Medikamentenfabrik* Wie »Palcorr« meldet, wurde in Haifa eine neue Fabrik für Medikamente »Hilel« in Verbindung mit der Arbeiterkrankenkasse eröffnet. Kapital £ 4500.—. (Diese Gründung ist einem bekannten Wiener Arzt zu verdanken, der im Interesse des Landes seit Jahren eifrig tätig ist. — Die Red.) Ruthenbergwerke« Die ordentliche Generalversammlung fand am 6. September in London unter Vorsitz von Lord Reading statt, der die von uns bereits gemeldete starke Erhöhung des Stromverbrauches und des Ringewinnes mitteilte. Dieser betrug nicht weniger als rund £P 165.501.— (bei bisher 1 Mill. Kapital). Die wichtigsten Ziffern der Ausgaben sind (abgerundet in £P): Betriebsausgaben 120.000.—, Zinsendienst 28.000.—, Amortisationsfonds 48.800.—. Der Amortisationsfonds hat die Höhe von £P 240.000.— erreicht. Vom Reingewinn zuzüglich £P 34.000.— Vortrag wurden £P 70.000.— dem Reservefonds zugeführt, der nunmehr £P 100.000.— beträgt. £P 25.000.— wurden für Steuern reserviert, der Rest wird als Dividende (7J^%) verteilt werden. (Die Gestion ist eine sehr vorsichtige. Durch die Emission neuer Aktien — bisher 1.2 Mill. £P — ist allerdings das dividendenheischende Kapital stark gewachsen, anderseits ist das neue Werk in Haifa in Betrieb genommen worden. Ob tatsächlich das zweite Jordankraftwert gebaut werden soll, wurde in der Generalversammlung nicht erwähnt. Auch scheint nichts über die Überfremdungsgefahr — siehe Nr. 5, S. 274: Erklärung der Gesellschaft — erwähnt worden zu sein. Ein Mehr an Informationen wäre nicht zu viel gewesen. — Die Red.) KREDITWESEN. Abhebungen und Restriktionen. Wir berichten unter »Wirtschaftsbarometer« über die Beunruhigung des Kapitalmarktes durch die politischen Spannungen. »Palnews« vom 24. September schätzen die Summen der Abhebungen auf 1J/2 Mill. £, wovon nur ein kleiner Teil wieder an die Banken zurückgeflossen ist. Diese haben beschlossen, Wechselkredite nur noch bis 90 Tagen statt wie bisher auf 12 Monate zu geben, wie das am Bau-, Automobil- und Maschinenmarkt (insbesondere im Pumpenhandel) üblich war. Direktor Hoofien sagte in einer Sitzung der Handelskammer vom 30. September, daß das palästinensische Bankensystem imstande ist, jeder Erschütterung standzuhalten. A. P. C. und Barclay's Bank seien bereit, den kleineren Banken Rediskont zu geben. Die General Mortgage Bank gebe unverändert Hypothekenkredite. (Wie die Haltung der A. P. C. und der Barclay's Bank — siehe auch »Wirtschaftsbarometer« — beweist, sind sich die führenden Institute dessen bewußt, daß es ihre Aufgabe ist, in Zeiten der Nervosität beruhigend und ausgleichend aufzutreten. Die plötzlichen starken Restriktionen der Banken können dagegen nur verschärfend auf die Stimmung wirken. Die large Politik, die in bezug auf kurzfristige Anlagen, Ausdehnung der Wechselkredite, relative Kleinheit der eigenen Mittel usw., die wir immer wieder kritisch beleuchtet haben, lange betrieben worden ist, kann nicht auf einen Schlag gebessert werden. Ge-