Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 17 (1934)
- Issue
- Heft 11 (November 1934)
- Article
- Edmond de Rothschild gestorben [Nachricht]
- Date
- 1934-11-01
- Page
- Seite 491 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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JEWISH AGENCY. 49j Edmund de Rothschild gestorben. Am 2. November, dem Balfourtag, ist Baron E. de Rothschild, Paris, im Alter von 89 Jahren gestorben. Der „Baron", wie er in Jisctmw kurz hieß, hat im Jahre 1883 die ersten jüdischen Kolonien in Palästina vor dem Untergang gerettet. Seither hat er in der großzügigsten Weise die Besiedlung des Landes gefördert und dafür enorme Summen aufgewendet, die man auf 80 bis 100 Millionen Goldfrancs schätzt. Nach dem Kriege hat er gemeinsam mit der ICA die „Pica" gegründet, die sein Werk fortsetzte und deren Präsident sein Sohn James ist. Während er vor dem Kriege den politischen Zionismus ablehnte, ist er nach der BalfOurdeklaration ein Freund und Helfer der Jewisfr Ageney geworden, bei deren Gründung 1929 er zum Ehrenpräsidenten gewählt worden ist. Der Verblichene ist von Aijfang am eine der größten Stützen des jüdischen Palästina gewesen, sein Name ist für den Jisqhiuw ein legendärer geworden. In Palästina, wohin der Baron füni&nal, zuletzt im 80. Lebensjahr gereist war, ist nationale Trauer angesagt worden. Der Eindruck der Todesnachricht war, ungemein groß, insbesondere in jenen Kolonien, die unter seiner Patronanzj gestanden sind. Fiinajnzen. Im abgelaufenen iFnatnzja|hr haben die Jewis|ii Ageney und der Keren Hajessod ihre Verbindlichkeiten zusammen um ca. 101.000 Pfund verringert. Friedensübereinkommen. In einer von der Exekutive veranstalteten Aussprache zwischen Ben Gurion (Histadruth) und Jabotinsky (Union der Revisionisten) wurde ein Anti-Terror-Uebereinkommen geschlossen. Ferner wurden Vereinbarungen wegen gerechter Verteilung der Arbeit u. a. getroffen. Man hofft, daß dadurch der Friede zwischen den jüdischen Gruppen in Palästina gesichert ist. Neue Parteigruppe. In Palästina haben sich ehemalige Mitglieder der Zionistischen Vereinigung für Deutschland u. a. Blumenfeld, Auerbach!, Bileski, Krojanker, zu einer besonderen Gruppe der Allgemeinen Zionistein „Kidmah Chug Zijonim Klaliin" vereinigt, die als Programm besondere Disziplin in der Organisation, Arbeit für die nationalen Fonds, geistige Erneuerung etc. postu'-» liert. Dr. Sch:. Levin schloß sich dieser Gruppe an. BEVOELKERUNG. Andrang in die Städte. Nach einer Schätzung von „Palnews" wohnten von der für 1. September geschätzten jüdischen Bevölkerung von? 28&000 Köpfen; am Lande 61.000 (21,7'0/0) und in den Städten\222.000 (78,3o/0). Bei der Volkszählung November 1931 wurden am Lande 25,6 o/o der gesamtjüdischen Bevölkerung (174.610), das sind 44.700 Köpfe, gezäjhlt. WANDERUNG. Touristen- und Wanderungsbewegung im ersten Halbjahr. Im Commercial Bulletin Nr. 8 findet sich die übliche Zusammenstellung der Einwanderungsä- und Touristenbewegung für das erste Halbjahr wie nachfolgend: