Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 17 (1934)
- Issue
- Heft 12 (Dezember 1934)
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1934-12-01
- Page
- Seite 565 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Das Buch müßte aber auch in polnischer Sprache erscheinen, um die jüdische Jugend zu erfassen, denn ein sehr großer Prozentsatz unserer Schuljugend liest leider nicht hebräisch. Das Buch gibt Daten über Zahl und Wanderungen der Juden, den Aufbau der jüdischen Gemeinschaft, jüdische Politik und Wirtschaft, geistiges und kulturelles Leben, Wohlfahrtsarbeit und soziale) Struktur der Judenheit, über den Antisemitismus und schließlich über die Wiedergeburt des jüdischen Volkes und Landes. Die angeführte Bibliographie ist ziemlich reich — aus verständlichen Gründen überwiegen darin die hebräisch geschriebenen Quellen. Das Buch führt gut in die Soziologie der Juden der Gegenwart ein, es weist auch an manchen Stellen die Problematik des jüdischen Daseins auf, wodurch es erzieherisch wirkt und gibt uns ein Bild der tragischen Dynamik des (gegenwärtigen Judentums. In leichtem, guten Hebräisch verfaßt, zeugt es für den Autor, einem namhaften Soziologiein. Prof. Dr. S. Stendig, Krakau. Les Soulrces Thermales de la Palestine et en partieulier celles de Hamei- Ttberia, von Dr. A. Brzezinski, Paris, Librairie Rodstejn, 1934, S. 102. — Durch die jüdische Presse ging im Juli d. J. die Mitteilung, daß eine Doktorarbeit über die Thermalquellen von Tiberias der medizinischen Fakultät von Paris vorgelegt und von ihr preisgekrönt wurde. Diese Dissertationsschrift liegt jetzt in Dru^ck vor. Ihre 93 Seiten enthalten zu ca. .zwei Drittel historö-» sehes Material über Bädergebrauch in der biblischen und talmudischen Zeit, über die Quellen Hamtha de Fahal, Callirhoe, Biram, Gadara und Tiberias, größtenteils Auszüge aus den vorliegenden Bearbeitungen dieses Themas. (Eine erschöpfende Studie über die Geschichte dieser Thermen,, besonders von Tiberias und Gadara,, über die wir sehr viel Material besitzen, steht leider noch aus.) Der zweite Teil des Buches gibt eine Darstellung der klimatischen Bedingungen von Tiberias, des physikalischen und chemischen Charakters seiner Mineralquellen, einiger experimentell-pharmakologischer Laboratoriumsversuche mit diesem Wasser und sahließt mit einer Schilderung des gegenwärtigen Zustandes der Bäder und einer Zusammenstellung ihrer Kurindikationen nach deta bisher vorliegenden ärztlichen Publikationen darüber. Der Autor, dem persönliche Kenntnis der Quellen und des Landes fehlt, hat mit Fleiß, Geschick und Liebe das Material, das ihm für diese These zur Verfügung stand, zusammengestellt und sich das Verdienst erworben, durch diese Publikation in französischer Sprache Wissenschaftler, denen die Natur- und Geschichtstatsache dieser Quellen ein fast Unbekanntes war, für die Heilungsmöglichkeiten, die sich gerade jetzt durch den modernen Ausbau der Thermen von Tiberias einem internationalen Publikum eröffnen, interessiert zu haben. Dr. M. B. Les Clements et les groupes phytogeographiques auxiliaires dans la flore palestinienne, von A. Eig, Verlag des Repertoriums, Berlin 1931, I. Abt S. 201, II. Abt. S. 120; GM 60.—. — Wenn wir von den vielen wissenschaftlich bedeutsamen Publikationen, die in regster Forschertätigkeit von der biologischen Abteilung der hebräischen Universität in den letzten Jahren ausgegangen sind, gerade diese herausgreifen, so geschieht es deshalb, weil sie den besten pflanzengeographischen Abhanidlungen der gesamten botanischen Literatur zuzuzählen ist und auch als solche von Seiten der Wissenschaft gewertet wird. Die Arbeit geht weit über das lokale Interesse hinaus, da in ihr das Zusammen-