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Palästina · 1935-07-01 · Heft 7 (Juli 1935) · p. Seite 387

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Journal
Palästina
Volume
18 (1935)
Issue
Heft 7 (Juli 1935)
Article
Bank Serubabel [Nachricht]
Date
1935-07-01
Page
Seite 387 (sequence 2)
Language
German
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zirka H Million Pfund. Es geht daraus hervor, daß die Mitgliedsgenossenschaften ihrer Pflicht, ihre Reserven bei Serubabel zu konzentrieren, nicht nachkommen. (Wir bemerken hiezu, daß diese Politik unrichtig ist. Die Kooperativen kommen um die großen Vorteile der Konzentration ihrer Kräfte, wenn sie nicht ihre Zentralbank stark machen. Ein solches Vergehen könnte sich an ihnen in Zeiten abgleitender Konjunktur schwer rächen, aber auch in der jetzigen Zeit schwächen sie dadurch die eigenen Möglichkeiten. — Die Red.) Die Reserven von Serubabel selbst betrugen Ende 1934 32.960 £P. Große Reserven sind nur für Kontokorrentabhebungen notwendig. Die Schuldscheine bedürfen nur einer kleinen Reserve, da sie sechsmonatlich kündbar sind. Da aber die Einlagen der Bank aus Reserven der angeschlossenen Genossenschaften bestehen, muß ihre Reserve entsprechend groß sein. (Wir bemerken zu diesen Mitteilungen des Geschäftsberichtes, daß in dieser liquide Anlagen [Kassa, Bankguthaben, Wertpapiere] als »Reserven« bezeichnet werden. Sie sind es zwar banktechnisch, aber nicht bilanzmäßig. Der Reservefonds in der Bankbilanz beträgt nur 816 £. Es wäre besser, eine präzisere Ausdrucksweise zu wählen. Die Red.) In der Bilanz finden wir als hauptsächliche Posten unter Aktiva (alles abgerundet, in £P): Kassa, Bankguthaben: 23.000, Effekten 10.000, kurz- und mittelfristige Darlehen 80.000, langfristige 6500 (gedeckt durch Darlehenbonds), Treuhandfonds der Olej Germania 3300 (Bilanzsumme 124.300). Passiva: Anteile und Reserven 8600, Schuldscheine (Ausgaberecht 250.000) 69.000, Depositen 37.700 (von den angeschlossenen Genossenschaften), Darlehenfonds 5300 (Treuhanddepots 3100). Der Gewinn betrug 888 £, davon sind 600 dem Reservefonds überwiesen worden. Wir bemerken hiezu, daß bei Analyse des Aufbaues der Bilanz die Gebarung vorsichtig erscheint, da, wenn man die Hauptziffern in Anschlag bringt, einer Schuldensumme von 69.000 £, an die eigenen Genossenschaften 38.000 £, von deren eigenen Einlagen stehen und 33.000 £ liquid waren. Die Bilanz macht eher den Eindruck einer sehr zurückhaltenden Geschäftsgebarung. Wie weit die Bank die angeschlossenen Genossenschaften, auf denen das eigentliche Risiko ruht, kontrolliert und wie deren Gebarung befunden wurde, geht aus dem Bericht nicht hervor. Die Genossenschaften würden, wie schon bemerkt, gut tun, sich enger an die Zentralbank anzuschließen, als es der Fall ist. Die Frage der Industriebank« Hierüber schreibt, Joseph L. Cohen in »The New Judaea«, Nr. 8/9. Er warnt vor dem Schlagwort der Notwendigkeit einer Industriebank. Ein Bankier muß imstande sein, die Risken, die er eingeht, auszuwählen. Eine Industriebank müßte befähigt sein, die ganze Entwicklung der Industrie zu überwachen. Demgegenüber ist zu sagen: Die eventuellen Hypothekenkredite sind nicht gedeckt durch die Fabriksobjekte, weil deren Wert sehr zweifelhaft ist. Im allgemeinen ist in Palästina noch keine lange Erfahrung in der Industrie vorhanden, man kennt weder ihre künftigen Möglichkeiten, noch ihre Rentabilität. Alle Erfahrungen in anderen Ländern sprechen gegen den langfristigen Industriekredit. Eine Mischung und Auswahl der Risken gibt es dabei nicht, sondern nur ihre Multiplikation, da sie alle gleich sind. Man kann nur empfehlen, daß sich die kreditgebenden Gesellschaften usw. auf einzelne ausgewählte Fälle beschränken, die sie genau kontrollieren können. Der KH soll nur dort partizipieren, wo es sich um öffentliche Interessen handelt. Vorschußkassa der deutschen Einwanderer* Die Kupwath Milwe schel Olej Germania zählt jetzt 576 Mitglieder. Bis 30. April wurden 1383 £ eingezahlt und 5263 Darlehen gegeben. Warenwechsel wurden im Betrag von 839 £ diskontiert.

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