Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 18 (1935)
- Issue
- Heft 2 (Februar 1935)
- Article
- Das Wirtschaftsbarometer: Januar 1935
- Date
- 1935-02-01
- Page
- Seite 90 (sequence 5)
- Language
- German
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- Haifa 1× ep/1047930
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—.050 (Vormonat: —.046 bis — .048) £P. Was Möbel holz betrifft, sind Marktlage und Preisniveau im wesentlichen unverändert. Zement und Baukeramik: Da einesteils die klimatischen Faktoren die Bautätigkeit .stören, und da andernteils neuerdings außerordentlich starke Zuführen aus Jugoslawien, Belgien und England eingetroffen sind, so haben die spekulativen Treibereien am Zement markte ein schnelles Ende gefunden; niemand ist mehr geneigt, die regulären Preise zu überbieten, die pro Tonne loko für gewöhnlichen Zement auf 2,820 £P und für schnellbindenden Zement auf 3,250 £P lauten. Die seit langem vorbereitete Produktionsvergrößerung bei Palästinas einziger Zementfabrik, »Nesfoer, Ltd.« in Haifa, wird nunmehr für Anfang April erwartet. In Baukeramik werden an Auslandsware neben den tschechoslowakischen Kacheln, die in bester Qualität, pro 100 Stück loko, —.450 (Vormonat: —.500) £P erzielen, jetzt auch ungarische Kacheln in großen Mengen offeriert. Eisen: Saisongemäß ist der Markt nicht voll behauptet. Pro Tonne loko notieren Eisenträger mit 7,200 (Vormonat: 7,500) £P, Rundeisen (für Betonamierung) von 7,500 £P (Vormonat: 8,000£P) an aufwärts (je nach Dicke). Still liegen Wellbleche, gemäß der Ruhepause in der landwirtschaftlichen Außenarbeit. Lebhaften Umsatz haben Bandeisen zum Beschlagen der Zitruskisten. Die Haifaer Eisengießerei (»Kremener Works«) hat soeben ihre ersten Schwarzguß-Erzeugnisse in vorzüglicher Qualität auf den Markt gebracht. Nichteisen-Metalle: Die Preisunterbietung zwischen den Importeuren von Halbfabrikaten hält weiter an. So werden neuerdings besonders ungarische Kupfer- und Messing "Halbfabrikate äußerst billig auf den Markt gebracht. Daher hat sich das internationale Anziehen des Kupfer- und Messingpreises in Palästina nicht auswirken können. Das Problem des Aufbaues einer Armaturenindustrie in Palästina wird noch immer viel erörtert, ohne einer praktischen Lösung näher zu rücken!, da die Regierung sich bisher noch nicht bereit fand, die erforderlichen zollpolitischen Grundlagen zu schaffen. Palästina-Gründungen im Jänner 1935* Von Dr. J. Adler, Tel-Aviv. Die industrielle und kommerzielle Gründungstätigkeit in Palästina ist mengenmäßig, also nach der Gesamtzahl der in die amtlichen Register neu eingetragenen Firmen, im Jänner 1935 gegenüber dem Vormonat um 5 Prozent gestiegen, nämlich auf 106 gegenüber 101. Amtlich publizierte Firmen-Eintragungen: Im Dezember Im Jänner 1934: 1935: Genossenschaften (»Cooperative Societies«): 3 35 Aktiengesellschaften (»Companies«): 26 15 Offene Handelsgesellschaften (»Partnerships«): 72 56 Kommanditgesellschaften (»Limited Partnerships«): — — Firmen-Eintragungen insgesamt: 101 106 Der starke Gründungseifer auf genossenschaftlichem Gebiete während des Berichtsmonats erklärt sich in erster Linie daraus, daß man aus praktischen Rücksichten Wert darauf legt, das Geschäftsjahr neuer Genossenschaften möglichst von vornherein mit dem Kalenderjahr zu verbinden. Unter den Neugründungen befand sich nur eine arabische Genossenschaft, nämlich eine Transport-Kooperative (in Jerusalem), Die 34 jüdischen Neugründungen umfaßten: 9 Wohnungsbaugenossenschaften (6 inTel-Aviv; i in Haifa, 1 in Kiriath-Chaim und 1 in Ramath-Gan), 9 landwirtschaftliche Siedlungs-