Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 18 (1935)
- Issue
- Heft 8-9 (August 1935)
- Article
- Verkehr mit Syrien [Nachricht]
- Date
- 1935-08-01
- Page
- Seite 484 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- correspondence
- OCR quality
- 97% known words query
- IRI
…/2379786-2379926-2379935--20963-2405725- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Verkehr mit Syrien* Nach einer Zusammenstellung von »Palnews» gehen 31% des syrisch-libanesischen Exportes nach Palästina (917.555 syr. £), dagegen ist Palästina nur mit 27% (177.953) an der Einfuhr Syriens beteiligt. (Ein syr. £ ist im Werte £P ^.240.) Der Verkehr Polen—Palästina* In den ersten fünf Monaten 1935 betrug die Einfuhr nach Polen ZL 2,918.000 (Vorjahr 733.000), die Ausfuhr von Polen nach Palästina ZI. 4,315.000 (Vorjahr 4,133.000). LANDWIRTSCHAFT UND KOLONISATION. Die Bodentransaktion des KKL. Über diese (siehe Nr. 6, S* 384) wird jetzt bekannt, daß es sich um den Besitz im Distrikt Beisan handelt, wo der KKL zerstreut liegende Flächen mit Arabern getauscht und etwas zugekauft hat, so daß er jetzt dort über eine zusammenhängende Fläche von 25.000 Dunam verfügt. (Die Regierung Samuel hat im Jahre 1922 bekanntlich ca. 400.000 Dunam bewässerbaren Boden, Staatsland, arabischen Familien in großen Losen zugeteilt, trotz des Protestes der JA. Die Käufer, die nicht imstande sind, so große Flächen zu bebauen, verkaufen Teile davon. Die 25.000 Dunam des KKL stammen aus solchen Verkäufen. — Die Red.) Die Fläche soll in drei Siedlungspunkte geteilt werden. Der erste, 10.000 bis 12.000 Dunam, soll an insgesamt 400 Familien zu je 25 Dunam vergeben werden, die infolge der schwierigen Bedingnisse erprobte Pioniere sein müssen» Vorläufig sind in Aussicht genommen: 50 Familien der »Akibah«, 60 Familen »Haschomer Hazair«, Tel Amal, 50 Familien griechischer Juden. Weiterer Kauf des KKL, Der KKL erwarb von der PLDC 2000 Dunam bei Mischmar Haemek. Auf diesem soll der deutsche, in Chedera arbeitende Kibbuz Hazorea angesiedelt werden. Die Arbeiten in Hule. Hierüber berichtet »Palnews« wie folgt: Die Palestine Land Development Company, die die Hule-Konzession erwarb, hatte bekanntlich •Schwierig-' keiten bei der Aufbringung der für die Trockenlegung und Besiedlung erforderlichen Mittel. Nach langwierigen Verhandlungen wurde der Vorschlag unterbreitet, daß der Keren Kayemeth Leisrael und die Emica (eine vom Emergency Fund, Jerusalem, und der ICA, Paris, gemeinsam gebildete Gesellschaft) als gleichberechtigte Partner das Hule-Gebiet übernehmen sollen, wobei die gesamte Investition, die auf etwa 500.000 £P geschätzt wird, seitens der EMICA erfolgen soll. Wie wir erfahren, beschloß die EMICA, bevor durch eine genaue Untersuchung die Kosten der Trockenlegung festgestellt sind, keine endgültige Antwort auf diesen Vorschlag zu erteilen. Die EMICA beauftragte das Unternehmen von Rendel, Palmer und Tritton, London (welches den Haifaer Hafen gebaut hat), eine gründliche Untersuchung des Hule-Gebiets vorzunehmen und einen Trockenlegungsplan mit Kostenanschlag auszuarbeiten. Die Ingenieure des Londoner Unternehmens haben ihre Tätigkeit am Ort mit Hilfe von palästinensischen Landmessern und Arbeitern bereits begonnen. Die Fertigstellung des Planes wird gegen Jahresende erwartet. (Wir haben selbst ähnliche Informationen erhalten, nach denen die Regierung für ihre nicht unter die Konzession fallenden Gebiete im Norden von Hule jene englische Firma mit den Vorarbeiten betraut hat. Ob die EMICA deshalb dieselbe Firma wählte, um eine Einheitlichkeit des Planes zu sichern, oder ob andere Gründe dafür vorlagen, nicht eine jüdische Firma zu betrauen, ist nicht bekannt. Wie wir erfahren, hat die englische Firma keine jüdischen Hilfskräfte angetsellt. Die jüdische Öffentlichkeit Palästinas ist sehr beunruhigt darüber, daß die jüdischen Institutionen nicht eine jüdische Gesellschaft gewählt haben. Aufklärung darüber wäre dringend erwünscht. — Die Red.)