Mannheim
Compact Memory

Palästina · 1935-08-01 · Heft 8-9 (August 1935) · p. Seite 491

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
18 (1935)
Issue
Heft 8-9 (August 1935)
Article
Das Viertel südlich von Jaffa [Nachricht]
Date
1935-08-01
Page
Seite 491 (sequence 1)
Language
German
Belongs to
correspondence
OCR quality
95% known words query
IRI
…/2379786-2379926-2379935--21025-2405732
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Tel'Aviv* Das Viertel südlich von Jaffa* Wir haben wiederholt berichtet, daß südlich von Jaffa, durch die King George Avenue mit dem Südteil von Tel-Aviv verbunden, bei Mikweh Israel ein neues jüdisches Viertel entsteht. Ein Teil der dort in jüdischen Händen befindlichen Bodenfläche ist im Besitz der Histadruth. Der Bau der Häuser hat begonnen. Die Arbeiterschaft investiert 35.000 £, die General Mortgage Bank hat eine Anleihe von 85.000 £ für 300 Häuser gewährt. Die Fabrik »Lodzia« und andere Fabriken werden in das neue Viertel übersiedeln. Wie mitgeteilt wird, soll das in jüdischem Besitz befindliche Terrain südlich von Jaffa über 30.000 Dunam betragen, ein Mehrfaches der Fläche des heutigen Tel-Aviv mit seinen ca. 7000 Dunam. (Diese Tatsache sollte, wie man meinen könnte, auf die Preistreiberei in Grundstücken hemmend wirken. In letzter Zeit ist übrigens ein kleiner Rückgang der Preise zu verzeichnen. <— Die Red.) Gasversorgung« Wie »Palnews« mitteilen, soll eine »Tel Aviv Gas Corporation Ltd.« mit 82.000 £ Kapital gegründet werden. Der Gaspreis wird mit 43 Müs per cm3 angenommen. Haifa* Anleihe« Die Stadtgemeinde verhandelt wegen der Aufnahme einer Anleihe von 1/l Million £ zur Modernisierung der Stadt. Kaiplätze« Die Regierung hat bei einer Verauktionierung der Plätze, die durch Aufschüttung am Hafen gewonnen wurden, sehr hohe Pachtpreise (für 75 Jahre) erzielt. Die jüdische Presse kritisiert scharf diese Methode von Vergebung, bei der die Verwaltung der Bodenspekulation durch Hinauftreiben der Pachtrentenpreise großen Vorschub geleistet hat, ebenso die Art, wie die Versteigerung organisiert worden ist. Der Hafen« Die Erweiterungsarbeiten sollen sofort in Angriff genommen werden. INDUSTRIE. Palestine Chemical Industry« Die Blätter melden von neuen Gründungen der Haifaer Chemieunternehmungen. Es soll in Verbindung mit der neuen Zementfabrik (»Schimschon«, siehe Nr. 7, S. 386) eine neue Gesellschaft mit 250.000 £ Kapital gegründet werden, mit Beteiligung der JCJ und unter Präsidium von Dr. Weizmann. (Die endgültige Organisation der neuen chemischen Werke in Haifa ist noch nicht vollzogen.) Palestine Potash Cy« Die Gesellschaft erlitt 1934 einen Verlust von 12.384 £« wobei Amortisationen der Einrichtungen nicht vorgesehen sind. Der Stromverkauf ist um 50% gestiegen. Die Höhe des Produktionskapitals wird nicht bekanntgegeben. Schließung der Seidenfabrik Sachs« Diese in Ramat Gan befindliche Fabrik mußte wegen ungenügenden Zollschutzes gegenüber der japanischen Konkurrenz den Betrieb einstellen. (Wie unter Rubrik »Wirtschafts-Barometer« mitgeteilt, erwägt die Regierung gegen den japanischen Dumping spezielle Zölle einzuführen.) Verbilligung der Strompreise« Die Rutenberggesellschaft hat die Strompreise für industrielle Unternehmungen um 15% für private Benutzer und den Lichtstrom von 30 Müs auf 27 Mils herabgesetzt. (In Jerusalem besteht bekanntlich ein eigenes englisches Elektrizitätswerk, das höhere Preise berechnet. Der Lichtstrom kostet 40 Mils, bei über 25 Kilowattstunden per Monat 30 Mils und sinkt dann auf 25 Mils.)

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.