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Palästina · 1934-11-01 · Heft 11 (November 1934) · p. Seite 489

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Journal
Palästina
Volume
17 (1934)
Issue
Heft 11 (November 1934)
Article
60 Juden verurteilt und ausgewiesen [Nachricht]
Date
1934-11-01
Page
Seite 489 (sequence 2)
Language
German
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und fünf ältere Frauen. Zwölf von den verurteilten Männern, unter ihnen einige britische Staatsangehörige, werden vor der Ausweisung noch je ein Jahr Gefängnis absitzen müssen, weil sie bereits zum zweiten Male illegal ins Land gekommen sind. Für die übrigen Verurteilten besteht die Möglichkeit, nachjträglich Aufenthaltsbewilligung zu erhalten, falls sie Verwandte im Lande besitzen, die die Garantie übernehmen, daß sie der Oeffentlichkeit nicht zur; Last fallen. Polizeirichter Curry kündigte für die Zukunft noch härtere Strafen für illegale Einwanderung an. \ Zusammenstoße« Am 19. Oktober kam es anläßlich einer revisionistischen Versammlung zu einem Zusammenstoß zwischen Revisionisten und Mitgliedern der Histadruth, bei der 23 Personen verletzt und 15 verhaftet wurden. Die Mitglieder der Histadruth sollen die Angreifenden gewesen sein. Deren Leitung; wendete sich im „Dawar" gegen die Ruhestörer und verurteilt ihr Vorgehen* aufs schärfste. Es wird betont, daß die Angreifer wahrscheinlich einer neuen antifascistischen Gruppe angehören, worüber eine Untersuchung eingeleitet ist. Verschiedene Nachrichten. Als Grund für das von uns berichtete und noch immer andauernde Ausscheiden der Juden aus der Polizei, gab der Inspektor Mr. Spicer an, ist, daß diese zur Arbeit auf dem Lande zurückkehren wollen. Dem Herausgeber der Tageszeitung Ak Difaa, einem Syrier, wurde die Ausweisung angedroht, wenn er weiter gegen die angebliche jüdische illegale Massenimmigration hetzen würde. In Ber Scheba sind einige Scheichs großer Stämme übereingekommen, keinen Boden an Juden zu verkaufen. Die Leitung der arabischen Landwirtsehaftsbank will sogar Wege suchen, schon geschlossene Kontrakte zu annullieren. (Solche Beschlüsse werden immer wieder von Zeit zu Zeit gefaßt, haben aber, da sie den Interessen der Araber selbst entgegenstehen, keine effektive Wirkung, wohl aber erschweren und verteuern sie den Bodenkauf durch Juden. — Die Red.) Transjordanien. Parlament. Die Wahlen zum Parlament sind zugunsten der Volkspartei, die die Politik der Emirs unterstützt, ausgefallen, die sämtliche Mandate erlangte. OEFFENTLICHE VERWALTUNG. Keine Reichsvorzugszolle für Palästina. Mr. Hall gab in der Sitzung der Mandatskommission auf eine Anfrage wegen der Imperial Preference die Antwort, daß im Fall der Erteilung der Reicfhsvorzugszölle an Palästina, viele Länder, die mit Großbritannien Meistbegünstigungsverträge haben, gleichfalls auf die Preference Anspruch machen würden. Mehrere solche Staaten hätten auf Anfrage dies mitgeteilt. (Wir finden diese Antwort sehr sonderbar. Wir haben in Nr. 8/9, Seite 371 die Rechtslage erörtert, die völlig anders ist, als ' vom Mr. Hall mitgeteilt. Auch verweisen wir auf die Vorschläge, die Dr. Bileski im Jahrgang 1932, Heft 12 machte. Im übrigen ist es zumindest unverständlich; warum die Regierung, anstatt von vorneherein den Rechtsstandpunkt einzu* nehmen und ungerechte, oder zumindest zweifelhafte Ansprüche zurückzuweisen, im Gegenteil durch Vorfragen den nichtbritischen Ländern den Widerstand förmlich suggeriert. — Die Red.).

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