Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 17 (1934)
- Issue
- Heft 11 (November 1934)
- Article
- Gesetzgebung und Agrarbank [Nachricht]
- Date
- 1934-11-01
- Page
- Seite 490 (sequence 1)
- Language
- German
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Gesetzgebung und Agrarbank. Wie schon wiederholt mitgeteilt, ist die) Gründung einer großen Agrarbank mit Beteiligung der Regierung und deff großen jüdischen Gesellschaften wegen aufgetauchter Schwierigkeiten ins Stocken geraten. Wie Mr. Hall in Genf auf Anfrage zugab, bestehen diese: darin, daß die Banken, die an dem Projekt teilnehmen sollen, erklärten, daß die bestehende Pächterschutzgesetzgebung (die so weit geht, daß z. B. Leute^ die durch einige Zeit auf einem Terrain ohne Berechtigung Rohr schneiden etc. geschützt" werden, und abgestiftet werden müssen) die Kreditbasis für Kredite auf ländlichen Terrains zerstört haben. (Es zeigt sich also, was wir gleich bei Erlassung der Verordnung bemerkt haben, daß sie nicht nur ein Hindernis! für den Bodenkauf durch Juden ist, sondern, daß sie sich auch für den allgemeinen Fortschritt des Landes als Hemmnis erweist. — Die Red.) Vertrag mit der Anjglto Persian Oil Cy. Die Regierung veröffentlicht einen; Vertrag, den sie mit der APOC geschlossen hat; dieser ist jenem mit der! Irak Petrol Cy (IPC) gleichlautend. Aucjh die APOC hat die weitgehendsten Rechte, insbesondere das der Expi^rialtiom von Ländereien für Bau eines Oelhafens, einer Pipeline, Steuerbegünstigungen usw. Oeffentliche Finanzen. Der Ueberschuß im Monat August betrug 09.000 pal. Pfund, die Gesamtreserve bis Ende August 3,354.000 pal. Pfund. Geldumlauf. Wir haben mitgeteilt, daß dieser über 4 Mill. Pfund betragt. Wie Mr. Hall in der Sitzung der Mandatskommission erklärte, ist die Höhe des Gewinnes der Regierung an diesem Umlauf im letzten Jahr nicht weniger als 100.000 Pfund gewesen. Davon hätte Transjordanien den gebührenden Anteil erhalten. I ' Erbrecht am Boden. Dr. Strauß macht in der „Jüdischen Rundschau" darauf aufmerksam, daß dieses bei „Miri"-iBöden nur wach dem gesetzlichen Eirbrechb möglich ist, nach dem bei Kinderlosigkeit von Ehepaaren die Frau nur die Hälfte, die Verwandten des Mannes die andere erben. Neuerlicher Steuernachlaß an Fellachen. Ende November verordnete der High Commissioner den Fellachen 130.000 Pfund von der gesamten Oschersteuer (245.000 Pfund) zu erlassen. Hilfe für die Fellachen. Mr. Hall sagte hierüber in der Sitzung der Mandatskommission, daß in dringenden Fällen von den Regierungsärzten Milch und Suppe verteilt werden. Wo nötig, gebe die Regierung Darlehen. 8000 arabische Dorfbewohner sind beim Straßenbau beschäftigt. Von der neuen Anleihe werden 50.000 Pfund zu Darlehen an die Araber im Hügelland verwendet werden, zwecks Terrassierung, Baumpflaänzungjen usw. Trans j ordanien, Regierungshijlle. Hierüber macht Mir. Hall in Genf folgende Mitteilungen: Zur Hilfe für hungernde Beduinen sind Lebensmittel und Geld — insgesamt im Werte von 1250 Pfund — gesammelt uttd verteilt worden. Anfangs 1934 wurden 14.000 pal. Pfund Saat - Anleihen gegeben, ferner werden Darlehen an Viehzüchter erteilt werden. Vorher wurden 3(1.000 Pfund] Anleihen für Saat (wahrscheinlich für die Winterernte 1933/34 — Die Red.) gegeben, wozu die Palästina-Regierung 21.000 Pfund lieh.