Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 18 (1935)
- Issue
- Heft 7 (Juli 1935)
- Article
- Mandatskommission [Nachricht]
- Date
- 1935-07-01
- Page
- Seite 380 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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nach Transjordanien sagten sie, ihr stünden grundsätzlich keine Hindernisse entgegen, wohl aber sprächen dagegen noch immer Gründe politischer Zweckmäßigkeit. Der Bericht der J. A. enthält eine Zusammenfassung der Leistungen der Juden (die darin enthaltenen Daten sind unseren Lesern aus unseren laufenden Mitteilungen bekannt). Der Bericht weist darauf hin, daß zu wenig Arbeiterzertifikate für Juden ausgegeben werden, indes die illegale arabische Einwanderung von Arbeitern sehr groß ist» Auch die Beschäftigung von Juden in den öffentlichen Diensten ist unbefriedigend. Amnestie, Bei der anläßlich des Königsjubiläums erteilten Amnestie wurden die beiden Juden Chinkis und Urphali, die bei den Unruhen 1929 sich bewaffnet gewehrt hatten, sowie 13 an diesen beteiligte Araber begnadigt. Mehreren Dörfern wurde der Rest der kollektiven Geldstrafen (insgesamt 26.500 £ von ursprünglich 35.000) erlassen. Zusammenstöße. Bei Kfar Chassidim fand (wie schon kurz gemeldet) am 28. Mai ein Zusammenstoß statt, da ein Trupp Araber KKL-Boden betreten wollte. 4 Juden und 5 Araber wurden verletzt, 17 Araber verhaftet. Aus dem arabischen Lager. Dr. Khaldi gründete eine neue Nationalpartei, die Reformpartei, die für die Einigung im arabischen Lager bemüht sein will. — Die Nashashibipartei überreichte dem Oberkommissär die Forderung der Einstellung der jüdischen Einwanderung und des Verbots der Bodenverkäufe an Juden. (Wie oft werden diese leeren, demonstrativen Forderungen, die die Mandatarmacht nicht erfüllen kann, noch wiederholt werden? — Die Red.) ÖFFENTLICHE VERWALTUNG. Landtransaktionen« Nach dem Bericht der Regierung fanden 1934 36.555 Bodentransaktionen statt (Vorjahr 28.293). An Gebühren nahm die Regierung 330.481 £P ein. Die »landlosen« Araber» Nach dem Bericht der Regierung sind von 3236 Gesuchen »landloser« Araber um Ansiedlung bloß 656 genehmigt worden. Die Regierung gab bisher 72.240 £P für Boden (17.868 Dunam) zur Ansiedlung solcher Familien aus. Die Beduinen vom Norden von Wadi Chawerith sind jetzt im Tulkarm-Distrikt angesiedelt (Staatsdomäne Bassa Sheikh Muhammed). Jene vom Süden von W. Ch. haben mit dem Gelde, das sie vom KKL erhielten, sich auf einem Stück Boden, das nicht im Besitz des KKL ist und im angrenzenden Kabani etabliert. (Anscheinend denken die 656 anerkannten Familien nicht daran, sich ansiedeln zu lassen, denn der Bericht sagt, daß nur wenig von ihnen tatsächlich aufs Land gehen, da in der Stadt lohnende Beschäftigung zu finden ist. — Die Red.) Landentwicklung* Nach dem Bericht der Regierung für 1934 sind bisher die Arbeiten der Festsetzung der für ein geordnetes Grundbuch nötigen definitiven Eigentumsverhältnisse in 161 Dörfern mit zirka 2 Millionen Dunam abgeschlossen worden. Es ist nicht angegeben, wieviel Gemeinbesitz (Mescha) bisher mäfruziert (aufgeteilt) wurde. Die Regierungsschulen« Nach dem Bericht der Regierung hat sich ihr Schulwesen für die arabische Bevölkerung nur wenig verbessert. Die Zahl der Schüler stieg von 26.553 (1933) auf 30.714 (1934). Von den Aufnahmesuchenden konnten nur 62% aufgenommen werden. Der Prozentsatz der schulbesuchenden Kinder von der gesamten Jugend im schulpflichtigen Alter wird nicht angegeben, beträgt aber nur ein Bruchteil. Denn insgesamt gingen in öffentliche und private Schulen 40.088 moslemische Kinder, indes es 1934 wahrscheinlich 200.000 im Alter von 5 bis 15 Jahren gab. Es gehen also nur zirka ein Fünftel dieser Kinder in die Schulen (öffentliche und private). Die Gesamtzahl der jüdischen Kinder, die Schulen besuchen, war um 10% größer, als die der