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Palästina · 1935-08-01 · Heft 8-9 (August 1935) · p. Seite 488

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
18 (1935)
Issue
Heft 8-9 (August 1935)
Article
Die Zitrussaison [Nachricht]
Date
1935-08-01
Page
Seite 488 (sequence 2)
Language
German
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Die Schäden, die das Unwetter in diesem Winter verursachte, werden auf 20% geschätzt, so daß die Exportziffer die von letzter Saison nicht übersteigen wird« Auch in Spanien ist ein ähnlicher Schaden entstanden, doch bessert sich dort die Qualität der Frucht. Ing. Tolkowsky appelliert dann an die Interessenten, mehr Verständnis für den Wert der Einigkeit zu zeigen. Notwendig wäre, daß alle Verkaufsgenossenschaften sich zu einer zentralen Kooperative zusammenschlössen. Ing. Tolkowsky sprach in einer- Sitzung der Börse auch über das wichtigste Zollproblem, die Frage der Preference in England. Die Zollbelastung für Zitrus beträgt 25%. Die Frage der Abfallorangen. Die nötige Einigkeit, die Ing. Tolkowsky verlangte, zeigte sich nicht bei der letzten Sitzung der Orangenkooperativen, die über die Frage der Abfallorangen abgehalten wurde. (Wir haben über diese Frage in Nr. 6, S. 322, berichtet.) In »Hadar« Nr. 6 sagt die Redaktion, daß die Teilnehmer fürchteten, daß eine eigene Kooperative für Verwertung von Abfallorangen zu kostspielig sein würde und deshalb sei nur eine halbe Maßnahme beschlossen worden. In der betreffenden Sitzung erstattete Bravermann den Bericht. Die Fabrik in Rechowoth erzeugt Saft und ätherische Öle, doch ist sie zu klein. Die Summe der Abfallorangen wird in dieser Saison 3 Millionen Kisten sein. Es wurde beschlossen, in den einzelnen Kooperativen eine Campagne für Gründung einer eigenen Genossenschaft für Verwertung der Abfallorangen zu führen. Jedes Mitglied soll 500 Mil per Dunam zahlen und die Arbeit sollte nach Aufbringung von 25.000 £ aufgenommen werden. In einer darauffolgenden Zusammenkunft wurde ein Komitee gewählt, das einen Aktionsplan für die bevorstehende Saison entwerfen soll. Wie »Palnews« mitteilen, wurde eine Gesellschaft »Palpeo« für Gewinnung von Pectin aus Orangenschalen gegründet. Landwirtschaftsrat der Arbeiterschaft. Auf der kürzlich stattgehabten- Konferenz dieses Rates wurde die Lage der jüdischen Arbeit in den Pflanzungskolonien besprochen, wo zwei Drittel der Arbeit noch von Arabern bestritten werden. Um neue 3000 Arbeiter in die Kolonien zu überführen, müßten Hilfswirtschaften zu je V/2 Dunam errichtet werden, die, mit Wohnhaus, je 200 £ kosten. In bezug auf Neukolonisation führte Harzfeld aus, daß die nationalen Stellen mindestens 750 Familien jährlich ansiedeln müßten. Die Arbeitersiedlungsgesellschaft »Nir« erhöht ihr Aktienkapital von 75.000 £ auf das Doppelte und will eine langfristige Anleihe aufnehmen. Sie hat an verschiedenen Plätzen, darunter in Tel Mond und Emek Chefer Anleihen gegeben und auch dem KKL ein größeres Darlehen verschafft. Palestine Agricultural Workers Plantation Ltd. Für die »Ansiedlung der Tausend« (Arbeitshilfswirtschaften für Lohnarbeiter in den Kolonien) wurde seinerzeit diese Gesellschaft gegründet. Wie »Palnews« mitteilen, sind von der »Emica« 50.000 £, von den Herren Sacher und Marx 15.000 £ des Kapitals eingelegt worden, einen Teil hat auch die Pal. Economic Corp. aufgebracht, die sich mit allen Angelegenheiten dieser Aktion befaßt. Bisher sind 500 Hilfswirtschaften (in Rischon, Petach, Tikwah, Herzlia, Raanana, Magdiel, Tel Mond) errichtet worden. Insgesamt sind darin 120.000 £ investiert worden (d. s. 240 £ pro Siedlung). Arbeiterhäuser in den Pflanzungskolonien. Die JA hat 10.000 £ für Häuserbau in den Orangenkolonien bewilligt. (Damit hat die JA in diesem Budgetjahr insgesamt 30.000 £ für Arbeiterhäuser auf dem Lande aufgewendet.) .

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