Mannheim
Compact Memory

Palästina · 1935-08-01 · Heft 8-9 (August 1935) · p. Seite 403

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
18 (1935)
Issue
Heft 8-9 (August 1935)
Article
Die Entwicklung der jüdischen Landwirtschaft in Palästina und ihr gegenwärtiger Stand
Date
1935-08-01
Page
Seite 403 (sequence 2)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
98% known words query
IRI
…/2379786-2379926-2379935-2405386--20805-2405644
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

rechnet, so kommt man auf vielleicht 460.000 metrische Dunam, Dem- 403 gegenüber erklärt Dr. Granowsky in seinem Buch »Die Bodenfrage und der jüdische Aufbau in Palästina« (1931), daß Anfang des Jahres 1930 die Gesamtfläche des jüdischen Besitzes 1,015.123 metrische Dunam betrug; wenn man davon die Fläche abzieht, die von 1920 bis zum Beginn des Jahres 1930 erworben wurde (wie wir weiterhin sehen werden), so ergibt sich, daß die Juden in jener Periode (bis 1920) 576.538 metrische Dunam erworben haben. Diese Ziffer wird auch in dem Hefte »Zählung der jüdischen Landwirtschaft« (Report and General Abstracts of the Census of Jewish Agriculture) erwähnt, die im April 1927 veranstaltet wurde. Leider gibt es noch keine sichere Quelle, aus der wir die genauen Ziffern unseres Bodenbesitzes schöpfen können. Bs scheint, daß dazu eine vollständige und umfassende Aufnahme der Landwirtschaft nötig ist. Bis dahin nehme ich die größeren Zahlen an, aus dem Wunsche, daß unser Bodenbesitz möglichst groß sei. Die Bodenerwerbung verteilt sich auf die verschiedenen Zeitabschnitte wie folgt: Bis Kriegsende...... . 576.538 metrische Dunam 47.6% 1920/24 5 Jahre ...... 193.450 „ „ 16% » 1925/29 5 „ ...... 245.135 „ ,, 20.2% 52.4% 1930/34 5 „ ...... 195.950 „ 16.2%' _ 1,211.073 metrische Dunam 100% Im Zeitraum der letzten 15 Jahre erlösten die Juden mehr Palästinaboden als in der vorausgehenden Zeitspanne von mehr als 40 Jahren. Innerhalb dieser 15 Jahre erwarben sie am meisten in den mittleren 5 Jahren, das zeigt, daß in den letzten 5 Jahren der wirtschaftlichen Konjunktur und der Anhäufung jüdischen Geldes weniger Boden erlöst wurde, als in den ihnen vorausgegangenen, die als eine Zeit der Krise der Jischub bekannt sind. Diese Einschränkung der Käufe an Stelle ihrer Vergrößerung hat viele Gründe. Die wichtigsten, ihrer Bedeutung nach geordnet, sind die folgenden: 1. Das Spekulantentum.'2. Die Schwierigkeiten beim Kauf kleinerer Bodenf lachen, die nicht den Effendis, sondern den Fellachen gehören. 3. Die Neigung der Einwanderer der letzten Jahre, sich in die bestehenden Wirtschaften einzufügen und nicht von Anfang an zu beginnen. Drei bestimmte Jahre waren dem Bodenerwerb viel günstiger, als die anderen und diese waren: mctr. Dunam 1921: Kauf von Block Nud:s und Nahalal durch den KKL . 90.785 1295: Kauf von weiteren Emekböden durch KKL und private Gesellschaften ...............101.131 1934: Kauf der Sümpfe von Hufe und von Jokneam durch die PLDC . ................. 102.114 294.034 das sind 46.2% der Flächen, die in den letzten 15 Jahren gekauft worden sind.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.