Mannheim
Compact Memory

Palästina · 1935-08-01 · Heft 8-9 (August 1935) · p. None

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
18 (1935)
Issue
Heft 8-9 (August 1935)
Date
1935-08-01
Page
None (sequence 5)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
98% known words query
IRI
…/2379786-2379926-2379935--20788-2405631
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

5 entity mentions

Größer aber noch als diese Leistung Beins ist das Zweite, das dieser Herzl- Biographie ihren Rang und ihre Bedeutung in der Herzl-Literatur verleiht. Sie ist ein wissenschaftlich-historisches und als solches ein künstlerisches Werk ersten Ranges. Was ist das wahre Wesen der Biographie wie der Geschichtsschreibung überhaupt? Doch nicht etwa nur die lückenlose Aneinanderreihung der aus den Quellen gewonnenen Tatsachen nach ihrem zeitlichen Ablauf, sondern die Kunst, das Leben des Menschen, dem die Darstellung gewidmet ist, in seinem Werden und Wachsen oder Sinken von innen heraus zu erspüren, im Knaben oder Jüngling den Mann zu ahnen, in leisesten Andeutungen, im Gefühl, im Wort, in der Tat des Dargestellten, und möge sie zunächst noch so undeutlich und bedeutungslos erscheinen, die Linie der Lebensbahn zu verfolgen, und zu all dem die Fähigkeit, sich im Augenblick des Forschens, Erkennens und Darstellens von dem gleichen — heißen oder kühlen — Atem tragen zu lassen, den das Leben des dargestellten Menschen geatmet hat. . . . Ich will nur noch auf eine hohe Tugend des neuen Herzl-Biographen hinweisen: er ist als echter Historiker ehrlich und wahrheitsliebend auch gegenüber dem Manne, dessen Leben er darstellt. Er verschleiert und beschönigt die geschichtliche Wahrheit nicht. Wo er Irrtümer und Fehler sieht, Unzulänglichkeiten, Menschliches, Allzumenschliches, geht er darüber nicht hinweg. Aber gerade dadurch entsteht in dem Buche das echte Bild von Theodor Herzl, der nicht ein Mythos, eine Legende, sondern ein Mensch mit allem Menschlichen, seinen Schwächen und Irrtümern gewesen ist. ....... . . . . Das Leben Herzls wird zum Roman, zur Ballade, zum Drama..... Atem der Geschichte weht dich an; ein Mensch wird vor deinen Augen der Lenker der Geschicke seines Volkes. Selbstwehr vom 19. Juli 1935 (Adolf Pollak). »Dieses Buch ist kein Ende, sondern ein Anfang«, sagt Alex Bein in der Einleitung zu seiner großen Herzl-Biographie. Aber in diesem Anfang sind das Leben, das Werk und auch die Zeit Herzls in einer bisher unerreichten Vollständigkeit dargestellt. ... Es ist ein Buch voll Leben und Geschichte, das verdient, ein Volksbuch zu werden, zu dem wir immer wieder zurückkehren werden, wenn wir Stärke und Zuversicht aus der heroischen Zeit unserer zionistischen Vergangenheit schöpfen wollen. Hajarden (Zeitung der Revisionisten). . . . Dr. Alex Bein verstand es, uns ein wertvolles Buch zu geben, das zum täglichen Lesebuch für jeden Zionisten werden sollte; für jeden, der den Schmerz seines Volkes spürt; für jeden, der mit Herz und Seele für die jüdische Befreiungsbewegung ist. Mitteilungsblatt der Hitachduth Olej Germania« ... Es ist eine wissenschaftlichhistorische Arbeit, die durch die lebendige Darstellung der Tatsachen mitreißt. . . . Das Buch gehört in die Hand jedes Zionisten. Karnenu (Zeitschrift des Keren Kajemeth). Englische Ausgabe vom Juli 1935. Dieses Werk wird beinahe sicher in sehr kurzer Zeit den Platz eines Standardwerkes über Herzl und Herzls Beitrag zur zionistischen Bewegung einnehmen. Aus der allgemeinen jüdischen Presse: Israelitisches Familienblatt, Berlin, vom 17. April 1935. Ein Meisterwerk — und wir wissen sehr wohl, wie sparsam man mit einem solchen Prädikat umzugehen hat. Deutsche Israelitische Zeitung »Die Laubhütte«» Das Buch ist ein Standardwerk, da es über die zeitgenössischen Strömungen ein erschöpfendes, klares Bild ergibt und über das Werden der neuzionistischen Bewegung von ihren Wurzeln an bis zu ihren feinsten Verästelungen erschöpfend berichtet. Aus der allgemeinen Presse: La Bourse Egyptienne, Cairo, 22. Juli 1935. In seiner Biographie über Theodor Herzl . . . hat Alexander Bein das Verdienst, uns nicht nur die Verkettung der Tatsachen in diesem interessanten und bedeutenden Leben Herzls und den historischen Plan erfassen zu lassen, nach dem dieses Leben abrollte, sondern auch die Persönlichkeit selbst in aller Kompliziertheit ihrer Seele und ihres Geistes. Palestine Post, Jerusalem, 9. Juni 1935.....Ein Buch, das, erstaunlich genug, nicht eine Zeile zu lang ist. Dr. Bein gestattet seinem Gegenstand stets für sich selbst zu sprechen. . . . Es ist kein Zweifel, daß dieses Buch allmählich nicht nur ein Standardwerk für die frühe zionistische Geschichte, sondern auch für die allgemeine Schilderung der europäischen Angelegenheiten um die Jahrhundertwende werden wird.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.