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Palästina · 1935-08-01 · Heft 8-9 (August 1935) · p. Seite 487

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Journal
Palästina
Volume
18 (1935)
Issue
Heft 8-9 (August 1935)
Article
Die Agrarbank [Nachricht]
Date
1935-08-01
Page
Seite 487 (sequence 2)
Language
German
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scheint, daß es der Regierung gelungen ist, diese Bedenken zu beschwichtigen. Die neue Bank ist unter dem Titel »Landwirtschaftliche Hypothekengesellschaft« mit einem Kapital von 400,000 £ soeben registriert worden. Von jüdischer Seite sind beteiligt: Anglo Palestine Bank, Palestine Economic Corporation und Palestine Corporation, von nicht jüdischer — außer der Regierung — die Ottoman Bank, die Barclays Bank und die Versicherungsgesellschaften Prudential und Guardian Eastern. Diese acht Beteiligten haben je 25.000 £ eingezahlt. Restliche 200.000 £ sollen von anderer Seite (Farmerverband, arabische Banken) aufgebracht werden. Neue Agrarbank* Der nationale Kolonistenverband wird mit Hilfe der JA und der PEC eine landwirtschaftliche Hypothekenbank mit 75.000 £ Kapital errichten, die Siedlern, die jüdische Arbeiter beschäftigen, Darlehen auf 20 Jahre erteilen wird. (Dies ist das Institut, bei dem die Exekutive der JA sich mit 25.000 £ zu beteiligen versprach, natürlich ist es ein rein jüdisches.) Farmerbank» Eine andere Gründung ist die Farmerbank, die von der offiziellen Organisation der Pflanzer (Vorsitz Smilansky) vor einigen Monaten gegründet wurde. Hierüber berichten wir unter »Kreditwesen«. Geulah. Am 20. Juni fand die. Generalversammlung dieser ältesten, von den Chowewe Zion vor mehr als 30 Jahren gegründeten Bodenkaufsgesellschaft statt. Im Jahre 1934 wurde aller Bodenbesitz realisiert. Das Reservekapital der Gesellschaft beträgt 30.000 £. Es wurde beschlossen, von dem Gewinn von 2621 £ 210 £ dem KKL zu spenden, 7% Dividende auf die Anteile zu bezahlen (£P 11.41) und den Rest zu reservieren. Die Zitrussaison 1934/35» Ing. Tolkowsky, Direktor der Zitrusbörse, gibt in einem Bericht (in »Hadar« Nr. 5) eine aufschlußreiche Übersicht über die Verhältnisse in der letzten Zitrussaison. Verschifft wurden 7.3 Millionen Kisten gegenüber 2.5 vor vier Jahren, davon stammten 57.7% von Mitgliedern der Zitrusbörse (1930/31: 36.6%). Die Schwierigkeiten waren groß. Spanien exportierte um 2 Millionen Kisten mehr als im Vorjahr; im Transport, im Hafenumschlag und in der Verschiffung gab es erhöhte Wirrnisse, so daß die Menge des Ausschusses höher war wie sonst, Devisenschwierigkeiten in Deutschland verursachten, daß nur Y2 Million Kisten dort abgesetzt wurden (Vorjahr 1J4)« Alle europäischen Länder mit Ausnahme von Dänemark nahmen beträchtlich mehr ab als im Vorjahr. Leider ist nicht abzusehen, wann die Verbesserungen in den Häfen fertig sein werden, insbesondere die Lagerräume in diesen und an den Bahnstationen. Einige Verbesserungen der Straßen wurden bei der Regierung durchgesetzt. Die Zitruspropaganda-Aktion gab in der letzten Saison 20.140 £P aus (Vorjahr 6700), davon 18.000 £P in Großbritannien. Im nächsten Jahr sollten 24.500 £P aufgewendet werden durch Erhöhung der Abgabe per Kiste von 2 auf 3 Müs. Auf die Zollverhältnisse übergehend sagt Tolkowsky, daß in Österreich die Jaffaorange viermal mehr Zoll zahlt als die italienische. In Polen wurde der Zoll von ZI. 220.— auf ZI. 44.— per 100 kg ermäßigt, das sind noch immer 13 Shilling per Kiste, in Rumänien macht die Belastung 11 Shilling aus. All diese Staaten exportieren relativ ungeheure Mengen von Gütern nach Palästina und beziehen sehr wenig Zitrusfrüchte. Es wäre unbedingt nötig, den Vorschlag, bei allen Ländern das Verhältnis ihres Exportes zu ihrem Import 3: 1 festzusetzen, durchzuführen. Die Regierung müßte trachten, die Importländer zu Zollberabsetzungen zu bewegen und selbst alle Lasten auf die Früchte senken.

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