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Palästina · 1935-03-01 · Heft 3 (März 1935) · p. Seite 157

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Journal
Palästina
Volume
18 (1935)
Issue
Heft 3 (März 1935)
Article
Gegen Bodenverkäufe an Juden [Nachricht]
Date
1935-03-01
Page
Seite 157 (sequence 2)
Language
German
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(Geistlichen) ließ er unter anderem beschließen,, daß für solche kein religiöses Begräbnis zu veranstalten sei. Verurteilungen. Der arabische Distriktsbeamte von Nazareth hat das Urteil gegen 15 Araber und 15 Juden, die an dem Zusammenstoß am 20. Dezember beteiligt waren, gesprochen. Damals hatte eine Gruppe Araber jüdische Arbeiter, die Boden des Keren Kajemeth bei Nahalel pflügten, überfallen und mit Steinwürfen attackiert. Von den 15 angeklagten Arabern wurden 11 zu je 600 Mils Geldstrafe, von den 15 angeklagten Juden wurden 5 zu je 600 Mil's Geldstrafe verurteilt, die übrigen Angeklagten wurden freigesprochen. Die Juden waren die Angegriffenen, was der betreffende Distriktsbeamte selbst zugegeben hat. Versclüeclenie Nachrichten. Arabische Räuber verletzten den Wächter der Kolonie Ramat Kodesch schwer. Transjordanien* Anleihe für den Emir. Ex^Khedive Hilmi Pascha gewährte dem Emir eine Anleihe von 15.000 £ zur Nutzbarmachung, seiner Böden. (Wahrscheinlich handelt es sich um die Fläche im Jordantal, die der Emir vom Parlament geschenkt erhielt und auf die die Juden durch längere Zeit eine Option besaßen. — Die Red.) ÖFFENTLICHE VERWALTUNG. Neueinteilung des Süddistrikts. Dieser wird1 ab 1. April in einen städtischen und einen ländlichen Süddistrikt geteilt. Der Distriktskommissär, Mr. Crosbie (bekannt durch die Untersuchungen, die er mit Mr. Johnson über die Lage der Fellachen angestellt hat), wird im städtischen Bezirk von R. D. Badcock vertreten (Distriktskommissär für Tel-Aviv A. Epstein), Vizekommissär für den Landbezirk (Ramleh) ist J. H. Pollak, Beamter für die jüdischen Siedlungen J. Kuppermann. Öffentliche Finanzen. In den ersten drei Quartalen betrugen (in Millionen £P) die Einnahmen: 3.86, die Ausgaben 2.29, der Überschuß 1.57. — Im Voranschlag, für 1935/36 werden die Einnahmen mit die Ausgaben mit V/2 Millionen £P beziffert. — Ein Verlangen des Waad Leumi wegen Vergrößerung der Subvention für das Schulwesen wurde abgelehnt. Öffentlichie Arbeiten. Die Regierung plant, eine große Anzahl von öffentlichen Arbeiten auszuführen: Flughäfen, öffentliche Gebäude, ein Irrenhaus (siehe unter »Jerusalem«), Militärbaracken bei Talpioth und Talbieh u. a. m. Agrarbank. Die »JTA« meldet neuerlich, daß sich die Regierung mit der Gründung einer großen Agrarbank mit Beteiligung führender Bankinstitute beschäftigt. (Wir haben schon wiederholt über dieses Projekt berichtet und zuletzt im Jahrgang 1934, S. 490, mitgeteilt, daß seine Ausführung daran scheitert, daß die Banken die Kreditsicherheit der Böden wegen der bestehenden Pächterschutzgesetze nicht als gegeben ansehen. Bisher verlautete nichts von einer Änderung dieser Gesetze. — Anm. d. Red.) Die Beisanböden. Wir haben (in Jahrgang 1934, S. 551) berichtet, daß die Regierung den arabischen Erwerbern der Staatsländereien im Beisangebiet (400.000 Dunam) die Raten und Zinsen auf Minimum herabgesetzt hat. Wie die »JTA« meldet, soll die Regierung auch noch den Siedlern Anleihen gewähren unter der Bedingung, daß sie den Boden nicht weiterverkaufen oder -verpachten. — Bisher waren einige Tausend Dunam an den KKL. verkauft worden. (Wir können die Nachricht in dieser Form nicht als recht glaubhaft ansehen. Jedenfalls werden diese Böden für Juden »bis auf weiteres nicht in Betracht kommen. — Die Red.)

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