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Palästina · 1934-10-01 · Heft 10 (Oktober 1934) · p. Seite 426

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Journal
Palästina
Volume
17 (1934)
Issue
Heft 10 (Oktober 1934)
Article
Die Zahl der Wähler für die Munizipalratswahlen [Nachricht]
Date
1934-10-01
Page
Seite 426 (sequence 2)
Language
German
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Mit Ausnahme von Tel-Aviv gibt es in den Städten 20.325 arabische und 8583 jüdische Stimmberechtigte. Die arabische Bevölkerung in den Städten beträgt 257.500, die jüdische (Tel-Aviv ausgenommen) 82.865. Ueber die Wahlen selbst siehe unter Rubrik: Städte. Die Regierung und Hilfe für die Fellachen. In der Sitzung der Mandatskommission (siehe unter Jewish Ageney) interpellierte M. Orts den Chef- ©ekretär Mr. Hall wegen der Lage der Fellachen und der Hilfe der Regierung für sie. Mr. Hall sagte, daß die Fellachen in den letzten vier Jahren sich noch weiter an Geldgeber verschuldet haben. Die Regierung will für verschiedene Kredithilfen sorgen. Die Barclaysbank wird kurzfristige Erntevorschüsse geben., Ferner plant die Regierung die Gründung einer Agrarbank. Schließlich verwies er auf die Bestrebungen zur Schaffung arabischer Kreditgenossieinschaften:. Wir bemerken dazu, daß diese Antwort natürlich unbefriedigend ist. Wir verweisen auf unsere Mitteilung in Nr. 8/9, S. 357 über den kläglichen Stand der Kooperativbewegung unter den Arabern und den kleinen Barclay s Bank- Kredit (ca. 3400 Pfund). Außerdem ist, wie bekannt, der Plan, eine Agrarbank zu gründen, vorläufig auf Schwierigkeiten gestoßen (siehe auch Rundschau: Landwirtschaft). Und wenn sie zustandekäme — welche Kreditbasis würden die überschuldeten Fellachen bieten können? Ohne eine richtige EntschuldungSH aktion kann den Fellachen nicht geholfen werden, auf bloßem Kreditwege ist das nicht möglich. Verschiedene Nachrichten. In der „Palestine Post" wird vorgeschlagen, daß die Regierung ein Department of Economic Development (Wirtschaftliche Entwicklung) errichtet. JEWISH AGENCY. Die Sitzung der Mandatskommission. Protokoll und Bericht über die 25. Sitzung der Kommission (30. Mai bis 21. Juni) sind erschienen. Ueber Anfragen wegen der geringen Zahl der zugeteilten Zertifikate sagte Chefsekretär M. John Hathorn Hall, die Regierung müsse die künftige Wohlfahrt des Landes im Auge behalten. Auch seien die Vorkehrungen für Unterbringung selbst der zugelassenen Einwanderer mangelhaft. Mancher Arbeitsbedarf sei nur lokal und periodisch. Die gegenwärtige Hausse sei keine Dauererscheinung. Man dürfe auch den Zuwachs an Arbeitshänden aus der Jugend des Landes nicht vergessen, jährlich sind es 2000 bis 3000 Juden und doppelt so viel Moslem. Die Jewish Ageney hätte auf der Arbeite)rschedule auch Angehörig© freier Berufe einwandern lassen. (Dagegen polemisierte der Sekretär der Jewish Ageney in verschiedenen Blättern.) Da das Mitglied Van Rees sich auf den Macdonaldbrief bezogen hatte, behauptete Mr. Hall, es bestehe kein Mangel an ungelernten Arbeitern, wenn man auch dies Araber berücksichtige. Van Rees wies darauf hin, dajß in jenem Brief die Beschäftigung ausschließlich' jüdischer Arbeiter durch jüdische Organisationen als gerechtfertigt erklärt worden sei. Ueber Anfrage sagte Mr. Hall, die Einwianderung von Arabern aus Transjordanien betrage höchstens 1000 Personen. (Bekanntlich erfolgte aber die illegale Masseneinwanderung von Arabern aus Syrien, namentlich dem HauTan..) Das Verhältnis zwischen Arabern und Juden habe sich auf wirtschaftlichem Gebiet verbessert.

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