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Palästina · 1935-01-01 · Heft 1 (Januar 1935) · p. Seite 47

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Journal
Palästina
Volume
18 (1935)
Issue
Heft 1 (Januar 1935)
Article
Fruchtkonservierung [Nachricht]
Date
1935-01-01
Page
Seite 47 (sequence 2)
Language
German
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Markt. Trocknung: Für den inineren Markt findet eine Tro^ckoupig stajtt, auf dem Weltmarkt sind palästinensische getrocknete Feiigen jedoqh nocjh nicht mit Smyrnafeigen konkurrenzfähig, die Qualität müßte verbessert werden. Es findet noch ein erheblicher Import getrockneter Feigen statt. Olive; n gehören zu den wichtigsten, Früchten des Landes und werden vor iaflem. in arabischen Bezirken in sehr großem Umfang angebaut. Die Konservierung in Palästina bedarf noch sehr starker Verbesserung. Für die palästinensischien Olivenarten muß eine besondere Konservierungsart erprobt werden. Für Konservierung in Blechbehältern, die in Kalifornien gebräuchlich ist, würde auch in Palästina bei Anwendung von geeigneten Methoden Absatzmöglichkeiten bestehen. Olivenöle: Auch die Olivenölgewinnung muß zwecks Erhöhung der quantitativen und qualitativen Ergiebigkeit studiert werden. Palästina hat besonders im schlechten Erntejahiren einen außerordentlich hojhiein Zusdiußbedarf an Olivenöl, der zum größten Teil aus Syrien gedeckt wir"d. Aprikosen werden in fast allen Gebieten des Laiides, insbesondere in den Bezirken Ramleh, Jaffa, Tulkarem und Akko angebaut. Für Konservieirungszwecke sind die derzeit in Palästina geernteten Arten wenig geeignet. Mit neu-en Arten werden Versuche gemacht, ein Ueberschuß für Konservierungszwecke wäre aber erst in einigen Jahren zu erwarten. Für Aprikosenmarmelade bestünde in England guter Absatz. Aepfel: Es sind nur etwa 1000 Du(nam bepflanzt, ein ProduktiOnsüberschuß für Konservierungszwecike besteht nicht. Der Import ist isejir groß. Ebenso ist der Anbau von Pflaumen und Pfirsichen unbedeutend, so daß kein Ueberschuß für Konservierungszwecke vorhanden ist. Granatäpfel werden in einigen Gebieten mit g uten Resultaten angebaut; es kommt die Erzeugung von Granatapfelsaft in Frage. Erdbeeren: Der Anbau wird stark ausgedehnt, das Angebot ist aber noch nicht sehr groß, für Konservierungszwecke genügen Quantität und Qualität nicht, auch sind die Preise zu hoch. Die für Konservierung geeignetsten Früchte sind Aprikosen, Pfirsiche, Birnen, Ananas, Grapefruit, Erd- und Himbeeren, Kirschen und Oliven. Von all diesen wird nur die Grapefruit in Palästina in genügender Quantität gezüchtet, um einen Produktionsüberschuß für industrielle Verwertung abzuwerfen, daneben noch Oliven und eventuell Aprikosen. Ueber die Frage der Gemüsekonservierung in PaLastina gibt .Mr. Hearso Ziffern aus dem Jahre 1931/32 an, die schon längst überholt sind. Die damaligen Ernten waren in den zur Konservierung in Betracht kommenden Gemüsein (in Tonnen): Tomaten 8000, Gurken 3000, Blumenkohl 1500. Außerdem wären Kohl, Erbsen und Mohrrüben zur Konservierung geeignet. (Wie aus der folgenden Notiz hervorgeht, deckt die jüdische Gemüseernte erst zirka 1/rI des Bedarfes der Juden Palästinas. Es ist daher derzeit an einen Export nicht zu denken. — Die Red.) Gemüsebelieferuag. Nach einer Mitteilung von Dobkin wird der Bedarf der jüdischen Bevölkerung an Gemüse auf eine 1/2 Million, Pfund im Jahr 1934 geschätzt. Davon sind nur 15 o/o von Juden geliefert worden.

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