Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 18 (1935)
- Issue
- Heft 4 (April 1935)
- Article
- Die Hule-Ebene [Nachricht]
- Date
- 1935-04-01
- Page
- Seite 219 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Bevölkerung und-Bebauung. Zur Zeit befinden sich 27 Dörfchen in der Hule- Ebene mit einer Gesamtbevölkerung von 2500 bis 3500 Familien. Die meisten von ihnen leben nicht in Häusern, sondern in tragbaren Zelten aus Matten, mit denen sie von Zeit zu Zeit umherziehen. Die Mehrzahl der Familien zählt nicht mehr als vier Köpfe, denn die Sterblichkeit ist groß und infolge der Malaria auch die Unfruchtbarkeit weit verbreitet. Eine Schätzung der heutigen Hule~Bevölkerung auf 13.000 Seelen ist daher nicht übermäßig niedrig. Nur eine einseitige Form der Getreidewirtschaft ist üblich; eine Wintersaat, soweit der Boden durch den Regen nicht fortgewaschen wird, und eine Sommersaat mit und ohne Bewässerung. Der größte Teil der Böden, etwa 65.000 Dunam, gehört syrischen Effendis. Hier leben 1085 Familien in 21 Ortschaften. Der Eigentümer verpachtet das Land gegen 37.5% der Ernte. Die Familien bearbeiten auch 20.000 Dunam der Jiftlik-(Regierungs-) Ländereien. Nur in 8 Orten mit einer Gesamtbevölkerung von 990 Familien gehört das Areal von zusammen 45.000 Dunam den Bauern selbst. Künftige Kulturformen. Für die Bodenart in der Hule-Ebene ist die intensive Form der Landwirtschaft die geeignetste. Welche Art von Landwirtschaft man immer im Hule- Gebiet betreiben wird — ob Futterbau auf bewässertem Boden, Zitruspflanzungen, Anbau von Bananen, Nüssen, Trauben oder gemischte Wirtschaft — eine Einheit von 20 Dunam pro arbeitende Familie wird genügen. Im Kolonisationsplan ist das durchschnittliche Jahreseinkommen einer Familie auf über £P 200.— errechnet Ein Zehntel des Gesamtareals, das heißt etwa 17.000 Dunam, muß für Wege, Bauplätze, Drainage-Kanäle und Bäche abgerechnet werden. Auf der anderen Seite können auch die Berghänge als Baugrundstücke ausgenutzt werden. Es werden also 140.000 Dunam für die Kultivierung zur Verfügung stehen. Wenn man 20 Dunam pro Wirtschaft rechnet, so werden die jetzigen Hule-Bewohner folgendes brauchen: Dunam 2315 Familien je 20 Dunam.................. 46.300 400 Familien Viehzüchter in den Bergen, je 20 Dunam schweren Bodens . . 8,000 33 syrische Familien, für die nicht vorgesorgt werden muß...... — 543Ö0 Nach Bereitstellung dieser Böden verbleiben noch 85.700 Dunam leichter Boden, das ist eine für die Ansiedlung von 4235 Familien ausreichende Fläche. Der zu drainierende Teil des Hule-Sees wird Böden ergeben, auf denen für weitere 400 bis 500 Siedlerfamilien Raum ist. Im Hule-Gebiet kann also Platz für die landwirtschaftliche Ansiedlung von 5000 neuen Familien geschaffen werden. Überdies entfallen auf jede auf dem Boden angesiedelte Familie drei weitere, nicht landwirtschaftlich arbeitende Familien, die in anderen Berufen ihren Unterhalt finden können. Daraus folgt, daß sich in der Hule-Ebene insgesamt etwa 20.000 Haushalte werden ernähren können. Kartoffelbau. Die Zunahme des Anbaus zeigt folgende Tabelle: Jahr angebaut, Dunam Ernte, Tonnen 1932 2470 874 1933 2816 854 1934 5711 2612 1935 7000 4200 Anpflanzungen von Papaya. Wie »Palcorr« meldet, hat das landwirtschaftliche Departement der Palästina-Regierung eine Untersuchung über die Möglichkeit der Anpflanzung einer neuen Frucht mit dem Namen »Papaya« in Palästina angestellt. Die Frucht wird