Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 18 (1935)
- Issue
- Heft 4 (April 1935)
- Article
- Die Lebenshaltung in der Kwuzah und ihre Struktur
- Date
- 1935-04-01
- Page
- Seite 173 (sequence 3)
- Language
- German
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Ernteerträge, ein Dürrejahr, war. Außerdem spielen in einzelnen Fällen Momente hinein, die außerökonomischer Natur sind und schmälernd auf den Wirtschaftsertrag einwirken (z. B. die großen Verluste der Kwuzah Mischmar Haemek im Viehbestand, die die durch die Mißernte verursachten Ausfälle noch vergrößerten). Zur Definierung des Grades der Beeinflussung des Lebensstandards des arbeitenden Kwuzah-Chawers seitens der für die nicht arbeitenden Personen getätigten Aufwendungen zogen wir eine Aufgliederung der Verpflegungstage je Kopf der arbeitenden Personen und je Seele heran. Aus den gewonnenen absoluten Durchschnittsziffern der Verpflegungskosten je Erwachsenen und je Seele haben wir die entsprechenden Relationen ermittelt, die folgendes Bild ergeben: Eine arbeitende Person hat zur Deckung des Lebensunterhaltes der nichtarbeitenden Mitangehörigen (Kinder, Eltern) zusätzlich zu tragen: in Beth-Alfa 43.7%, in Tel-Josef 48%, in Ain Charod 70.1%, in Geva 101.3%, in Mischmar Haemek 39.8%, in Sarid 35.2%, in Hascharon 44.1%, in Gan Schmuel 70.1%. Die starken Unterschiede in der durchschnittlichen Ausgabebelastung je Kopf des Erwachsenen in den einzelnen Kwuzoth beruhen überwiegend auf dem verschiedenen Grad der Kinderbesetzung. Denn die Erhaltung der Eltern (die in einzelnen Fällen zu leichten Arbeiten herangezogen werden) fällt nicht stark ins Gewicht, mit einer gewissen Ausnahme von Geva, wo deren Anteil relativ hoch ist. Wie groß die Abhängigkeit zwischen der zusätzlichen Belastung des Gesamtaufwandes je arbeitende Person und dem Grad der Kinderbesetzung ist, ersieht man ohne weiteres aus den nachstehenden Durchschnittsziffern: Es entfallen auf eine arbeitende erwachsene Person in Beth-Alfa 0.3 Kinder, in Tel-Josef 0.4, in Ain Charod 0.6, in Geva 0.8, in Mischmar Haemek 0.3, in Sarid ebenfalls 0.3, in Hascharon 0.4 und in Gan Schmuel 0.5 Kinder. Wenn man also die oben angeführten Relativziffern der zusätzlichen Kostenbelastung je erwachsene arbeitende Person mit den Ziffern des theoretischen Durchschnittes der Kinderbesetzung vergleicht, so zeigt sich eine vollständige Übereinstimmung in der Größenrichtung dieser beiden Ziffernreihen, die die Stichhaltigkeit der gegenseitigen Abhängigkeit ohne weiteres veranschaulicht. Versuchen wir nunmehr, die einzelnen Ausgabeposten des Kwuzaharbeiters auf ihr Niveau und ihre Struktur hin zu untersuchen. Wir schalten zunächst die Aufwendungen für den Kinderunterhalt aus und betrachten die Budgetstruktur je arbeitende erwachsene Person. Im Gesamtdurchschnitt ergibt sich für sämtliche in der Darstellung erfaßten Kwuzoth ein Geldaufwand für den jährlichen Lebensunterhalt je Kopf in Höhe von rund 32 £P. Am höchsten ist dieser jahresdurchschnittliche Satz mit 41.6 £P in Gan Schmuel, am niedrigsten mit 27.8 £P in Mischmar Haemek. Innerhalb dieses Minimums und Maximums des gesamtdurchschnittlichen Jahresaufwandes bewegen sich die Ziffern für die anderen Kwuzoth. Die Erklärung dieser Differenzierungen beruht auf dem Zusammenwirken einer Reihe von Faktoren. Einmal sind die Abweichungen im durchschnittlichen Gesamtaufwand