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Palästina · 1935-03-01 · Heft 3 (März 1935) · p. Seite 161

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
18 (1935)
Issue
Heft 3 (März 1935)
Article
Farmerverband [Nachricht]
Date
1935-03-01
Page
Seite 161 (sequence 2)
Language
German
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Für die Bank Haikarim (Farmerbank) wurden bisher 20.000 Pfund an Aktien gezeichnet. — Sehr viel Hoffnungen werden an die neue gegründete landwirtschaftliche Mittelschule in Pardess Chana geknüpft. — Die Farmer haben auch eine eigene Volks^ kramkenkassa gegründet (Kupat Cholitm Arnamit). Das Ausmaß der Zitruspflanzungpen. Dr. L. Grünbaum schätzt in »Hadar«, Nr. 1, die Fläche der Zitrusgärten Ende 1934 auf 250.000 Dunam. Sie betrugen: Ende 1922 .............. 32.000 Dunam „ 1930 .............. 110.000 „ 1933 ............'. . 175.000 Seit 1930 hat sich also die Fläche um 130% erhöht. In zehn Jahren wird das verfügbare Exportquantum auf 20 Millionen Kisten steigen. Die Aussichten auf den Märkten für Zitrus» Im selben Artikel untersucht Dr. Grünbaum die Chancen des Absatzes. Er sieht die einzige Möglichkeit dafür, den Zitrusexport auszudehnen, darin, daß Reziprozitätsverträge geschlossen werden. Er zeigt in einer Übersicht über die Importe der einzelnen Staaten, wie sehr Palästina benachteiligt ist. Außer im Verkehr mit England, Deutschland, Schweden, Syrien ist das Verhältnis zwischen Lieferung und Bezug für Palästina ein sehr schlechtes. Als Beispiel wählen wir die mitteleuropäischen Staaten: Prozentsatz der Ein- Anteil Palästinas am fuhr aus Palästina Zitrusimport des bevon der Ausfuhr treffenden Landes dahin Österreich ..........1.2 1 Tschechoslowakei .......1.4 0.1 Ungarn...........0.4 0.8 Jugoslawien ......1.8 — Polen............5.2 3.7 . Die Sturmschäden in den Zitruspflanzungen. Diese werden auf 10 bis 15% der noch auf den Bäumen hängenden Früchte geschätzt. Arabische Arbeit in den Pflanzungskolonien. In den fünf jüdischen Kolonien: Petach Tikwah,, Rechoboth, Ness Zionah, Rischon und Chedera sind 5000 arabische Arbeiter, raeist Nichtpalästinenser, beschäftigt. Dazu kommen noch jene in den anderen Pflanzungskolonien, wie Sidhron, Rosch Pinah usw. — Die arabischen Arbeiter stammen zum größten Teil aus dem Hauran. Die Versuchsstation» Die landwirtschaftliche Versuchsstation der Jewish Agency in Rechoboth, Leitung Agr. J. Wilkansky, ist vor 15 Jahren eröffnet worden. Sie besitzt Zweigstationen in Kirjat Anawim und in Gewat bei Nahalal. In den ersten zehn Jahren hatte die Versuchsstation zwei Hauptaufgaben: 1. Die Klärung, der Probleme, die mit dem Schutz der Zitrus^flanzungten gegen Krankheiten und Schädlinge im Zusammenhang stehen. 2. Die Erforschung derjenigen Wirtschaftszweige, die in den Gegenden mit schwerem Boden die gemischte Wirtschaft bilden. Die Versuchsstation erforschte die Krankheiten und Schädlinge der Zitruspflanzen und stelflte die Behandlungismethoden zu ihrer Verhütung und Beseitigung fest. In der gemischten Wirtschaft befaßte sich die Versuchsstation vor allem mit der Steigerung der Erträge. Sie setzte die Methoden für die Vorbereitung und Verbesserung des Bodens, für die Bearbeitung und Düngung, den FeJderwecihseT, die Verbesserung der Rinder- und Geflügelrassen und die Bestimmung der Futterratiönen für Rindvieh und Geflügel fest. 161

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