Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 17 (1934)
- Issue
- Heft 11 (November 1934)
- Article
- [Rezension] / m. f.
- Date
- 1934-11-01
- Page
- Seite 506 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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weguiig eingetreten sind, wünschenswert gewesen, Ergänzungen anzufügen. Wüte haben schon bei Erscheinen der ersten Auflage die gelungene knappe Zu> sammenfassung des Stoffes gerühmt. Natürlich ist es unmöglich, auf so beschränktem Raum di Ideologie und die Probleme des Zionismus eingehend zu behandeln. Für Stein sind natürlich die poüifechen Fragen vom besonderem Interesse, wer er doch jahrelang an hervorragender Stelle, namentlich als M% arbeiter Wcizmanns, in London politisch für den Zionismus tätig. Von Interesse ist «seine Schilderung der Vorgeschichte der Balfourdeklaration. Es ist wenig bekannt, daß schon im Jahre 1915 Sir Herbert Samuel dem englischen Kabinett einen Vorschlag unterbreitete, Palästina an die Juden zu geben. Ueber die Ziele des Zionismus zitiiert er englische Staatsmänner, darunter u. a. auch Sir Herbert Samuel, der 1919 gefordert hatte, Palästina solle ein sich selbst regierendes Gemeinwesen mit jüdischer Majorität werden. Ueber die Haltung der englischen Mandatsregierung sagt der Autor, dessen probritisiche Einstellung bekannt ist, daß selbst die gemäßigten Zionismen sich fragen müssten, ob Großbritannien wirklich seine Verpflichtungen aus dem Mandat voll erfüllt hat. Die Juden sind enttäuscht worden und was sie geleistet haben, geschah fast ausschließlich aus eigener Kraft. m.f. Palästinakunde V. Geschichte« Von Dr. Hugo Herrmann, Fiha-Verlag, Wien 1934, S. 403—507. Mit diesem Bändchen schließt das Werk Hen^ mann's ab, dessen Teile: I, Geographie, II, Bürgerkunde, III, Das Jüdische Aufbauwerk wir schon besprochen haben. Im vorliegenden Heft wirjd dies Geschichte Palästinas vom Standpunkt des Landes dargestellt und nicht von dem des bloß jüdischen Interesses. (Es hätten vielleicht trotz dieser Absicht doch die Verbindungen der Juden der Diaspora mit Palästina erwähnt werden können. Die Reise Benjamins von Tudela zum Beispiel hat ja auch Angaben? über die Bevölkerungszahl der Juden gebracht.) Die Geschichte Palästinas' in den Jahrhunderten der Herrschaft von Byzanz, den Arabern und Türken ist bisher fast immer nur bruchstückweise dargestellt worlden. Herrmann hat sich ein Verdienst (u*m die Palästinakunde erworben* indem er gerade die Geschichte dieser Zeiten aus den spärlichen Quellen durchforscht hat und zusammenhängend erzählt. Wie der Verlag mitteilt, werden alle vier Bändchen in einem Band vereinigt werden, womit da,s sehr wertvolle Lehrbuch der Palästinakunde Herrmanns auch für die Benützung in eine handliche Form kömmt. ad. bm. Recent Progreß in Palestine by Israel Cohen, Herausgegeben von der Zionistischen Organisation, London 1934, S. 24. — Das Heft enthält eine übersichtliche Zusammenstellung der Fortschritte, die das jüdische Palästina in den letzten Jahren auf allen Gebieten gemacht hat, mit reichlichem Ziffernmaterial. British Interests in Palestine by HerbertSidebotham, Verlag London- Caledonian Preß Ltd., London 1934, S. 44. — Der Autor, ein bekannter englischer Vorkämpfer für den Zionismus legt dar, welche Bedeutung ein jüdisches Palästina für die Verteidigung des Suezkanjals hat. Der Zionismus liegt auch auf der allgemeinen Linie der britischen Politik, die Lasten des Reiches durch; Schaffung neuer Nationen zu erleichtern und so Freiheit mit Zxtsammensohluß zu verbinden. Der Zionismus müßte von England erfunden werden, wenn er nicht existierte. Palästina ist auch ein wichtiges Glied auf dem Luftweg nach Indien. Der Autor geißelt scharf die bürokratisch engherzige, restriktive Politik der