Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 18 (1935)
- Issue
- Heft 10 (Oktober 1935)
- Article
- Wasserfunde [Nachricht]
- Date
- 1935-10-01
- Page
- Seite 551 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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worden und hat in einer Tiefe von nur 38—40 m große Wassermengen (mindestens 200 m3 per Stunde) erschlossen, Im Arbeiterviertel Neve-Chajim bei Chedera wurde Wasser gefunden. Geophysikalische Gesellschaft. Durch diese (Dr. Stern) wurden seit 1933 zirka 100.000 Dunam bis zu einer durchschnittlichen Tiefe von 200 m auf Wasservorkommen untersucht, und über 55.000 sind Wasser-Untergrundkarten angefertigt worden. 27 Brunnenbohrungen wurden durchgeführt, wobei nur 5 die Untersuchungen nicht bestätigten. Die Wasserfrage wurde in 16 Siedlungen vollständig, in 6 teilweise gelöst. Neue Wasserfunde im Ost'Emek. Hierüber teilt uns Palestine Geophysical Society folgendes mit: 4 Bohrungen, die im Auftrage der Wasserkooperative des Gush-Harod bei Beth-Alpha, Ain-Harod> Tel-Josef und Shattah unternommen worden sind, sind sämtlich in relativ geringer Tiefe auf Wasser gestoßen. Sie ergaben zusammen eine Wassermenge von zirka 225 m3 per Stunde. Dieser Erfolg, der dadurch außergewöhnlich ist, daß in diesem hydrologisch vorher noch völlig unbekannten Gebiet unter 4 Bohrungen nicht eine einzige Fehlbohrung war, ist das Ergebnis einer gründlichen wissenschaftlichen Vorarbeit. Denn den Bohrungen ging eine geologische Klassifizierung des Gebietes durch Dr. Picard und eine systematische geophysikalische Untersuchung des gesamten Gush-Harod durch die Palestine Geophysical Society unter Leitung von Dr. W. Stern voraus. Im Verlaufe dieser Arbeit, die in ihrer Art und Größe die erste in Erez Israel war (sie dauerte zirka 4 Monate und beschäftigte ständig 10 Ingenieure und Arbeiter), konnte Dr. Stern Wasser-Untergrundkarten für den gesamten Ost-Emek aufnehmen, die zu den jetzt so erfolgreichen Bohrungen führten und eine Reihe weiterer aussichtsreicher Punkte für die einzelnen Wirtschaften des Gush-Harod aufzeigten. Die Übereinstimmung zwischen den durch die Untersuchung bestimmten Wassertiefen und den nachträglich erbohrten war eine vollständige. Durch die erfolgreichen Bohrungen ist die den Wirtschaften des Gush-Harod aus den natürlichen Quellen bisher zur Verfügung stehende Wassermenge bereits um zirka 40% vergrößert worden. An weitere Bohrungen zu erneuter Vergrößerung der Wassermengen, die mit der Erweiterung der Wirtschaften Schritt halten sollen, geht man auf Grund des vorliegenden Materials Dr. Sterns mit Zuversicht heran. Der Wasserfund in Ben Schemen. Auch dieser, über den wir in Nr. 7, S. 384, kurz berichteten, ist durch die Arbeit der Geophysikalischen Gesellschaft (in diesem Fall unentgeltlich, da es sich um das Kinderdorf handelte) noch einer gründlichen Untersuchung unter Leitung Dr. W. Stern erfolgt. Es wurde dadurch der optimale Bohrpunkt gefunden und eine stündliche Wassermenge von zirka 150 m3 erzielt. Wassersuche der Regierung. Wir wir erfahren, plant die Regierung auf eigene Kosten aus einem zentralen Punkt im Emek nach Wasser zu bohren. Nur bei Gelingen hätten die beteilten Siedlungen entsprechend zu den Kosten beizutragen. Bewässerungsgesellschaft in Rechoboth. Ing. Theiner hat eine neue Gesellschaft für Bewässerungsanlagen durch Beregnung mittels Apparaten, die er nach den neuen Patenten baut, mit 5000 £ Kapital begründet. Neue Bewässerung in Dagania. Durch einen neuen Bewässerungskanal werden in Dagania A und B 200 Dunam früherer Getreideboden zum Bau von Gemüse und Luzerne verwendet. Nahalal. Die Regierung errichtet ein neues Postgebäude und verwendet dabei ausschließlich arabische Arbeiter. Rücktritt Mr. Turners. Der Leiter der Abteilung des Departements für Landwirtschaft, A. S. Turner, der große Verdienste um die Zitrusindustrie hat, die Versuchs-