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Palästina · 1934-11-01 · Heft 11 (November 1934) · p. Seite 479

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Journal
Palästina
Volume
17 (1934)
Issue
Heft 11 (November 1934)
Article
Lohnprobleme in Palästina
Date
1934-11-01
Page
Seite 479 (sequence 7)
Language
German
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Die von uns angeführten Beispiele, zeigen, daß man von einem überhöhten Reallohn der palästinensischen städtischen Arbeiter im Vergleich zum Reallohn eines europäischen Arbeiters nicht reden kann, wobei es zu bedauern bleibt, daß wir dieses Verhältnis nicht, wie üblich, in einer Indexzahl aus>- drücken können. Wie dem auch sei, jeder objektive, von Vorurteilen ungetrübte Beobachter muß konstatieren, daß der gewerkschaftliche Kampf des jüdisch-palästinensischen Arbeiters um Aufrediterhaltung eines Minimallolines in jeder Beziehung gerechtfertigt und daß ohne ihn seiima Existenz überhaupt nicht möglich ist. Diese Behauptung einmal sachlich und zahlenmäßig zu belegen,, war der Zweck dieses Artikels. Rundschau Verkehr. Von Dr. Ing. Hans Jaycobowitz, Tel-Aviv. Das Verkehrswesen Palästinas unterscheidet sich wesentlich von dem anderer Länder des benachbarten Orients oder gar Europas. Dies ist vor allem durch die geographische Struktur des Landes bedingt. Sind in der modernen Verkehrs wir tsch af t die heute wesentlichen Verkehrsträger, nämlich Schiff, Flugzeug, Bahn, Motorfahrzeuge an dem ihrer besonderen Verwendungsfähigkeiten geeigneten Platz zu finden, so kommen für das Wirtschaftsgebiet Palästinas selbst nur die beiden letztgenannten Beförderungsmittel — Bahn und Motor* fahrzeug — in Betracht. Das Fehlen schiffbarer Wasserläufe und Kanäle zwingt, das Schiff innerhalb Palästinas auszuscheiden, obwohl es auch heute noch als billigstes Massenbeförderungsmittel in der Wirtschaft der meisten Länder — wenn die Natur dies nur irgend zuläßt — die Hauptrolle spielt. Das andere modernste Verkehrsmittel, das heute in der Güter-, Post- und auch Personenbeförderung schon weiten Kreisen zur Verfügung steht, das Flugzeug, hat infolge des geringen Umfanges des Laiades innerhalb Palästinas keine Daseinsberechtigung. Im Verkehr nach Palästina hingegen sind diese beiden Verkehrsträger in erster Linie zu nennen. Der Waren-, Personen- und Postverkehr, der infolge der Verbundenheit der jüdischen Bevölkerung Palästinas mit ihren Herkunftsländern in engerem Kontakt zu diesen europäischen Ländern steht, bedingt einen weit stärkeren Verkehr dorthin, als dies etwa von den benachbarten Ländern des Orients (Aegypten, Syrien) — auf die Bevölkerungszahl gemessen — der Fall ist. Wichtiger als dieser Zubringerverkehr ist für Palästina selbst der Verkehr im Lande. Als Haupttransportmittel sind hier Bahn und Auto anzusehen, die beide in scharfem Wettbewerb stehen. Der sonst im Orient übliche Transport mittels Tieren (Kamelen, Eseln) stellt in der modernen Wirtschaft Palästinas keinen zahlenmäßig beachtenswerten Faktor dar. So sind also bei der Betrachtung des Verkehrs Palästinas Bahn und Auto gegenüberzustellen. Die palästinensische Eisenbahn hat in der letzten Zeit im Personenverkehr einen Rückgang durch die Entwicklung des Automobilverkehres erlitten. Die

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