Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 17 (1934)
- Issue
- Heft 10 (Oktober 1934)
- Article
- Bodenkauf [Nachricht]
- Date
- 1934-10-01
- Page
- Seite 434 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Von den ab 1930 gekauften 128.400 Dunam hatte der KKL. einen Anteil von 50.000 Dunam. Absolut genommen ist der Bodenerwerb der Juden in Anbetracht der großen Einwanderung von Menschen und Kapital sehr gering. Die von uns schon mehrfach besprochenen neuen Pächterschutzgesetze, die der Willkür Tür und Tor öffnen, sind ein großes Hindernis für den Erwerb von Boden geworlden. Umso ärger ist die Bodenspekulation gediehen. Im Jahre 1932/33, wo von Arabern 55.900 Dunam gekauft wurden, gingen 104.600 Dunam von einer jüdischen Hand in die andere. Die große Steigerung der Bodenpreise ist bekannt. Diese erhöhten sich in den letzten zwei Jahren im Scharon von 5 auf 20 Pfund, in der Schefela in der Nähe von jüdischen Kolonien von 8 auf 35 Pfund, in weiterer Entfernung von 3 jauif 12 Pfund, in der Umgebung von Ruchama von 6—7 Pfund. Immer mehr gewinnt die Einsicht Raum, daß die Zusammenfassung aller Kräfte in einem Zentralen B odenk ,au f s ins ti tu t not tut. Für die Gründung eines solchen tritt neuestens auch R. B. Solomon (in einem Artikel der Zionist Review Nr. 6) ein. Die Käufe des KKL. Unter den im Herbst 1933 vom KKL. gekauften Flächen befinden sich im Emek: 7603 Dunam von Schatta, 713 von Sachne, 817 von Kumie. In Beth Schean wurden 3382, im Zemach 3284 Dunam gekauft, in Judäa: 374 bei Bne Brak, 303 bei Tel Mond, sowie einige kleinere Flächen. Der Gesamtbodenbesitz des KKL. war Ende 1933: 336.937 Dunam. Ein krasser Fall von Mißbrauch mit Boden. Von einem solchen berichtet A. Hurwitz in „Boust'nai" Nr. 22. Ein Jude hatte mit einiem Araber ein Terrain ausgehandelt, das zwischen Beer Jakob und Rischon liegt und auf dem «|r Zitrus pflanzen wollte. Als Preis waren 33 Pfund per Dunam bestimmt. Ein anderer Jude überbot ihn, zahlte 36 Pfund, teilte das Land in kleine Parzellen und verkaufte diese um 50 Pfund per Dunam an Beduinen. Dadurch wurde ein neues arabisches Dorf bei Ber Jakob geschaffen. (Dieser Fall ist nicht nur charakteristisch durch die Hinauftreibung des BodenpreLses um 50<>/o [von 33 auf 50 Pfund], sonders besonders auch dadurch, daß ein Juide einem anderen Terrain wegkauft, um es an Araber weiterzugeben. Glücklicherweise ist dies) ein einzelner Fall, aber symptomatisch für die Gesinnung einzelner Juden. — Die Red.) Bewasserungsanleihe. Die Imperial Chemical Industries (ICI) haben der Jewish Agency eine Anleihe von 35.000 Pfund gewährt, zum Zwecke, durch' Bewässerung aie Siedlungen zu intensivieren. An dem dadurch gesteigerten Kunstdüngerbedart* hat der ICI Interesse. Bohrarbeiten sollen in zahlreichen Kolonien des Emek, zuerst in Afuleh und im Kischon-Tal aufgenommen werden. Bewässerung in der Haifa-Bay. Der KKL. hat gemeinsam mit der „Palestine Water Cy" mit der Wasserversorgung in der Industriezone der Haifa-Bay begonnen. Die Vorsorge für die anderen Zonen wird darauf folgen. Wasserversorgung auf KKL.-Boden. In Tel Adaschim wurde mit dem Bau der Bewässerungsanlage begonnen. In Gingar hofft man, daß die Bohrversuche erfolgreich sein werden. In Scheich Abrek, Hulda und Kerkur werden derzeit neue Bohrversuche gemacht. Kartoffelbau. Die Regierung hat darüber wieder eine Broschüre (Verfasser S. Antebi) herausgegeben, worin auf das Gelingen der Versuche mit Kar-