Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 17 (1934)
- Issue
- Heft 12 (Dezember 1934)
- Article
- Die Hule-Konzession von der Jewish Agency übernommen [Nachricht]
- Date
- 1934-12-01
- Page
- Seite 551 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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eine riesige Summe an den KKL. zu verkaufen, doch dieser ließ untersuchen, welche Kosten die Ameliorierung dieses großen Gebietes verursachen würde. Die Experten variierten in der Schätzung sehr. Ing. Henriquez bezifferte sie im Report of the Joint Palestane Survey auf 1^080.000 Pfund, andere Sachverständige nahmen viel weniger an. Das Gebiet ist stark versumpft und der böseste Malariaherd im Lande. Simpson und French wollten die Konzession der Regierung vorbehalten und für jüdische Kolonisation sperren. lieber den Kaufpreis verlautet, daß die Konzession um 200.000 Pfund erworben wurde, doch ist offiziell nichts darüber mitgeteilt worden. Das Gebiet* wird mit 57.000 Dunam angegeben, davon entfallen 17.000 auf den Meromsee. Für Ansiedlung von Juden sind 34.000 bis 37.000 Dunam bestimmt, der Rest ist für Araber reserviert, für die die Jewish Agency die Ameliorationen auf ihre Kosten durchzuführen hat. Wir bemerken, daß der KKL. sieh an der Konzession nicht beteiligt und diese von der PLDC. übernommen wird. Was die Fläche betrifft, so wird sie in verschiedenen offiziellen Quellen kleiner als in jener Meldung angegeben,, meist mit nur 52.000 maximal 55.000 Dunam. Außer dem Konz es s ionsgebiet gibt es in der Huleebene noch 65.000 Dunam, die syrischen Effendis gehören und an Fellachen verpachtet sind, ferner 45.000 Dunam, die von Fellacbem oder Beduinen bewirtschaftet werden. Die Kosten der Amelioration können erst nach Aufarbeitung eines genauen Planes festgestellt werden. Die Schätzung von 1 Million Pfund wird, wie gesagt, vielfach als zu hoch bezeichnet. Wenn tatsächlich ein solcher Betrag aufgewendet werden müßte, so käme allein die Amelioration für den jüdischen Boden auf ca. 30 Pfund, eine sehr hohe Summe. N-eue Nachrichten besagen, daß die Amelioration nur 400.000 Pfund kosten soll. Wir nehmen an, daß der KKL. im Momente, wo nach eingehender Spezialuntersuchung klargestellt sein wird, wie hoch die Kosten sein werden, sich eventuell an der Transaktion beteiligen wird. Die Ameliorationen sollen im Laufe von drei Jahren fertiggestellt werden, welcher Zeitraum von mancher Seite als zu kurz für diese Arbeit bezeichnet wird. Was das nötige Bodenausmaß für eine Familie betrifft, so schätzte es Simpson auf 40 Dunam, davon die Hälfte bewässert; jüdische Experten halten dieses Maß als viel zu hoch und veranschlagen 22 Dunam. i Zugeständnisse an die arabischen Siedler im Reisangebiet. Bekanntlich hat die Regierung Samuel ca. 400.000 Dunam bewässerbare Staatsländereien an Araber, die sehr vage Rechtsansprüche angemeldet hatten, zu außerordentlich hilligen Bedingungen überlassen, wogegen die Jewish Agency vergebens protestiert hat. Die Araber konnten bisher auch die sehr geringen Zinsen und Raten nicht aufbringen. Einige verkauften ihren Boden an den KKL. Nun hat die Regierung nachträglich Kaufpreis und Zinsen herabgesetzt, die Zahlungsperiode auf 30 Jahre verlängert, so daß die Leistungen der neuen Besitzer so minimal sind, daß man beinahe von einer Schenkung sprechen kann. Man nimmt an, daß ein Weiterverkauf der Böden an Juden deshalb nicht mehr vorkommen wird. Bodenstreit, „The Niear East and India" berichtet über einen Bodenstreit betreffend private jüdische Käufe bei Safed (Berg Kanaan, angeblich 22.000 Dunam). Dieser Boden wurde von moslemischer Seite auf Grund eines uralten