Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 18 (1935)
- Issue
- Heft 6 (Juni 1935)
- Article
- Die Kolonien in Galiläa [Nachricht]
- Date
- 1935-06-01
- Page
- Seite 324 (sequence 2)
- Language
- German
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Führung von Mr. Mohl, Leiter der Farmerbank, bereiste vom 5. bis 7. Mai alle galiläischen Kolonien und nahm die Wünsche der Kolonisten entgegen. Diese wollen vor allem definitive Verträge von der Pica, die sie bis heute noch nicht besitzen. Vorher kann von Bodenabtretung keine Rede sein. Straße bei Ness Zionah. Zwischen Ness Zionah und den umliegenden Arbeitersiedlungen wird eine neue Chaussee, V/2 km lang, gebaut werden. STÄDTE. Die Haussteuer» Im Jahre 1934 waren die Steuersätze, die die Hausbesitzer zu bezahlen hatten, in: Jerusalem 8%, Tel-Aviv 7l/Z%, Jaffa 12%, Sichern 7J^%, Haifa- Akko 6% der Mieteinnahmen. Bekanntlich besteht außerdem eine staatliche Hausbesitzsteuer. Jerusalem. Die neue Wasserleitung, Die Regierung gewährte der Stadtverwaltung ein Darlehen von £P 15.000 zur Auswechslung der alten Wasserleitungsrohre gegen größere, um eine erhöhte Wasserverteilung zu ermöglichen. Noch in diesem Sommer soll das Wasser aus der neuen Leitung fließen. — Nach anderen Meldungen soll die Leitung erst im Jahre 1936 vollendet werden. Tel-Aviv* Die Anleihe* Wir haben in Nr. 4 (S. 221) berichtet, daß die Anleihe der Stadtverwaltung auf 1 Million Pfund erhöht wird. Die Verhandlungen mit der »Prudential« sind abgeschlossen. Der Zinsfuß wird 4J^% betragen. Wie das Amtsblatt (Nr. 5, S. 145) mitteilt, wird der Betrag wie folgt verwendet werden (in £P): Kanalisation 200.000, Wasserversorgung 130.000, Schulgebäude 150.000, Bauten für die Stadt 40.000, Zentralgarage 10.000, Zentralmarkt 30.000, Diverses 100.000, Konversion früherer Anleihen 50.000, Städtisches Krankenhaus 160.000 (Beitrag der Regierung 40.000), Wohnbausiedlung 130.000. Differenzen wegen des Budgets. Da der Finanzausschuß der Stadt das Budget für Erziehung von 113.000 £P auf 90.000 gekürzt hat, demissionierte die Leiterin des Departments, Vizebürgermeisterin Frau Perschitz. Mieterschutz. Die von uns gemeldete Ausdehnung des Mieterschutzes auf gewerbliche Lokale ist bereits in Kraft getreten. Wahlproteste* Die Munizipalwahlen wurden verschoben, da bisher fast 1000 Proteste von Untermietern eingereicht wurden (siehe Nr. 5, S. 273). Das Gericht hat in den ersten anhängigen 50 Fällen gegen die Wahlkommission entschieden und den Untermietern das Wahlrecht zuerkannt. Heute setzt sich der Stadtrat aus 15 Mitgliedern zusammen: 5 Arbeiter, 1 Kleinhändler, 1 Hausbesitzer, 1 Sefarde, 2 polnische Einwanderer, 2 Misrachi, 3 Zentrum, 1 Revisionist. Im Ausschuß ist die Arbeiterschaft nicht vertreten. Neuer Oberrabbiner* An Stelle des verstorbenen Rabbi Aronson soll Rabbi Amiel (Anvers) zum Oberrabbiner bestellt werden. Die Rabbiner der Stadt übermittelten der Gemeinde eine Denkschrift, in der sie die Wahl des Oberrabbiners durch die Gemeinde verlangen. Kinderschutz. Der Stadtrat plant eine großzügige Aktion zur Rettung verwahrloster Kinder. Es sollen Anstalten, Tagesheime und Fachschulen für diese errichtet werden.