Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 17 (1934)
- Issue
- Heft 10 (Oktober 1934)
- Date
- 1934-10-01
- Page
- 1 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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PALÄSTINA ZEITSCHRIFT FÜR DEN AUFBAU PALÄSTINAS XVII. Jahrg. Oktober 1934 Nr. 10 Bewässerung — das Hauptproblem Palästinas (Bewässerung mittels Grund-, Oberflächen- und Salmmelwasser.) Von Dr. Ing. A. Werber, Beograd.. Ueber die Bedeutung der Bewässerung für Palästina, insbesondere für das jüdische Siedlungswerk, ist man sich heute vollständig im klarem. Nicht nur, daß durch Bewässerung die Erträgnisse auf der Flächeneinheit sich auf das sechjs- bis achtfach© steigern würden, d. h, daß hiedureh eine faktische Ausdehnung des vorhandenen jüdischen Besitzes um das sechs- bis achtfache erfolgt (wo bis dahin 120—150 Dun am nötig waren, genügten bloß 20), sondern es werden durch die Bewässerung neue Terrains in das Bereich der jüdischen SiedlungsmögHchkeit gezogen und so früher ungeahnte Aussichten eröffnet. Kommt noch das Prinzip einer rationellen Bewässerung hinzu, wo nicht allein die Vermehrung des Rohertrages, sondern auch die Erhöhung der Wirtschaftlichkeit der Wirtschaftseinheiten in Frage kommt, so wird die Bewässerung zur Trägerin einer billigen und rentablen Siedlungsmöglichkeitk Von nicht genug hoch anzuschlagender Bedeutung ist die Bewässerung selbst als politisches Mittel in unseren eng begrenzten territorialen Verhältnissen, da sie jeder bis nun aufgestellten offiziellen Berechnung; über die S i e d 1 u n g s « kapazität des Landes Hohn spricht. Wenn der gegenwärtige jüdische Besitz durch Bewässerung bloß auf das Fünffache gebracht werden könnte, so würde dadurch Platz für eine jüdische landwirtschaftliche Bevölkerung von sicher einer Million Seelen und in weiterer Folge für eine jüdische E i n w a n d e - rung von drei Millionen Seelen geschaffen sein, wenn wir uns an das ideale Schema der wirtschaftlichen Struktur eines palästinensischen Jischuw, halten wollen, nach welchem ein Drittel in der Urproduktion, ein Drittel im Handel und Verkehr und ein Drittel in den übrigen Berufen Beschäftigung finden sollte. Es ist nicht leicht, wenn auch vielleichlt nicht ganz ausgeschlossen, wenigstens sofern der rein technische Punkt in Frage kommt, ein Wenk durchzuführen, welches den größten Teil des gegenwärtigen jüdischen Besitzes durch Bewässerung in der erwähnten Weise ausdehnt, viele lokale, in erster Reihe wirtschaftliche Umstände, stellen sich dem entgegen, aber demgegenüber erwachsen durch die Ermöglichung der Anwendung gesun/der Bewässerungs-