Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 18 (1935)
- Issue
- Heft 2 (Februar 1935)
- Article
- Die starken Regengüsse [Nachricht]
- Date
- 1935-02-01
- Page
- Seite 104 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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- Haifa 1× ep/1047930
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Ästen zur Folge, besonders bei auf Chuschchasch gepfropften, soweit sie auf höheren Stellen standen und dem Wind mehr ausgesetzt waren. Welchen Einfluß der Regen auf den Grundwasserstand 'haben wird, ist noch nicht festzustellen. Die Niveauerhöhung in den Brunnen wird erst dm Februar sichtbar sein. Eine Feststellung über die Erhöhung der Grundwassernrenge kann erst in ein bis zwei Jahren gemacht werden. Die Pflücke und der Versand der Zitrusfrüchte erleidet einen Aufschub. Wie der Landwirtschaftsdirektor mitteilt, haben die Regengüsse eine günstige Wirkung auf den Saatenstand gehabt. Die angerichteten Schäden werden durch die besseren Ernten aufgewogen werden. Im Dezember hatten Niederschläge (in Millimeter) Tel-Aviv 445 (Jahresdurchschnitt 145.3), Jerusalem 138.2 (133.2), Akko 390 (109.9), Haifa 232.2 (164.2). Pflanzenschutz, Nach der neuen Verordnung dürfen Pflanzensetzlinge nur gegen Begutachtung und Bewilligung der Regierung verkauft werden. Die Baumschulen müssen ein genaues Register über ihre Pflanzen führen. Siedlungsarbeit Die Siedlungen des KH. In einer Rede über den Keren Hajessod sagte Direktor Leib Jaffe über die Leistungen der Fonds für die Landwirtschaft: Für diese hat der KKL. 1.6 Millionen Pf und ausgegeben. In den vom K. H. gegründeten oder subventionierten Siedlungen lebten 1924: 3000; 1930: 7500; 1934: 12,000 Menschen. Alle Siedlungen haben jetzt aktive Bilanzen. Sie haben aus Deutschland 500 Erwachsene, sowie 350 Kinder und Jugendliche aufgenommen, ferner 365 Eltern oder andere unterstützte FamiHenangehörige der Siedler. Die Ernten steigen. Im vorigen Jahr gab es Erträge bis zu 2000 kg Weizen pro ha. Die vielen Wasserfunde sind bekannt. Dadurch wurde der Futterbau stark ausgedehnt. Die Zahl der Rinder war 1924: 1731; 1933: 7000. Der Mldhertrag ist in der Ebene 3900 Liter pro Kuh und Jahr, in der Nähe des Gebirges 7000 bis 8000 Liter. Im Jahre 5695 wird die Tnuvah 10 Millionen Liter Milch verkaufen. Die Gewinnbilanzen der Arbeitersiedlungen. Wie von Direktor Jaffe mitgeteilt wurde, haben alle neuen, vom Keren Hajessod geschaffenen landwirtschaftlichen Arbeitersiedlungen jetzt erstmalig nach dreizehnjährigem Bestehen ihre finanzielle Jahresbilanz für 5694 mit einem Überschuß der Einnahmen über die Ausgaben, abgeschlossen, obwohl alle diese Siedlungen im letzten Jahre eine große Anzahl neuer Einwanderer aufgenommen haben, die ihre Mitgliederzahl um 10 bis 15% der früheren Gesamtziffer erhöht haben. Bis zu diesem Jahre pflegten fast alle Siedlungen, mit Ausnahme der wenigen ältesten und bestausgestatteten, wie z. B. Dagania, Gan Sdhemuel und Geva, ihre Jahresbilanz mit größeren oder kleineren Verlusten abzuschließen. Die diesjährigen Gewinne lassen sich durch die verschiedenen wirtschaftlichen Verbesserungen erklären, die in der letzten Zeit in den Siedlungen durch Verbilligung der Produktion, die Einführung moderner landwirtschaftlicher Maschinen, bessere Preise für die landwirtschaftlichen Produkte auf dem einheimischen Markte u. a. erzielt worden sind. Mädchenfarmen. Die Leiterin der Mädchenschule Ness Zionah, Ada Fischmann, hat eine Tour nach Europa gemacht, um dort eine Zahl von Mädchen auszuwählen, die als Sdhülerinnen in die landwirtschaftlichen und Haushaltungsschulen der »Wizo« eintreten sollen. Die erste Gruppe von 20 Mädchen aus Deutschland ist bereits in Palästina eingetroffen. Wasserfunde. Wie »Palnews« mitteilen, wurde in Hakowesch bei Kfar Saba in 155 m Tiefe Wasser ca. 200 m3 per Stunde, gefunden. Man sieht das als Erweis an, daß in der Küstenebene ein zweiter ergiebiger Grundwasserhorizont vorhanden ist.