Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 18 (1935)
- Issue
- Heft 7 (Juli 1935)
- Article
- Das Wirtschafts-Barometer: Juni 1935
- Date
- 1935-07-01
- Page
- Seite 376 (sequence 4)
- Language
- German
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- Haifa 3× ep/1047930
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Textilwaren: Die Einkaufsdispositionen der Importeure für die Herbst- und Winter-Saison sind nunmehr im wesentlichen abgeschlossen; sie haben gemäß dem erweiterten Bedarfsrahmen den Vorjahrsumfang beträchtlich übertroffen. Die Orders für Wollstoffe gingen vor allem nach Österreich, Frankreich, England und Italien, füi Baumwollstoffe nach England und der Tschechoslowakei, für Seidenstoffe nach Frankreich und Italien, für Kunstseidenstoffe nach Italien und der Tschechoslowakei, während der Textilienbezug aus Japan auffällig abgenommen hat, wenigstens der reguläre — während es immerhin vorkommen mag, daß ein irregulärer Import von japanischer Ware den Weg über das mit wesentlich niederigeren Zöllen ausgestattete Syrien- Libanon und die ziemlich unkontrollierte tr ans jordanische Grenze wählt. Sehr erfreulich entwickelt sich der Absatz der heute in Palästina selbst erzeugten Seiden- und Kunstseidenstoffe, sowie Vorhang- und Möbelstoffe, deren Konkurrenzfähigkeit nunmehr erwiesen ist und mit Interesse jetzt auch den Aufbau einer einheimischen Baumwollweberei (in Kfar-Atta) erhoffen läßt. Im Einzelhandel ist nach Schawuoth das Geschäft etwas ruhiger geworden; im allgemeinen ist man zufrieden, besonders hinsichtlich des Absatzes von Kunstseidenstoffen. Holz: Bei starkem Bedarf und dank vorsichtiger Lagerhaltung erscheint Bauholz gut behauptet. Loko pro Kubikmeter notieren weiße Tannen- und Fichtenbretter 2,700 (Vormonat: 2,550) £P, weiße Kiefernbretter 3,500 (Vormonat: 4,800 bis 4,900) £P, weiße Kiefernpfosten 4,700 (Vormonat: 4,350) £P, Buchenpfosten und Buchenbretter 5,500 (Vormonat: 4,750) £P. Wie jetzt bekannt ist, wird der Bauholzimport bis auf weiteres auch fernerhin ausschließlich über Haifa zugelassen werden, um den Jaffaer Hafen heute zunächst zwecks Durchführung der Erweiterungsarbeiten und vom Herbst an wieder im Interesse des Orangen-Exportes zu entlasten. Wie man weiß, hat die Handelskammer für Tel-Aviv und Jaffa schon vor Jahr und Tag angeregt, einen Spezial-Holzhafen an der Mündung des Jarkonflusses in Tel-Aviv- Nord zu errichten. Dieser Vorschlag soll demnächst in neuer Formulierung und Begründung der Regierung abermals dringlichst unterbreitet werden. Gut behauptet ist das Geschäft in Möbelholz, bei unverändertem Preisniveau. Saisongemäß zu erwähnen ist der Markt der hölzernen Baumstützen; loko pro 100 Stück notieren lange Stangen 1,200 £P und Gabelstangen —500 £P, was bei diesem hauptsächlich aus Rußland und Rumänien bezogenen Erzeugnis eine gewisse Verbilligung gegenüber letzter Notierung darstellt, eine Folge des geringen Ilmfanges der Neuanpflanzung. Zement und Baukeramik: Die Zementfabrik »Nescher« bei Haifa hat nach Vollendung ihrer Erweiterungsbauten seit dem letzten Mai-Drittel nunmehr ihre Produktion, wie seit langem geplant, verdoppeln können. Gleichwohl erfordert der kräftige Materialbedarf unserer Bauwirtschaft nach wie vor einen zusätzlichen Zementimport, der hauptsächlich aus Jugoslawien, Belgien, der Tschechoslowakei, England und Rußland herkommt. Gegenwärtig notiert auf der Frachtbasis »frei Bahnhof Tel-Aviv« Inlandszement 2,820 £P (unverändert) und Auslandszement »frei Hafen Jaffa oder Haifa« 2,700 bis 2,750 (Vormonat: bis zu 3,— ) £P. Erwähnt sei noch, daß die zweite Zementfabrik Palästinas, »Schimschon, Ltd.« in Har Tow, nach jetzigen Dispositionen im Herbst 1936 eröffnet werden wird. Lebhaft ist, was Baukeramik betrifft, das Geschäft in Kacheln und Platten, bei heftigem Preiskampf, in den, soweit es sich um Platten handelt, mehr und mehr auch Inlandserzeugnisse von ständig steigender Qualität flott eingreifen. . Eisen: Die Nachfrage ist für alle Artikel zu Bauzwecken äußerst stark und das Preisniveau gut behauptet. Pro Tonne loko erzielen nach wie vor Eisenträger 7,500 £P, Rundeisen (zur Betonarmierung) von 8,050 £P aufwärts, warmgewalzter Draht bis