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Palästina · 1935-01-01 · Heft 1 (Januar 1935) · p. Seite 46

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
18 (1935)
Issue
Heft 1 (Januar 1935)
Article
Die Kosten der Orangenpflanzung [Nachricht]
Date
1935-01-01
Page
Seite 46 (sequence 2)
Language
German
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arabischer Arbeit beträgt nach, diesen Berechnungen höchstens zirka l1/2 Pfund jährlich pro Dunam, während die Einnahmen pro Dun&m fruchttragenden Pardeß zirka 39 Pfund jährlich brutto hinfd zirka 15 bis 18 Pfund, jährlich netto betragen. (Wir bemerken zu, dieser Aufstellung, die von einer Gesellschaft, die sich] seit Jahren mit bestem Erfolg mit dem Pflanzen für fremde Rechnung beschäftigt, da!ß in ihr 1 Dunam Boden mit 15 Pfund angesetzt ist, zu welchem Pjreis heute in Palästina ein solcher in reicht zu; wejiiter Entfernung vojn edjner Kolonie nicht erhältlich ist. Dagegen sind die Kosten bis zur Fruchttragung1 — wahrscheinlich übernimmt „Jachin" zu diesen Sätzen die Arbeit — mit 61 Pfund als sehr mäßige zu bezeichnen. —;Die Red.) Zitrusneupflanzungen. Im Jahre 5694 wurden zirka 25.000 Dunam von Juden neu bepflanzt. Für Winter 1934/35 schätzt man die jüdischen Nieupflanzungen auf 24.000 Dunam. Zitrusversand. Bis 16. Dezember wurden 896.000 Kisten Zitrus versende davon 157.500 Grapefruit. Fimchtkonservierung. Wie „Palnews" melden, hat der Direktor der 'englischen "Versuchsanstalt der Universität Bristol, Mr. P. Heart über die Möglichkeit der Fruchtkonservierung in Palästina eingehende Untersuchungen langestellt. Zitrusfrüchte (Orangen, Grapefruit, Zitronen usw.),: Der Prozentsatz des Abfaliobstes schwankt entsprechend den verschiedenartigen Bedingungen des Marktes, der jeweiligen Saison und der Qualifikation ' des Züchters. In Italien beträgt er 25 bis 30o/o, in Amerika 10o/o;, im Palästina Wird er bei Orangen auf 10o/o, bei Grapefruit auf 5 o/o geschätzt. Für Konservierungszwecke ist Grapefruit geeigneter. Konservierte Gräpefrutit, die in Palastina van einer Fabrik hergesteilt wurde, konnte infolge Ider billigen Floridakonkurrenz nur schwer expordiert werden. In Florida sind ,die Prodiuktions^ kosten sehr niedrig. Orangen- und Grapefruitsaft: Es bestehen Exportmöglichkeiten, insbesondere für Grapefruitsaft, nach England. Auch in Palästina steigt der Verbrauch, vor allem auch von versüßtem Grapefruitsaft. Orangenöl wird nach einem patentierten Verfahren in Palästina gewoirtnien, nach tder lOelgewinnung kann das Obst weiter zu Saft ausgepreßt werden. Eine ToMne Orangen ergibt 4 Kilogramm Gel. Marmelade hlat in Palästina gute Absatzmöglichkeiten, bei guter Qualität und Reklame auch im Ausland. Außerdem kann aus Orangen Alkohol, Essig, Azeton und eine Art Cider (wie aus Aepfeln) gewonnen werden. Aü|f die Essiggewinnung ist besonders hinzuweisen. Weintrauben: In Palästina sind ungefähr 55.000 Dunam mit Wein bepflanzt. Konservierung kommt kaum in Frage, Rosinenherstellung ist in Palästina noich nicht verbreitet, Palästina importiert Rosinen. Traubensaft und -marmeladen werden in Palästina ebenfalls nur in ganz geringen Mengen' hergestellt. Seine Tafeltrauben sind hiefür nicht geeignet. Feigen werden im Gebirge von Arabern in starkem Maße angebaut. Bezüglich der Konservierungsmöglichkeilten müßte untersucht werden, inwieiweit sich die palestinensischen Qualitäten hiefur eignen; für gute Qualitäten würden auch Exportmöglichkeiten bestehen. Feigenmarmelade findet keinen

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