Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 18 (1935)
- Issue
- Heft 4 (April 1935)
- Article
- Ablehnung des Friedenspaktes Histadruth-Revisionisten [Nachricht]
- Date
- 1935-04-01
- Page
- Seite 217 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Ablehnung des Friedenspaktes HistadYuth-Revisionisten» Bei der Abstimmung über den Pakt (Regelung der Arbeitsbeziehungen) wurden 15.227 Stimmen gegen 10.187 für ihn abgegeben. (Siehe über diesen Gegenstand die »Rundschau«, Arbeiterbewegung, von Dr. A. T. in Nr. 3 d. BL, S. 145. — Die Red.) Der Mangel an Arbeitern» Die ungenügende Zuteilung von Zertifikaten hat den Arbeitsmarkt völlig deroutiert; in Industrie, Bauten, Pflanzungen ist der Bedarf dringend und kann nicht einmal mehr durch arabische Arbeiter gedeckt werden. Bei einer Vorsprache verschiedener jüdischer Organisationen beim Oberkommissär sagte dieser zu, namentlich Zertifikate für landwirtschaftliche Arbeiter zu berücksichtigen. Max Bodenheimer — 70 Jahre alt In Palästina wurde kürzlich der 70. Geburtstag von Dr. Max Bodenheimer (früher Köln am Rhein) gefeiert. Bodenheimer hat schon 1893 eine zionistische Broschüre veröffentlicht. Er war jahrelang Vorsitzender der Zionistischen Vereinigung für Deutschland und des Direktoriums des Keren Kajemeth. BEVÖLKERUNG. Die Vermehrungsrate» Nach statistischen Erhebungen hat sich die Gesamtbevölkerung von 1922 bis Ende 1934 um 504.641 Personen, das sind 66.6%, auf 1,191.221 Personen vermehrt. In derselben Zeit hat sich die jüdische Bevölkerung um 214.834 (das sind 256.4%) auf 298.628 vermehrt. Sie betrug 1922: 11.1%, Ende 1934 25.1% der Bevölkerung. Die Bilanz der Personenverkehrsbewegung» Das »Commercial Bulletin« Nr. 3 gibt die übliche Bilanz des Personenverkehrs, aus der sie die Vermehrung der Bevölkerung durch ihn berechnet, was natürlich nicht völlig stimmen kann. Immerhin geht daraus hervor, daß einem Zustrom von 26.400 jüdischen Touristen einer Abreise von 21.600 gegenübersteht. Im Jahre 1933 waren die Ziffern 26.000 und 15.600. Es geht jedenfalls aus dem Vergleich beider Ziffern hervor, daß sicherlich zufolge der Kautionsvorschrift die Zahl der jüdischen Touristen nicht, wie man sonst hätte erwarten müssen — gestiegen ist und zweitens, daß durch diese und andere Erschwerungen das Verbleiben von Touristen im Lande stark abgenommen hat. (Siehe auch die nächste Notiz.) Die Verkehrsbilanz berechnet einen Zuwachs der jüdischen Bevölkerung für 1935 von 42.757 Köpfen. VERKEHR. Touristik. In den Jahren 1933 und 1934 war die Bewegung die folgende: Juden Christen Mohammedaner 1933 1934 1933 1934 1933 1934 Angekommen....... 26.002 26.400 40.215 48.854 13.616 16.569 Abgereist........ 15.626 21.653 38.432 45.239 12.746 15.388 Ende des Jahres im Lande verblieben ...... 10.376 4.747 1.783 3.615 870 1.181 Davon erhielten von der Regierung die Niederlassungserlaubnis....... 2.465 4.115 334 — 62 — Das Gleichbleiben der Zahl der jüdischen Touristen ist wohl einerseits auf die neueingeführte Kautionslegung zurückzuführen (siehe auch Rubrik »Bevölkerung«), ferner war 1933 ein Mes^ejahr. Aus der obigen Aufstellung geht auch hervor, daß die Zahl der ohne Erlaubnis im Lande verbliebenen Touristen auf ein Minimum gefallen ist.