Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 17 (1934)
- Issue
- Heft 12 (Dezember 1934)
- Article
- Arbeitskonflikt in Kfar Saba [Nachricht]
- Date
- 1934-12-01
- Page
- Seite 558 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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wegen Nichtbeschäftigung von jüdischen Arbeitern bei der Pflücke. In Kfar Saba werden heuer dazu ausschließlich arabische Arbeiter verwendet. Die Ernten. Der Bericht für Oktober des Landwirtschaftsdepartments teilt u. a. mit, daß die Olivenernte quantitativ sehr schlecht, qualitativ gut war. Die Weiden waren dank der vermehrten Niederschläge besser als im Vorjahr und das Vieh ist in guter Verfassung. Mädchenschulen. Die 1926 gegründete Schule von Frau Ahr. Ben Zwi für Unterrieht in Landwirtschaft und Hauswirtschaft in Jerusalem ist auf 40 Dunam des KKL. errichtet. Sie hat Platz für 45 Mädchen. Schulgeld 5 Pfund per Monat. Baumschule, Geflügel- und Gemüsezucht, Obstgarten sind vorhanden. Die Mädchenlehrfarm in Neß Zionah hat den Namen Ajanoth (Quellen) erhalten. Landflucht aus den Kwuzoth? Wie bekannt, ist die Liage der zumeist Ackerbau treibenden Kolonien im Galil (Galiläa) noch immer sehr ungünstig. Die Versuche, sie neu zu beleben (siehe Notiz Nr. 2/3, S. 112 und Nr. 4/5, S. 199) haben bisher nicht nur keine Besserung gebracht, sondern die Abwanderung aus den Kolonien in die Städte hält an. Wie „Palnews" melden, sind im Jahre 1933 565 Genossen aus den Kwuzoth, u. zw. hauptsächlich aus jenen in Galil, in die Städte abgeströmt, d. s. 17 o/o der Kwuzothbevölkerutnig. — Wir bemerken hiezu, daß diese Meldung von „Palnews", deren Inhalt von mancher Seite als ein Versagen des Kwuzothgedankens angesehen wird, einer Ergänzung bedarf. Zunächst gehen viele Arbeitsgruppen aus Kwuzoth periodisch in die Stadt, um für ihre Kolonie Geld zu verdienen. So ist z. B. die Zementziegelfabrik von Höchberg in Haifa von einer Gruppe aus Dagania B gebaut worden. Diese Gruppen kehren natürlich wieder in die Kwuzah zurück und durch ihre Außenarbeit stärkt sie deren finanzielle Position. Andererseits haben die Kwuzoth im letzten Jahr viele hunderte neue Mitglieder aufgenommen. Unter anderem sind, wie unten mitgeteilt, bis Ende September allein von den deutschen Einwanderern 1120 in Kwuzoth und Moschawim gegangen, ein Beweis, daß der Zuzug zu den Kwuzoth größer ist, als der Abfluß — eine Tatsache, die jedem Besucher des Landes augenfällig ist. Die Kwuzothkoloniem — mit Ausnahme jener des Galil — haben im letzten Jahr einen sehr großen Aufschwung genommen, sowohl in bezug auf Quantität und Qualität der Produkte, als auch in finanzieller Beziehung. Die Behauptung rechtsstehender Blätter, daß die Kwuzoth sich nicht bewährt haben, ist völlig haltlos. (Die Red.) Siedlungsarbeit Siedhmgsarbeit der PICA. Diese beschloß, für Erweiterung ihrer Arbeit im Lande 150.000 Pfund aufzuwenden. Kerkur. Kürzlich ist in dieser Kolonie auf dem Boden Wadi Ära des Irgun Intensivi Wasser in 175 m Tiefe gefunden worden, dessen Ergiebigkeit auf 200 m3 per Stunde geschätzt wird. Das ermöglicht Zitrusanpflanzungen, Sedjera. Eine jüdische Gruppe kaufte 7300 Dunam Boden zur Gründung einer Ansiedlung, die Viehzucht und Baumpflanzung betreibt.