Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 18 (1935)
- Issue
- Heft 2 (Februar 1935)
- Date
- 1935-02-01
- Page
- 1 (sequence 5)
- Language
- German
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PALÄSTINA ZEITSCHRIFT FÜR DEN AUFBAU PALÄSTINAS XVHL Jahrg. Februar 1935 Nr, 2 Stadt und Land in Palästina Von Dr. Ludwig Neumann, Wien. 1* Verstädterung* Zu den auffallendsten Erscheinungen der gegenwärtigen Entwicklung Palästinas gehört die entschiedene Veränderung in der Bevölke-r rungsverteilung und sozialen Struktur des Landes, die sich in den letzten Jahren vollzogen hat. Nach der Volkszählung vom November 1931 betrug die jüdische Gesamtbevölkerung 176.000, Davon lebten 130.000 oder 74% in den Städten, während der Rest von 46.000 (26%) auf dem Lande wohnhaft war. Natürlich war auch von der Landbevölkerung ein Teil in der Verarbeitung und Verteilung sowie in freien und geistigen Berufen tätig. Immerhin betrug der Anteil der landwirtschaftlich Tätigen 33.000 oder 19%, Diese Ziffern, die gegenüber den vorhergehenden Jahren eine wesentliche Verschiebung zu Gunsten der landwirtschaftlichen Siedlungsgebiete und der Landwirtschaft darstellen, waren im wesentlichen das Ergebnis der Einwanderung, die seit dem Krisenjahre 1925 stattgefunden hatte. Sie waren, wie Walter P r e u s s, der Leiter der statistischen Abteilung der Histadruth Haowdim feststellte \ »in erster Reihe eine Einwanderung von produktiv arbeitenden Menschen, die entsprechend den Bedingungen des Landes und ihren eigenen sozialen und nationalen Zielen in erster Reihe versuchten, in den grundlegenden Produktionsstadien (Landwirtschaft, Schwerindustrien, Baugewerbe) festen Fuß zu fassen«. Sie stand damit im Gegen- 1 Der Einfluß der jüdischen Einwanderung auf die ökonomische Entwicklung Palästinas« in Metron, International statistische Zeitschrift, Rom, Heft Nr. 3 vom l.März 1934.