Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 18 (1935)
- Issue
- Heft 7 (Juli 1935)
- Article
- [Nachricht]
- Date
- 1935-07-01
- Page
- Seite 390 (sequence 2)
- Language
- German
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Palestine and Trans Jordan« Report by H. M. Government for the Year 1934, Colonial Nr, 14, mit einer Tabelle und einer Karte, London, 1935, S. 307. Ports, Wrecks and Fisheries, Ordinance and Regulations. Beiheft zum Commercial Bulletin. Herausgegeben vom Department of Customs, Excise and Trade, Haifa, S. 87. Karte von Palästina, Maßstab 1 :500,000, Verlag Steimatzky, Publishing Comp. Ltd., Jerusalem. Hajam (Das Meer), von Dr. E. Libmann, mit 13 Bildern, 2 Tabellen und 7 Tafeln, Verlag Hattewa wehaarez, Tel-Aviv, S. 76. Zeitschriften» Wizo, Nr. 18/19 (Bericht der 8. Konferenz), London. Der Ausweg, Nr. 8, Paris. Zeitschrift des Deutschen Palästina-Vereins, Bd. 58, Nr. 1/2, Leipzig. Internationale Rundschau der Arbeit, Nr. 6, Berlin—Genf. Hadar, Nr. 5, Tel-Aviv. Boust'nai, Nr. 8—12, Rechoboth. Hassadeh, Nr. 9, Tel-Aviv. Hatteva we haarez, Nr. 5/6, Tel-Aviv. Jedioth Iriath Tel-Aviv, Nr. 6, Tel-Aviv. Niw Hakwuzah, Ijar, Tel-Aviv. BESPRECHUNGEN. Iraq. From Mandate to Independance by Ernest Main, M. A. With Foreword by Lord Lloyd of Dolobran. Mit 31 Bildern und 2 Karten. Verlag George Allen & Unwin Ltd., London, 1935, S. 267. — Der Verfasser ist ein genauer Kenner der Verhältnisse des Iraq und differenziert sich von jenen britischen Politikern, die, wie Philby, Lawrence, Miß G. Bell u. a., vom Arabertum fasziniert, allzu einseitige Parteigänger der arabischen Interessen wurden. Er steht der Politik von Lawrence skeptisch gegenüber und gibt ihr die Schuld an den späteren Wirren im Iraq, indes seine militärischen Erfolge keinerlei Bedeutung für den Enderfolg gehabt hätten. In bezug auf den Status des Iraq läßt der Autor durchmerken, daß er ein britisches Protektorat für besser gehalten hätte als Mandat und spätere tlnabhänggikeit unter britischer Kontrolle. Er unterstreicht stark die Wichtigkeit, die Iraq für die britischen Reichswege hat und findet sie namentlich durch die britischen Luftflottenstationen im Lande gesichert. Auch zur Abwehr von Angriffen und zur Aufrechterhaltung der Ordnung hat die britische Luftflotte unschätzbare Dienste geleistet. In ihr sieht Mr. Main die wichtigste Sicherung für England im Nahen Osten. Ihre Kosten sind 1J^ Millionen Pfund per Jahr. Als Gefahrenzone bezeichnet Mr. Main die nördlichen und östlichen Berge Iraks, wo Kurden und Assyrer wohnen, und den mittleren Euphrat mit unbotmäßigen Araberstämmen. Über die arabischen Einheitsbestrebungen spricht sich Mr. Main sehr skeptisch aus. Der arabische Nationalismus ist durch den Krieg frühreif geworden. Die Masse hat gar keine politischen Interessen. Im übrigen strebt der Araber nach Unabhängigkeit und ist voll Mißtrauens. Er wird deshalb gegen jede Form der Vereinigung kämpfen. Der Traum einiger Politiker von einem syrisch-irakischen Reich unter Feisal ist mit dessen Tod ausgeträumt, Abdullah zählt nicht und Ibn Saud hat genug zu tun mit der fürchterlichen Rückständigkeit seines eigenen Reiches. An dieser Stelle ist von besonderem Interesse, was Mr. Main über Palästina sagt, denn er ist sicher ein unbefangener Beobachter, der die Dinge von Bagdad her und vom Gesichtspunkt der englisch-arabischen Beziehungen aus betrachtet. Palästina, so sagt er, ist der westliche Stützpfeiler für Großbritannien, der Brücke Mittelmeer—Indien.