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Palästina · 1935-01-01 · Heft 1 (Januar 1935) · p. Seite 54

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
18 (1935)
Issue
Heft 1 (Januar 1935)
Article
[Rezension] / l. n.
Date
1935-01-01
Page
Seite 54 (sequence 2)
Language
German
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die inneren und äußeren Schwierigkeiten ihrer „Einordnung", ihre berufliche und geistige Umstellung, die Haltung des älteren Jischub ihnen gegenüber und über ,.di<e.vJ^ir^i5am}5:eit ...der. für sie errichteten Hilfsorganisationen erzählt, ist scharf beobachtet, gut erfaßt, mit Einsicht verarbeitet und nicht zuletzt lebendig dargestellt. Dadurch wird das Buch tatsächlich zu einer wertvollen Einführung in eines der wichtigsten aktuellen Probleme Palästinas. — Auch ein besonderes Kapitel über die Atrialer« frage entihält sdblr rSidhitifge und klare Ansichten über die Notwendigkeit und Möglichkeit eines aufrichtigen Einvernehmens zwischen den beiden Nationen und es wäre nur zu wünschen, daß sie weiteste Verbreitung unter den deutschen Einwanderern finden. Eine Anzahl von Bildern, die anscheinend zum Teile auf Grund eigener Aufnahmen des Verfassers hergestellt wurden, stehen zwar in keinem notwendigen Zusammenhang mit dem Inhalte, tragen aber jedenfalls zur Erhöhung des Inter-« esses für einen breiteren Leserkreis bei. Zum Schlüsse nur noch eine Bemerkung, die nicht bloß als Kennizteiclhnung des Buches selbst, sondern auch der ganzen Geistesart gedacht ist, die jetzt mit dem besten Teile der deutschen Einwanderung nach Palästina verpflanzt wird: So wie Erich Gottgetreu sein amüsantes Skizzenbuch „Das Land der Söhne" mit einem deutschen Chaluz begingt, der sich aus seiner Berlinert Wohnung als wertvollstes Andenken ein — Goethe-Autogramm mitgebracht hat, so ergeht es Kupferberg selbst. Das Motto des Buches, in dem er über deutsche Juden im jüdischen Land schreibt, stammt aus dem „Faust". 1. ni. Das ist Tel-Aviv. Von An (nie Mainz. Verlag M. Leßmann, Hamburg 1934. S. 63. — Es ist schein vieL über diese Stadt geschrieben worden, die vor 26 Jahren als Villenvorort -von Jaffa mit 60 Häusern (und de(m Herzl- Gymnasium) gegründet wurde und heute nicht nur eine — noch immer ununterbrochen wachsende — Großstadt von 120.000 Einwohnern, sondern auch efcn wirtschaftlicher und kultureller H^uptpiwikt des nahen Ostens ist. Artnie Mainz hatte indessen nicht den Ehrgeiz, diese Literatur um eine neue tiefgründige Untersuchung zu vermehren. Sie hat sich damit begnügt, 55 gut auf-* genommene und ausgewählte Photos zusammenzustellen und sie mit einem temperamentvollen Vorwort sowie mit lebendigen Begleittexten zu versehen. Da sie sich zudem für ihre Vorführung die Purimzeit des Jahres 1934 ausgesucht hat, in der zugleich auch die Vorarbeiten für die Levante-Messe durchgeführt wurden, konnte sie Tel-Aviv in seinen beiden charakteristischen Lebensäußerungen zeigen: in seinem rastlosen Vorwärtsstreben und in seiner jugendlichen Lebensfreude. Die Bilderreihe beginnt erfreulicherweise nicht mit der Allenbystraße oder dem „Potsdamer Platte", sondern mit dem, was tatsächlich den stärksten unjd besonderen Eindruck auf den europäischen Besucher macht: daß nicht nur die Leute, sondern auch die Litfaßsäulen hebräisch reden, daß die jüdischen Symbole nicht bloß Tempel, sondern auch Wassertürme, Polizeistationen und Rettungswachen schmücken und nicht zuletzt, daß diese Stadt ununterbrochen — immer noch und immer wieder — als Schmelztiegel wirkt, in dem Arabien und Osteuropa zu Amerika, gestern und heute zu morgen verschmolzen wird. Eine ganze Gruppe von Bildern ist dem Purim gewidmet, eine andere als Gegenstück der Bautätigkeit und den . Ausklang bildet die Messe, an die hejute schon niemand mehr in Tel-Aviv denkt, weil alles schon mit den Vorbereitungen zur, Makkabiade beschäftigt ist.

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