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Palästina · 1935-06-01 · Heft 6 (Juni 1935) · p. Seite 317

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Journal
Palästina
Volume
18 (1935)
Issue
Heft 6 (Juni 1935)
Article
Arabisch-jüdisches Zusammentreffen [Nachricht]
Date
1935-06-01
Page
Seite 317 (sequence 1)
Language
German
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Arabisch-jüdisches Zusammentreffen» Bei einem Empfang, den Bürgermeister Khaldi vor kurzem gab, fanden sich arabische Führer, auch der Mufti und zionistische — darunter Tschertok und Ussischkin — ein. Zusammenstöße» In Ein Vered (bei Tel-Mond) wurden bei einem Angriff von Arabern 4 Juden verletzt. — Bei einer Abwehr arabischer Angriffe auf KKL-Boden bei Haifa wurden 4 jüdische Siedler verletzt. >—- Der jüdische Wächter Salomon Jacobson, der einen arabischen Dieb angeschossen und getötet hat, wurde zu 7J/£ Jahren Gefängnis verurteilt. Das Gericht in Nablus verurteilte wegen des Überfalles in Ranath Hakowesch, dessen Wächter schwer verwundet wurde (siehe Nr. 3, S. 157) zu 15 Monaten Gefängnis. Arabische Bodenbanken» Die Partei Naschaschibis beschloß eine Gesellschaft zum Ankauf von Boden zu gründen. Das Kapital soll 25.000 £ betragen. Sie soll Boden im Süddistrikt erwerben. Am 10. Mai fand in Haifa eine arabische Jugendkonferenz statt, auf der 400 Delegierte anwesend waren. Unter anderen Anträgen wurde beschlossen, eine Gesellschaft zwecks Bodenkaufs mit einem Kapital von 600.000 £ zu gründen. An Ort und Stelle wurden 470 £ gesammelt. Die arabische Presse selbst legt der Konferenz keine Bedeutung bei. ÖFFENTLICHE VERWALTUNG. Neue Arbeitsrechtbedingungen» Die Regierung hat eine Verordnung erlassen, in der die Arbeitsbedingungen bei öffentlichen Arbeiten verbessert werden. Sie enthält: Lohnerhöhung für die täglich und monatlich beschäftigten Eisenbahnarbeiter, Mietzuschüsse für alle Regierungsarbeiter in Tel-Aviv und Haifa, gesetzliche Einführung der 48-Stunden-Woche, Garantierung eines Ruhetages pro Woche, Gewährung von Überstunden^ Zuschlägen in Höhe von 25% am Wochentag und 50% am Schabatt, Urlaubsgewährung von 14 Tagen für Monatsarbeiter und einer Woche für Taglöhner mit Fortzahlung des Lohnes, Bezahlung von Krankheitstagen bis zur Dauer von 14, Gewährung einer Pension für die Arbeiter nach Absolvierung einer bestimmten Dienstzeit, Einführung einer gesetzlichen Kündigungsfrist für regelmäßig beschäftigte Tagelöhner, Inaussichtnahme einer öffentlichen Versicherung für die Arbeiter. Diese Verbesserungen bedeuten die teilweise Annahme eines seit Jahren von der Histadruth Haowdim vertretenen Programms und sind das Resultat der letzthin von den vereinigten arabischen und jüdischen Eisenbahnarbeitern vorgetragenen Beschwerden. Die Lohnerhöhungen befriedigen die Arbeiter allerdings nicht voll. (Es wäre zu wünschen, wenn diese Verordnung nur ein Vorläufer für Erlassung eines modernen Arbeitsrechtes für das ganze Land wäre. — Die Red.) Zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen bei der Eisenbahn hat die Regierung 40.000 £P ausgeworfen. Aberkannte Staatsbürgerschaft Zwi Rosenblatt wurde die Staatsbürgerschaft nicht erteilt, dagegen wurde sie Achi Meir belassen. »Hajarden« verboten* Die revisionistische Tageszeitung »Hajarden« wurde für die Dauer von einem Monat verboten, weil sie anläßlich der Ermordung Schapiras die Polizei andauernd abfällig kritisierte. JEWISH AGENCY. Völkerbundrat Am 23. Mai referierte Dr. Osusky (Tschechoslowakei) über den Bericht der Mandatskommission und schlug vor, diesen und das englisch-französische Abkommen über die syrisch-palästinensische Grenze zu genehmigen, was geschah.

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