Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 18 (1935)
- Issue
- Heft 6 (Juni 1935)
- Article
- Obstbaumzucht [Nachricht]
- Date
- 1935-06-01
- Page
- Seite 322 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Im abgelaufenen Jahr hat die Regierung zwei Baumschulen für Waldbäume errichtet und über 1 Million Bäume gepflanzt und 180.000 Setzlinge verteilt. Es wurden Versuchsfelder mit Johannisbrotbäumen eingerichtet. Die Regierung bepflanzte 2000 Dunam Boden des arabischen Dorfes Merom. Der Import an Früchten betrug nach »Palnews« in £P: Hitzeschäden« Anfang Mai herrschte in Palästina eine für diese Jahreszeit abnormale Hitze, die bis 41° stieg. Ein Chamsin der 9 Tage dauerte — ein Unikum im Lande — versengte die Fluren. Man befürchtet sehr schwere Schädigungen der Ernten. Smilansky schätzt, daß der Export der Orangen in der kommenden Saison kaum die Menge der der abgelaufenen erreichen wird. Jedenfalls werden Mengen von hunderttausenden von Kisten vernichtet sein. In »Boust'nai« Nr. 5 schreibt Josef Sapir fachmännisch über die angerichteten Schäden. Früchte, von auf Chuschchasch gepfropften Bäumen sind viel stärker betroffen, als die auf Zitronen gepfropften. In den höher gelegenen Pardessim ist mehr Abfall, als in den nieder gelegenen, Schimuti hat mehr gelitten, als die anderen Sorten (Baladi, Valencia), die jüngeren Bäume mehr als die älteren. Bei Blätterarmut war der Schaden kleiner als bei Laubfülle, was mehr ausmachte, als etwaige stärkere Bewässerung usw. »Hadar« schreibt in ihrer April-Nummer, daß seit 1915 eine solche Hitze im April nicht vorgekommen ist. (Die Hitze dauert gegenwärtig noch an, im Emek sind mehrere Brände von Getreide zu verzeichnen.) Angesichts der schlechten Preise der letzten Saison sei die Farmerschaft über die Reduktion der künftigen Ernte nicht betrübt. (Diese wurde auf über 9 Millionen Kisten Exportquantum gegenüber 7.3 in der abgelaufenen Saison geschätzt.) Verwertung der Abfallorangen« Über dieses Thema schreibt J. S. Bravermann in »Hadar« Nr. 4. Die Stürme im Winter haben den Abfall großer Mengen von Früchten verursacht. Außerdem sind zirka 1 Million Kisten als ungeeignet zum Export im Lande verblieben. Dies wird sich jedes Jahr stark steigern. Auch die bessere Sortenwahl wird dazu beitragen. Abgesehen von der Organisierung der Märkte in Palästina und den Nachbarländern ist es nötig, die Nebenproduktion zu erhöhen. Die Schwierigkeiten der Verarbeitung sind darin gelegen, daß sich der Fall in einem Zeitraum von 4 bis 6 Wochen (Mitte Jänner bis Ende Februar) zusammendrängt, ferner, daß die Arbeitslöhne doppelt bis dreifach so hoch sind, wie in Spanien und Sizilien und es keine großen Absatzmärkte für Orangensaft gibt. Auch die Frage der Konservierung des Saftes ist noch nicht gelöst. Diese Schwierigkeiten müssen durch Studium und Versuche behoben werden. Rokach, der bekannte Zitrusfachmann, schlägt die Bildung einer nationalen Organisation für die Verwertung der Abfallfrüchte vor, die ihren Absatz und ihre Verwendung fördern soll. Studienreise jüdischer Farmer nach Ägypten« Die Farmerorganisation entsendete 50 seiner Mitglieder nach Ägypten, wo sie verschiedene Versuchsstationen, Pflanzungen, Bewässerungsanlagen usw. besichtigten. Sie wurden von den Regierungsbehörden aufs freundlichste empfangen und geführt. Frische und getrocknete Früchte, insgesamt . Fruchterzeugnisse.......... Nüsse.............. 1934 227.643 17711 42.717 1933 110.253 10.589 31.499 1932 77.822 12.015 25.430 Siedlungsarbeit* Kfar Menachem. Nächst Gedera kaufte der KKL eine Bodenfläche von 1774 Dunam für Familien, die schon lange im Lande landwirtschaftlich tätig sind. Die Siedlung