Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 18 (1935)
- Issue
- Heft 4 (April 1935)
- Article
- Das jüdische Viertel "Hadar Hacarmel" [Nachricht]
- Date
- 1935-04-01
- Page
- Seite 222 (sequence 2)
- Language
- German
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585 Zimmern. Die Zahl der Bewohner von Hadar betrug Ende Juli 1934 15.037 Seelen, Ende September etwa 16.000. Die kleinen Häuser verschwinden immer mehr und die Neu- und Umbauten schaffen immer größere Häuser. In den 5692 fertiggestellten Häusern waren durchschnittlich 5.5 Zimmer je Haus, in 5693: 8 und in 5694: 14 Zimmer. Von dem oben angegebenen Wasserkonsum von 344.272.5 cm3 wurden 68.000.5 cm3 nach außerhalb Hadar Hacarmels (Herzliah und Har-Hacarmel) abgegeben. 27.806 m3 wurden ohne Vergütung hergegeben. INDUSTRIE/ Ruthenbergwerk. Der Reingewinn betrug 1930 £P 29.126.—, für 1934 wird er auf £P 180.000.—, das sind 50% der Einnahmen geschätzt. (Es ist zu hoffen, daß die Gesellschaft die allzu hohen Strompreise wesentlich reduzieren wird, denn wenn auch die Anhäufung von Reserven ein Gebot der Vorsicht ist, so ist diese Gewinnmarge viel zu hoch, da es sich ja bei Stromlieferungen um den Lebensnerv der Industrie handelt. — Die Red.) Die Werke haben mit der arabischen Stadt Djenin (bekanntlich ein Sitz antizionistischer Agitation) einen Stromlieferungsvertrag abgeschlossen. Neue große chemische Industrie« Wie »Palcor« erfährt werden die J. C. I. mit jüdischen Industriellen gemeinsam eine Fabrik in Haifa zur Erzeugung verschiedener Chemikalien mit einem Kapital von über 1 Million Pfund errichten. Erzeugt sollen werden: Sulforsäure, die die J. P, C. abnehmen werden, Chorid für den Bedarf der Potash Cy, Superphosphate als Düngemittel und Ätznatron, ein Massenbedarfsartikel. (Wir bemerken dazu, daß in einem Artikel von Dr. Alfred Marcus: Stand und Aussichten der palästinensischen Chemikalienwirtschaft in Nr. 10/11, 1933, die Erzeugung gerade dieser Produkte vorgeschlagen worden war. — Die Red.) Die Industrien in Rischon le Zion. Hierüber schreiben »Pal News« Nr. 10: Von den größeren industriellen Gründungen des vergangenen Jahres hat sich ein bemerkenswert großer Teil in Rischon le Zion niedergelassen. Neben der Schuhfabrik »Corona« und der Glasfabrik »Gavish«, die bereits im Betrieb sind, wird in den Weinkellereien von Rischon le Zion die Bierbrauerei »Palestine Brewery Ltd.« mit einem Kapital von £P 50.000.— installiert, weiterhin werden in der Umgebung von Rischon le Zion 2 neue Silicatfabriken mit einem Kapital von £P 30.000.— und 20.000.— errichtet, ferner befindet sich die große Möbelfabrik »Tirsah Ltd.« mit einem Kapital von £P 18.000.— im Bau. Auch die neue große Seifenfabrik Sherf Soap Factory Company mit einem Kapital von £P 20.000.— und eine Gummiwarenfabrik »Palestine Rubber Co. (Me~ game) Ltd.« mit einem Kapital von £P 5000.— lassen sich in Rischon le Zion nieder. Industrielle Verwertung der Orangen» Über dieses Thema schreibt Dr. M. Auerbach in »Pal. Nachrichten« Nr. 5. Die Schale der Orangen ist für Parfümfabrikation geeignet, die darunter liegende weiße Haut enthält Pektin (das bei Erzeugung von Jams gebraucht wird). Das Fruchtfleisch ist reich an Vitamin C, die Kerne enthalten öl. Auch aus Blättern und Blüten kann man Öl gewinnen. Eine Verwertungsgesellschaft in Rechoboth ist auf Verwendung von 26 Tonnen per Tag eingerichtet. Es wird Saft und Öl gewonnen. Andere Betriebe stellen Limonade und Marmelade her (z. B. die bekannte Asis-Fabrik). Infolge der Stürme im Jänner ist das Quantum Abfallfrüchte in diesem Jahr stark gestiegen, die Preise für solche sind auf den dritten Teil gefallen.