Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 18 (1935)
- Issue
- Heft 7 (Juli 1935)
- Date
- 1935-07-01
- Page
- None (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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PALÄSTINA ZEITSCHRIFT FÜR DEN AUFBAU PALÄSTINAS XVIII. Jahrg. Juli 1935 Nr. 7 Das Wasserproblem Palästinas im Lichte geologischer Ansichten Von Dr.-Ing. A* Werber, Tel-Aviv. Vorb. d. Red. Aus Gründen der Objektivität geben wir Polemiken über wichtige sachliche Fragen Raum. Dr. Picard, Dezernent für Geologie der Hebräischen Universität Jerusalem, veröffentlichte in der März-Nummer 1935 dieser Zeitschrift einen Artikel unter dem Titel »Das Wasserproblem Palästinas«. Es wäre hinzuzufügen gewesen: »im Lichte geologischer Ansichten«, da der Gegenstand nur vom Standpunkt geologischer Forschungen behandelt wurde. Dagegen ist gewiß nichts einzuwenden. Doch genügt meiner Ansicht nach diese Betrachtungsweise nicht, um zu endgültigen Urteilen zu gelangen. Ich will auch hier gar nicht in die Frage der Klassifizierung der Schichtwasserhorizonte eingehen, denen Dr. Picard den größten Teil seiner Arbeit widmete, da sie praktisch nicht viel bedeutet, auch nicht in seine Ansichten über »Verwerfungswasser« und die nicht ganz zutreffenden Ziffern über die Ergiebigkeit verschiedener Quellen (hier sei nur erwähnt, daß die Quellen im Hulebecken El Khalsa, Jahulah, Melaha, die der Reihe nach mit 460, 380, 2350 m3 pro Stunde angeführt werden, nach unseren genauen Messungen 760, 330 und 2210 m3 pro Stunde betragen), ebenso über das »Karstwasser«, welchem Dr. Picard ganz im Gegensatz zu seiner Wichtigkeit so wenig Bedeutung beimißt, auch nicht über die Methoden der Wasserforschung und Wassererschließung, deren Tenor ist: geologische Forschungen seien das Um und Auf jeder Tätigkeit auf dem Gebiete der Wasserbeschaffung im Lande, während sie meiner Meinung nach nur als oft angenehme Hilfsmittel zu werten sind; ich will mich nur mit einer Frage befassen, welche ich im Gegensatze zu Dr. Picard als die Lösung der Wasserfrage in Palästina halte: der Errichtung von großen Staubecken im Gebirge und Hügellande Palästinas. Diesbezüglich glaube ich, daß,, wie erwähnt, die von ihn angewendete rein geologische Betrachtungsweise nicht zureicht und dadurch ein etwas verzerrtes Bild der Wasser-