Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 18 (1935)
- Issue
- Heft 2 (Februar 1935)
- Article
- Verschiedene Nachrichten [Nachricht]
- Date
- 1935-02-01
- Page
- Seite 94 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Die Regierung hat 200 £P zur Unterstützung der Wasserbohrunig in Ber Scheba beigesteuert. Der Stadt Hebron gewährte das Kolonialamt 10.000 Pf und Anleihe und 10.000 Pfund Subvention zum Bau von Wegen und Schulen. JEWISH AGENCY. Die Mandatskommission« Diese hat dem Völkerbundrat Bericht über verschiedene Petitionen erstattet. Die Massenpetition der Revisionisten, die verlangt die Grundsätze der Palästinaverwaltung zu reformieren, da der Sinn des Mandats der Judenstaat ist, namentlich die Einwanderungsbeschränkungen aufzuheben, damit eine jüdische Mehrheit geschaffen werden kann, wird als im Widerspruch mit dem Mandat erklärt. Der Berichterstatter Orts bemerkte dazu, daß die Sicherheit des Landes ihm wenig Vertrauen einflößt, da die Polizei zu 60% aus Arabern besteht. Die Petition der weiblichen Arbeiter, daß kein Frauenstimmrecht im Munizipalitätsgesetz vorgesehen ist (mit Ausnahme von Tel-Aviv), wird abgelehnt, da der Oberkommissär diese Bestimmung auf Wunsch von zwei Drittel der Stadträte abändern kann. Eine Petition des Verbandes rückkehrender Latndesverwiesener gegen die Legalität der Einwanderung^- Verordnung von 1931 wird als nicht aktuell erklärt. Die Petition syrischer Araber aus Paris protestiert gegen die jüdische Einwanderung nach Palästina und! verlangt für Palästina die Unabhängigkeit. Während der Debatte über diese Petition hat der Berichterstatter u. a. folgendes erklärt: »Der beglaubigte Vertreter der Mandatarmacht hat uns anläßlich der Prüfung des Jahresberichtes 1933 über Palästina wohl gesagt, daß die Mandätarmacht unter allen Umständen für die Aufrechterhaltung, der Ordnung bürgen kann, aber man kann sich nicht verhehlen, daß man angesichts der von den arabischen Petenten ausgehenden Drohungen und der Pogrombefürchtungen seitens der Juden mit der Eventualität ernster Vorkommnisse im Lande rechnen muß.« Auch andere Mitglieder der Kommission gaben ähnlichen Befürchtungen Ausdruck, obgleich einer von ihnen, der Portugiese Graf Penha Garcia, darauf hinwies, daß die Petition von in Paris ansässigen Arabern stammt und vielleicht keineswegs die Geistesverfassung der Araber in Palästina widerspiegelt. Die anderen Mitglieder der Kommission waren jedoch der Ansicht, daß derartige arabische Drohungen in der Vergangenheit wiederholt schon verwirklicht wurden und daß die Kommission daher die Pflicht habe, die Aufmerksamkeit des Rates auf derartige Symptome zu lenken. In ihren Empfehlungen an den Rat hat die Kommission seine Aufmerksamkeit auf die »Geistesverfassung, die in dieser Petition zutage tritt« gelenkt, im übrigen aber beschlossen, dieser Petition »sonst keine andere Folge zu geben«. Der Völkerbund hat den Bericht angenommen. Als Nachfolger des verstorbenen Mitgliedes der Mandatskommission1 van Rees wurde der Holländer Baron; von Ashbeck ernannt. Die Tagung des Administrative Councils in New York» Wir haben über deren Beginn berichtet (siehe Nr. 1, S. 4,1) Berl Locker hielt ein politisches, Leo Herrmann das KH."Referat. Es wurden Maßnahmen für einen stärkeren Zusammenschluß der nichtzionistischen Mitglieder der J. A. in Amerika angekündigt. Ein Aufruf an die Juden aller Länder soll sie zur Mitarbeit an dem Palästinawerk auffordern. Weltkonferenz der Revisionisten» Die 6. Weltkonferenz der Union der Zionisten Revisionisten wurde anfangs Jänner in Krakau abgehalten. Das Friedensabkommen mit der Histadruth wurde ratifiziert. Zum Vorsitzenden wurde Jabotinsky wiedergewählt.