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Palästina · 1935-01-01 · Heft 1 (Januar 1935) · p. Seite 56

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
18 (1935)
Issue
Heft 1 (Januar 1935)
Article
[Rezension] / e. m.
Date
1935-01-01
Page
Seite 56 (sequence 2)
Language
German
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lung. Besonders charakteristisch erscheint unter diesem Aspekt der tragisch zu nennende Zwiespalt in einer Persönlichkeit wie Walther Rathenau. Als „Nachwort" ist ein aus jüngerer Gegenwart stammender Brief Martin Bubers an Robert Weltsch abgedruckt: eine Polemik gegen die These Wilhelm Michels, der die Assimilation als „I^ebensfrÖmmigkeit" bezeichnet hatte. e. m. Philo-Lexikon. Handbuch des jüdischen Wissens, mit 250 Abbildungen, Plänen usw\ Philo-Verlag, Berlin 1935, S. 800. — Es ist gewiß dankenswert, ein kleines Taschenwörterbuch über jüdische Materien zu veröffentlichen, da das Interesse an dem jüdischen Wissensstoff selir gestiegen ist und die großea Lexika relativ kostspielig sind. Das Büchlein ist sehr reichhaltig, die Daten, soweit man sie durch. Stichproben nachprüfen kann, genau. Was aber, namentlich vom zionistischen Standpunkt, als völlig verfehlt bezeichnet werden muß, ist die wahrscheinlich aus der Stellung der Redaktion erklärliche Art, in der der knappe Raum verteilt wurdfc: Geschichte und neujüdische Bewegung werden in den Hintergrund gerückt und die assimilatorische Epoche und ihre Größen usw. ausführlich behandelt. Als Beispiele mögen stichprobenartig einige Titel unter „H" gegeben werden: Theodor Herzl werden 15 Zeilen gewidmet, dem ungarisch-jüdischen Schriftsteller Hatvany 8! Unter „Haskala" wird in drei Zeilen nur die Wortbedeutung gegeben und nichts von der Geschichte und der Bedeutung der Haskala gesagt. Diese Art einer unrichtigen Wertbetonung zieht sich durch das ganze Buch. Dabei wird auch im gegebenen Text der Zionismus nicht richtig behandelt. Smolenskin z. B. wird nur als hebräischer Schriftsteller vorgestellt, der Hechaluz wird als „unpolitische national-jüdische" Organisation bezeichnet (unbegreiflich, warum hier das Wort „zionistisch" unterdrückt wird). Von den jüdischen Kolonien in Palästina werden die wichtigsten mit Namen genannt — der Leser erfährt sonst nichts darüber, auch! nichts über die Kolonisation, die Chibbat (Chowewe) Zion erhalten drei Zeilen zugeteilt usw. — Für den Zionisten hat daher dieses Lexikon nur einen beschränkten Wert. f. m. Leitfaden für den Selbstunterricht in der arabischen Sprache. Von St. H. Stephan. Verlag Steinmatzky Publishing Company Ltd., Jerusalem 1935. S. 152. — Dieser kleine Leitfaden des palästinensisch-syrischen Dialektes für Deutschsprechende bezweckt die Vermittlung der nötigsten Wörter und Redensarten des täglichen Lebens, die, alphabetisch angeordnet, sowohl transkribiert als in arabischen Schriftzeichen gegeben sind. Eine gedrängte Uebersicht der arabischen Grammatik ist beigegeben. Sowohl der Laie als der Philologe wird sich gerne und mit Nutzen dieser Publikation bedienen. Für letzteren ist sie^ da die arabische Vulgär spräche (Umgangssprache) sich von der Schriftsprache ja wesentlich unterscheidet und da überdies die verschiedenen arabischen Dialekte durch Lautverschiebungen sehr untereinander differieren, ein über* aus praktischer Behelf, um sich rasch in die Landessprache einzuleben, m. s. Wir bitten dringendst, alle Zuschriften, die die Administration betreffen, an diese und nicht an die Redaktion zu senden. Schluß des redaktionellen Teiles. Herausgeber und verantwortl. Redakteur: Adolf Böhm, Wien, XVI., Wilhelminenstraße 28 — Eigentum: Herzl-Klub, Wien, I., Elisabethstr. 1 — Verlag u. Administration: FLba-Verlag, Wien, VI.. Gumpendorferstr. 10. — Druck: josef Hajek's Nachf. Friedrich Holzer & Co., Wien, XVIL, Kalvarienbergg. 32.

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