Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 18 (1935)
- Issue
- Heft 8-9 (August 1935)
- Article
- Öffentliche Finanzen [Nachricht]
- Date
- 1935-08-01
- Page
- Seite 481 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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mit 2.6 Millionen £P 48% aus. Die nächst höchste Einnahme lieferten Lizenzen und Steuern: 1,075.295 £R Die Regierung hatte die Zolleinnahmen nur mit 1,650.000 £ veranschlagt. In den Ausgaben (1,323.000 £P) spielen die größte Rolle Polizei, Gefängnisse, Grenzkorps, Verteidigung mit 816.000 £ oder 25%. Die Landwirtschaft wurde bloß mit 147.620 £P, das sind 2.7% der Gesamteinnahmen (!) bedacht, Sanität mit 166.311, Erziehung mit 201.498, öffentliche Arbeiten mit 277.868. Die Überschüsse der Regierung betrugen am 31. März 1934, wie schon mitgeteilt, 4,733.500 £P. Subventionen* Im Budget für 1935/36 sind folgende Subventionen für jüdische Institutionen vorgesehen (alles in £, Vorjahr in Klammern): Schulen 36.000 (28.000), Gesundheitswesen, soziale Fürsorge 14.800 ( 7500), Versuchsstation 6500 (4500), zusammen 57.550 (38.950). Die Regierungsschulen* Die »arabisch-palästinensische« Partei des Mufti hat eine Beschwerde über das geringe Ausmaß des Schulwerks für die Araber an die Regierung gerichtet, 75% der arabischen Bevölkerung seien Analphabeten, indes die Regierung einen Überschuß von 5 Mill. Pfund in den Kassen hält. Groteskerweise beschuldigt das Memorandum die Zionisten, an dieser Sachlage schuld zu sein. (Dadurch wird aber die Berechtigung der Klage nicht entkräftet. Wir haben wiederholt und sehr ausführlich darauf hingewiesen, daß das Schulwerk der Regierung für die Araber ein völlig ungenügendes ist. Im Gegensatz zu den Behauptungen der Muftipartei haben führende Zionisten stets darauf hingewiesen, daß die Hebung der arabischen Bevölkerung im Interesse des Fortschrittes des Landes, daher auch der Juden gelegen sei. —- Die Red.) Die Frage der Subventionierung der religiösen Gerichte. Der Oberkommissär beantwortete die Eingabe des Waad Leumi um Subventionierung der jüdischen religiösen Gerichte, da auch die moslemische Subvention erhalte, daß letztere demnächst eingestellt werden wird, daher er auch die jüdische nicht subventionieren könne. Juden in der Polizei* 30 jüdische Jugendliche wurden in die Polizeischule von Jerusalem aufgenommen. Judenstaatspartei. Diese wurde nicht legalisiert, da ihre Forderung nach einem Judenstaat mit dem Mandat nicht im Einklang stehe. Es wurde auch die Abhaltung von Versammlungen für die Kongreßwahlen verboten. JEWISH AGENCY. Die Tagungen in Luzern* Außer dem Zionistenkongreß (20. August, Eröffnung) und dem Council der Jewish Agency (2. September) wird in Luzern auch der Verwaltungsrat für die Hebräische Universität (5. September) und die Exekutive des Comite des Delegations Juives und des Jüdischen Weltkongresses tagen (8. September). Der Zionistenkongreß* Die Tagesordnung sieht für den 20. August 8 Uhr abends außer der Eröffnungsrede Sokolows auch ein Referat von diesem über »Die Lage des jüdischen Volkes und der Zionismus« vor. An weiteren Kongreßreferaten sind die folgenden festgesetzt worden: David ben Gurion: Probleme der Verwirklichung des Zionismus. Dr. Arthur Ruppin: 25 Jahre Zionistische Kolonisation. M. Ussischkin: Die Leistungen und Probleme des KKL.