Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 17 (1934)
- Issue
- Heft 10 (Oktober 1934)
- Article
- Kartoffelbau [Nachricht]
- Date
- 1934-10-01
- Page
- Seite 435 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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toffelaiibau hingewiesen wird. Dieser sollte nach Ansicht des Verfasjsiers ausgedehnt werden. Er reinigt den Boden und hinterläßt gute Rückstände zur Ernährung der Pflanzen, kann unter Zitrus und anderen Fruchtbäumen während der ersten fünf Jahre des Pflanzens betrieben werden und so in der Wartezeit bis zur Fruchttragung von Zitrus ein Einkommen geben. Der Jahresimport beträgt ca. 7000 Tonnen im Werte von 45.000 bis 50.000 Pfund. Auch der Reisimportwert (ca. 125.000 Pfund) könnte durch einen größeren Konsum von Kartoffeln beschränkt werden. Der Kartoffelbau könnte an Stelle der Zucht von Melonen treten, deren Export wegen der hohen ägyptischen Zölle stark sinkt. Gegenwärtig werden ca. 2000 Dunam mit Kartoffeln bebaut, der Ertrag ist ca. 1500 Tonnen oder ca. ein Fünftel des heimischen Konsums. Die Broschüre gibt sodann landwirtschafüich-technische Ratschläge für die Zucht. Ueber die Anregung, in Pardessim Kartoffel zu bauen, schreibt Agr». J. Ettinger in „Boust'nai" Nr. 20. Er sagt, dies sei nur in kleinen Gärten möglich, in denen so ziemlich die Kräfte der Familie dazu ausreichen würden. Man kann Ernten von 3000 kg per Dunam erzielen in einer verhältnismäßig kurzen Wachstumszeit. Die Pflanze braucht keine große Handarbeit. Man kann 3—4 Reihen Samen zwischen zwei Baumreihen sähen, so daß weder die Bewässerung, noch die Bearbeitung der Orangen gestört wurde. Man sät 120 bis 200 kg per Dunam. (Der Artikel enthält weitere spezielle Anweisungen.) Neue Obstpflanzungen. Nach dem Bericht der Regierung wurden in der Saison 1933/34 mit Ausnahme von Zitrus 1,8 Millionen verschiedener Fruchtbäume gepflanzt. Orangenpflanzungen. Unser Mitarbeiter H. Frumkin schätzt, daß im Jahre 1934 insgesamt von Juden 40.000 Dunam Zitrus neu gepflanzt werden dürften. Da die Fläche jüdischer Zitrusgärten per 1. Jänner auf 115.000 bis 120.000 Dunam geschätzt wird, so ist das eine Vermehrung um ein Drittel. Neue Orangenkrankheit. Eine solche tritt, wie schon öfters berichtet, seit 1930 auf, sie wird „Xyloporosis" genannt, da ihre Symptome in der Bildung von Poren im Holz und in korrespondierenden Ausbuchtungen in der Rinde besteht. Die Ursache ist eine Anhäufung von Kohlenhydraten, doch sind noch andere, bisher nicht erforschte Ursachen vorhanden. Bis jetzt hat man nochkeine durchgreifenden Mittel der Bekämpfung dieser Krankheit gefunden. Fracht- und Gemüseexport nach Syrien, Wie „Pal. News" berichten, war Palästina an der Gesamteinfuhr Syriens an Früchten (537.000 syr. Pfund), mit 112.000 syr. Pfund, an jener von Gemüsen (315.600 syr. Pfund) mit 46.500 syr. Pfund beteiligt. Die Farmerbank. Die Generalversammlung der neugegründeten Bank fand lam 30. August statt. Es wurde u. a. über die Verhandlungen mit verschiedenen Instituten wegen Placierung der Obligationen berichtet. Die Aussichten dafür sind vorhanden, doch würden sie bei Vergrößerung des Aktienkapitals (derzeit 15.000 pal. Pfund) wachsen. Auf Antrag von J. Sapir wurde E. J. Mohl (der bekannte frühere Direktor der Loan and Saving Bank) zum Leiter gewählt. An Obligationen sollen maximal 200.000 Pfund ausgegeben werden. Es wurde beschlossen, das Aktienkapital auf zumindest 25.000 Pfund zu erhöhen. Die